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Chronik - Neue Artikel
 
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26.05.1700 Nikolaus Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf und Pottendorf geboren [vom 11.05.2013 ]
ikolaus Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf und Pottendorf, geboren am 26. Mai 1700 in Dresden und verstorben am 9. Mai 1760 in Herrnhut, war ein lutherisch-pietistischer Theologe, Gründer und Bischof der Herrnhuter Brüdergemeine („Brüder-Unität“) und Dichter zahlreicher Kirchenlieder. Er war der Sohn von Georg Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf und Pottendorf (1662–1700) und Charlotte Justine von Gersdorff (1675–1763). Philipp Jacob Spener war sein Taufpate. Zinzendorfs Vater verstarb früh; fortan lebte Zinzendorf in Großhennersdorf in der Oberlausitz bei seiner frommen Großmutter, Henriette Katharina von Gersdorff, geborene von Friesen. Er besuchte von 1710 bis 1715 das Pädagogium der Franckeschen Stiftungen in Halle, wo er sehr im Sinne des Pietismus geprägt wurde. Gerade August Hermann Francke selbst hatte großen Einfluss auf ihn. Von 1716 bis 1719 studierte Zinzendorf an der Universität Wittenberg Rechtswissenschaft. Er gründete 1710 mit Friedrich von Watteville den Senfkorn-Orden (Sammlung von Liebhabern Jesu). Von 1719 bis 1720 unternahm er eine Bildungsreise in die Niederlande und nach Frankreich. Dort gewann er die Freundschaft von Menschen anderer Konfession (auch von Katholiken) und erlebte die Möglichkeit einer die Konfessionen übergreifenden Einheit unter Christen. Von 1721 bis 1732 war er dann Hof- und Justizrat in Diensten August des Starken in Dresden. 1722 heiratete Zinzendorf Erdmuthe Dorothea Gräfin Reuß-Ebersdorf. Im Mai des gleichen Jahres erwarb er von seiner Großmutter das Rittergut Mittelberthelsdorf in der Oberlausitz. Dort begann im Juni 1722 die Aufnahme von Glaubensflüchtlingen aus Mähren, Nachkommen der alten böhmisch-mährischen Brüder. Diese gründeten außerhalb von Berthelsdorf, das unterhalb des Hutberges gelegen ist, die Siedlung Herrnhut (sorbisch Ochranow), aus der die kirchlich eigenständige Brüdergemeine erwuchs (später siedelten sich zahlreiche Flüchtlinge in Böhmisch-Rixdorf an). Im August 1727 kam es zur Gründung der Herrnhuter Brüdergemeine durch einen Bußakt des Pfarrers Rothe, Zinzendorfs und der ganzen Gemeinde.

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24.04.2013 Dorferneuerung in Großaga ging weiter [vom 24.04.2013 ]
ie Dorferneuerung in Geras Ortsteil Großaga ging nun weiter. Mit der Einrichtung der Baustelle am Donnerstag, 02. Mai, starteten die Bauarbeiten zwischen Teich und Spielplatz in der Forststraße. In rund sieben Wochen wurde zum einen das Umfeld des zugewachsenen Teiches an der Kreuzung Forststraße neu gestaltet. Dort entstand ein Bereich zum Sitzen und Verweilen. Zum anderen wurde der Spielplatz komplett neu gestaltet, einschließlich umfangreicher Pflanzungen. Diese Arbeiten begannen am 06. Mai. In diesen Abschnitt der Dorferneuerung Großaga investierte die Stadt Gera rund 100.000 Euro. 65 Prozent davon steuerte das Thüringer Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung bei. Den Auftrag für die Baumaßnahme, die durch den Fachdienst Stadtgrün betreut wurde, erhielt die Baggerbetrieb Burkhardt GmbH aus Thonhausen nach öffentlicher Ausschreibung. Die Bauüberwachung obliegt dem Büro MIP Metzner, Ignaczak & Partner. Bereits 2010 war der Dorfplatz von Großaga in sieben Monaten ausgebaut und einschließlich der Bushaltestelle neugestaltet worden. In das Projekt integriert waren auch Teile der Schul- und der Hainstraße. Damals investierte die Stadt Gera dort 343.000 Euro. 45 Prozent der Gesamtkosten kamen als Fördermittel für die Entwicklung des ländlichen Raumes von der Europäischen Union, Bund und Land Thüringen. Großaga war als Förderschwerpunkt der Dorferneuerung im Zeitraum von 2009 bis 2013 anerkannt.

