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06.05.2012
Die erste Oberbürgermeisterin in Gera
[vom 07.05.2012 ]
um ersten Mal sollte nun eine Frau in Gera das Amt der Oberbürgermeisterin antreten. Dr. Viola Hahn (parteilos) siegte mit klarem Stimmenvorsprung in der Oberbürgermeister-Stichwahl. Nochamtsinhaber Dr. Norbert Vornehm (SPD) gab sich als gefasster Verlierer und nahm die Verantwortung für die Niederlage allein auf sich. Damit wurde Dr. Viola Hahn Geras neue und erste Oberbürgermeisterin. Die Stichwahl an diesem Sonntag brachte allerdings keine Überraschung, denn schon nach der Wahl am 22. April 2012 hatte Frau Dr. Hahn deutlich vor dem Amtsinhaber Dr. Vornehm gelegen, war nur um weinge Prozentpunkte an der absoluten Mehrheit von über 50 Prozent der Stimmen gescheitert. 21 444 Geraer stimmten für sie, das entsprach 59, 7 Prozent. Nur 14 488 Stimmen gab es für den Amtsinhaber, der damit 40,3 Prozent erreichte. Die Wahlbeteiligung lag mit 43,8 Prozent kanpp 6 Prozent unter der von vor zwei Wochen mit 49,6 Prozent. Um 18.11 Uhr meldete Kaimberg als erster Stimmbezirk die offiziellen Ergebnisse. Dort hatten 101 Wähler für Viola Hahn und 30 für Norbert Vornehm votiert. Noch eindeutiger war das eine Minute später eingegangene Ergebnis aus Naulitz. Nur einer der 65 Wähler hatte dort für Dr. Vornehm gestimmt. Ein Stimmungsbild, welches eindeutiger fast nicht ausfallen konnte.
1918
Eine sächsische Enklave
[vom 02.05.2012 ]
er Ort Röpsen war eine sorbische Gründung. Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung als Rupizan datiert auf das Jahr 1121, als Bischof Dietrich I. von Naumburg das Kloster Posa (Bosau) bei Zeitz mit acht Orten im Gau Gera belehnte. Als Bischof Udo I. die Belehnung 1146 bestätigte, taucht der Ort als Ropizane auf. Vom Wahl, einem kleinen hochmittelalterlichen Herrensitz auf dem Gutsteich am südwestlichen Ortsrand ist heute nichts mehr zu erkennen. Auf der Flur Röpsen befand sich früher auch das Dorf Speutewitz mit gleichnamiger Burg. Speitewitz, wie es später genannt wurde, war schon seit dem 16. Jahrhundert eine Wüstung. Bis 1918 war Röpsen eine Exklave des Herzogtums Sachsen-Altenburg inmitten der Herrschaft Reuß jüngerer Linie.
30.04.1925
Wahl in Gera
[vom 02.05.2012 ]
n Gera war an diesem Tag wieder einmal Oberbürgermeisterwahl und es sollte einen neuen Amtsträger geben. Oberbürgermeister Kurt Herrfurth, geboren am 9. Mai 1879, stellte sich nach einer siebenjährigen Amtszeit nicht wieder zur Wahl und schied aus dem Amt damit aus. Walter Arnold wurde sein Nachfolger. Während seiner Amtszeit eröffnete Kurt Herrfurth 1920 das Waldkrankenhaus am westlichen Stadtrand sowie am 20. Juli 1924 das städtische Sommerbad. Kurt Herrfurth war nach Berlin zurück gegangen, daher war kein Sterbedatum recherchierbar.
1669
Die Kirche in Röpsen
[vom 02.05.2012 ]
as aus dem Jahr 1669 stammende Gotteshaus auf den Fundamenten einer älteren St.-Katharinen-Kapelle wurde nach aufwändigen Restaurierungen im Jahr 1997 neu konsekriert. Kunsthistorisch interessant ist insbesondere ein barockes Deckengemälde, welches bei den Restaurierungen freigelegt werden konnte.
1925
Gera hatte etwa 81.000 Einwohner
[vom 02.05.2012 ]
urch ein Notgesetz wurden zum 1. Januar 1919 zehn umliegende Gemeinden, darunter Untermhaus, Pforten und Zwötzen, nach Gera eingemeindet. Weitere sieben Orte folgten dann im Jahr 1922, dazu gehörte Ernsee und 1923 Windischenbernsdorf und Frankenthal. Diese zahlreichen Eingemeindungen vergrößerten die Einwohnerzahl der Stadt von etwa 45.000 im Jahr 1917 auf 81.402 im Jahr 1925. Einige Gemeinden protestierten scharf gegen ihre Eingemeindung, so dass in den beiden Jahren 1924/25 vier Orte wieder ausgemeindet wurden. Seit 1920 gehörte Gera dem neu gegründeten Land Thüringen an, in dem es ab 1922 einen eigenen Stadtkreis bildete.
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