1961 Fußball-Geschichte in Gera [vom 24.04.2013 ]
ach Jahren in unterklassigen Ligen des DDR-Bezirkes Gera stieg die 1. Männermannschaft der BSG Motor 1961 erstmals in die damals viertklassige Bezirksliga Gera auf. Nach dem für einen Neuling beachtlichen achten Platz unter zwölf Mannschaften reichte 1963 der noch bessere Platz sieben wegen der Reduzierung der Bezirksliga auf eine Staffel nicht mehr für den Klassenerhalt. Es dauerte zehn Jahre, bis sich die Mannschaft, die nun als TSG Gera Zwötzen antrat, wieder für die Bezirksliga qualifizieren konnte, die inzwischen zur 3. Spielklasse im DDR-Fußball geworden war. Die Spielstärke reichte aber wieder nur für drei Spielzeiten. 1980 unternahm es dann die BSG Modedruck Gera, sich in der Bezirksliga zu etablieren, doch nach weiteren drei Jahren musste sich die BSG endgültig wieder in die Niederungen des Bezirks-Fußballs zurückziehen. Ob als Fortschritt, TSG oder Modedruck standen die Zwötzener während des DDR-Fußballbetriebes stets im Schatten der von Uranindustrie geförderten BSG Wismut Gera, die mehrere Jahre in der Oberliga, der höchsten DDR-Fußballklasse spielte.

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17.10.1894 Paul Fischer geboren [vom 24.04.2013 ]
eboren wurde er am 17. Oktober 1894 in Hohenmölsen/Kreis Gera als Sohn eines Fabrikarbeiters. Er war zunächst Rechtsanwaltsgehilfe in Weida und ließ sich anschließend beim Deutschen Schulschiffverein in Elsfleet bei Bremen ausbilden, um die Offizierslaufbahn einzuschlagen. Von 1910 bis 1914 diente er als Leichtmatrose bei der Handelsflotte, 1914 wurde er zur Kriegsmarine eingezogen, er gehörte zu den Kieler Matrosen, die 1917 meuterten, und wurde deshalb im Juli 1917 zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, blieb bis zum Revolutionsausbruch in Siegburg und Bremerhaven eingesperrt. Seit 1917 in der USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands), von November 1918 bis Februar 1919 war er Redakteur der "Reußischen Volkszeitung" in Greiz, danach erwerbslos bzw. Notstandsarbeiter. Im März 1920 wurde er militärischer Leiter der Arbeiterwehr in Greiz. Von 1922 bis 1924 arbeitete Paul Fischer als Weber, kam 1923 in die BL Thüringen und war dort auch Leiter der Nachrichtenabteilung.

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25.11.1866 Ernst Däumig geboren [vom 24.04.2013 ]
eboren am 25. November 1866 in Merseburg, begann er nach dem Besuch des Gymnasiums in Halle ein Studium der Theologie, das er jedoch nicht beendete. Von 1887 bis 1893 diente er in der Französischen Fremdenlegion und war von 1893 bis 1898 kaiserlicher Offizier in Deutschland. 1898 trat er der SPD bei und war ab März 1901 kurzzeitig Redakteur der "Reußischen Tribüne" in Gera, dann bis 1908 Redakteur am "Volksblatt" in Halle, hier auch Vorstandsmitglied im sozialdemokratischen Wahlverein und Vorsitzender des Bildungsausschusses. Von 1908 bis 1911 Redakteur an der "Tribüne" in Erfurt, ab 1911 am "Vorwärts" in Berlin. Däumig hatte sich am 4. August 1914 mit acht weiteren Redakteuren des "Vorwärts" in einer Erklärung gegen die Bewilligung der Kriegskredite durch die sozialdemokratische Reichstagsfraktion gewandt. Als Kritiker der Burgfriedenspolitik des Parteivorstandes wurde er im Oktober 1916 aus der Redaktion des "Vorwärts" entfernt. Die Mehrheit der oppositionellen Mitglieder im sozialdemokratischen Wahlverein Berlin und Umgebung setzten ihn als Redakteur ihres Mitteilungsblattes ein, ab 1917 Organ der Berliner USPD. Däumig nahm im April 1917 am Gründungsparteitag der USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands) in Gotha teil, zählte zum linken Flügel und wurde im Mai 1918 als Sekretär in das ZK der USPD berufen. Im Sommer 1918 einer der Führer der Revolutionären Obleute von Groß-Berlin, die Vollversammlung der Arbeiter- und Soldatenräte wählte ihn zum Mitglied des Vollzugsrats. Er sprach auf dem 1. Reichsrätekongress im Dezember 1918 für das Rätesystem und gegen die Einberufung einer Nationalversammlung, lehnte aber als Delegierter der Revolutionären Obleute in Verhandlungen mit Vertretern des Spartakusbundes deren Anschluß an die KPD ab.

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20.03.1928 Kurt Drummer geboren [vom 24.04.2013 ]
eboren wurde Kurt Drummer in Gornsdorf im Erzgebirge, die Eltern arbeiteten in der Textilbranche, sein Vater war Strumpfwirker und die Mutter Strumpfkettlerin. in den Kriegsjahren von 1942 bis 1944 absolvierte er eine Ausbildung zum Koch im Hotel Chemnitzer Hof (Chemnitz) und war vom November 1944 bis Mai 1945 beim RAD (Reichsarbeitsdienst). Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges geriet er von Mai bis Juni 1945 britische Kriegsgefangenschaft. Bis Ende 1945 war er danach Helfer in der Landwirtschaft, von 1946 bis 1948 Koch in Auerbach, ab 1948 Küchenleiter im Hotel auf der Wartburg (Eisenach), von 1948 bis 1955 stellvertretender Küchenchef und Lehrmeister im Chemnitzer Hof.

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23.03.1922 Helmut Dietrich geboren [vom 24.04.2013 ]
eboren wurde Helmut Dietrich in Probstzella, sein Vater war ein einfacher Arbeiter. Dietrich besuchte die Volksschule und absolvierte danach eine kaufmännische Lehre. In den ersten Jahren des Zweiten Weltkrieges 1939 bis 1941 war er Angestellter der Thüringer Staatsbank und gleich danach von 1941 bis 1942 beim RAD (Reichsarbeitsdienst) Ab 1942 und bis zum Kriegsende 1945 diente er in der Wehrmacht und war von Mai bis Juli 1945 in britischer Kriegsgefangenschaft. In den ersten fünf Nachkriegsjahren von 1945 bis 1950 war er als Innenleiter der Landeskreditbank Thüringen in Gräfenthal tätig, trat 1946 der SED bei und war zwischen 1950 und 1952 stellvertretender Filialleiter der Deutschen Notenbank in Saalfeld bzw. Arnstadt und dann 2. Direktor der Landeszentrale Thüringen der Deutschen Notenbank. In Jahr 1950 folgte ein Studium an der Finanzschule Radebeul, was er als Dipl.-Wirtschaftswissenschaftler abschloss. In den Jahren von 1952 bis 1963 arbeitete er als Direktor der Bezirks-Direktion der Deutschen Notenbank in Gera, war in den Jahren von 1963 bis 1964 Präsident der Investitionsbank, von 1964 bis 1967 Präsident (Nachf. von Rolf Wetzel) und von 1967 bis 1971 Vizepräsident der Deutschen Notenbank bzw. der Staatsbank der DDR. In den Jahren von 1971 bis 1977 war er Präsident der Außenhandelsbank der DDR und im Jahr 1978 wurde er ordentlicher Professor und Leiter der Lehrstuhlgruppe Valutaökonomie / Währungstheorie an der Sektion Wirtschaftswissenschaften der HU Berlin. (Quelle: Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“)

03.06.1899 Gerhard Desczyk geboren [vom 24.04.2013 ]
eboren wurde Gerhard Desczyk in Kreuzburg (Oberschles./Kluczbork, Polen) und sein Vater arbeitete als Kaufmann. Ab dem Jahr 1900 lebte er in Gera, besuchte zunächst die Volksschule, dann das Gymnasium, wo er im Jahr 1917 sein Abitur ablegte. In den Jahren von 1917 bis 1918 leistete er in den letzten Jahren des ersten Weltkrieges seinen Militärdienst und nahm in den Jahren 1919 bis 1923 ein Studium der Germanistik an den Universitäten München und Leipzig auf. Im Jahr 1923 promovierte er zum Dr. phil. mit der Dissertation "Amerika in der Phantasie deutscher Dichter". In den Jahren 1924 bis 1933 war er als ehrenamtlicher 1. Landessekretär der Zentrumspartei in Sachsen tätig, ab den Jahren 1924 bis 1927 arbeitete er als Redakteur, von 1927 bis 1933 als Chefredakteur des Zentrum-Organs "Sächsische Volkszeitung". Im Jahr 1928 war er der Gründer und bis 1935 verantwortlicher Redakteur des "St.-Benno-Blatts" für die katholische Diözese Meißen. Ab 1935, die Nationalsozialisten waren seit nunmehr zwei Jahren an der Macht, wurde er in Schutzhaft genommen und war in den Jahren von 1936 bis 1941 freier Mitarbeiter von Zeitungen und Zeitschriften. In den Jahren des Kriegsbeginns 1939/40 war er Ersatzreservist auf einem Fliegerhorst und in den letzten vier Kriegsjahren von 1941 bis 1945 war er Redakteur der Bildmatern-Korrespondenz "Bilder und Studien". Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 ging er in die CDU und war ab 1945 bis zum Jahr 1956 Abteilungsleiter in der Hauptgeschäftsstelle bzw. beim Sekretär des CDU-HV (Kultur). Von 1945 bis 1949 war er Dozent an der VHS (Volkshochschule) in Pankow. 1949 wurde er beigeordneter CDU-Generalsekretär und später Mitglied des Sekretärs der Parteileitung. Ab dem Jahr 1956 war er Cheflektor im Union Verlag Berlin und im Verlag Koehler & Amelang Leipzig und Mitbegründer der Berliner Konferenz europäischer Christen. (Quelle: Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“)

02.10.1916 Eberhard Charisius geboren [vom 24.04.2013 ]
eboren in Wiesbaden, sein Vater war Regierungsdirektor, besuchte er die Volksschule und von 1926 bis 1935 das Gymnasium in Düsseldorf. In den Jahren von 1934/35 war er in der NSDAP, SS (Sanitäter) und im Jahr 1937 erfolgte der Abschluss der Offiziers-Schule in Dresden als Oberleutnant. Im Jahr 1938 absolvierte er die Kampffliegerschule in Faßberg (Funker, Beobachter), 1940 die Flugzeugführerschule in Zeltweg (bei Insterburg) und bis zum Jahr 1941 war er im Kriegseinsatz. Am 22.6.1941 musste er eine Notlandung wegen Motorschaden überstehen. In den Jahren 1941 bis 1945 befand er sich in sowjetischer Kriegsgefangenschaft, kam 1942 in die Zentrale Antifa-Schule in Oranki und war in den Jahren von 1942 bis 1945 Mitglied der Gruppe  Ulbricht bei Stalingrad. Danach wurde er in der Gruppe verantwortlich für  Agitation und Propaganda an der Südwestfront der Sowjetarmee, 1943 war er Mitbegründer des NKFD und dessen Frontbevollmächtigter in Deutschland. deswegen wurde er in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

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1899 Die Villa Röhler/Seifert in Gera [vom 24.04.2013 ]
ie zweigeschossige Villa entstand in der Geraer Stadtmitte in der späteren Dr.-Friedrich-Wolf-Straße 17 im romantischen „Bürgerstil“ im Jahr 1899. An der Nordwestecke befindet sich ein hoher, schlanker Turm mit polygonaler Helmspitze, für den der Architekt Franz Röhler verantwortlich zeichnete. An den Rundbogenfenstern befinden sich Inschriften. „Mein Haus–meine Burg“ und „Mein Heim–mein Stolz“, verkünden von Stolz und Selbstbewusstsein des Bauherrn Röhler. In den Jahren 1918/1919 entstand, nach Plänen des Architekten Eduard Trübcher, für den Fabrikanten Paul Seifert ein Eingangsvorbau. Durch den Architekten Martin Weber fand 1945 der Ausbau des Dachgeschosses statt. In den Jahren 2001/02 erfolgte die Fassadeninstandsetzung.


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23.03.2013
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