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11.04.1869 Der erste katholische Gottesdienst
urch den Zuzug von Arbeitern, Handwerkern und auch Kaufleuten mit ihren Familien waren zu dieser Zeit 128 Menschen römisch-katholischen Glaubens nach Gera gekommen. An diesem Frühjahrstag wurde durch den Pfarrer Hundt aus Zeitz im kleinen Saal der Wasserkunst (Reichsstraße) der erste katholischer Gottesdienst als heilige Messe nach der Reformation gefeiert. Für die dazu benötigte Genehmigung von Heinrich Fürst Reuß hatte sich der persönliche Adjutant des Reußen der Graf d´Haussonville eingesetzt. Bis dahin hatten die katholischen Gottesdienste für die in Gera stationierten Soldaten in verschiedenen Lokalitäten der Stadt Eingang gefunden.
20.04.1884 Gegen die Freimaurerei
eit dem Jahr 1803 existierte in Gera eine Freimaurer-Loge. Sie trug den Namen "Archimedes zum ewigen Bunde". In der Zeit zwischen 1933 und 1990, in der Nazi-Diktatur bis 1945 und auch in der DDR-Zeit bis 1990, war in Deutschland die Freimaurerei verboten. die Logen waren geschlossen worden. Aber auch in den Anfangsjahren der Freimaurerei gab es immer wieder Verbote und wie päpstliche Beschlüsse. Humanum genus (sinngemäß: Das Menschengeschlecht) war die wohl schärfste Verurteilung der Freimaurerei durch die katholische Kirche. In der am 20. April 1884 veröffentlichten Enzyklika bezeichnet Papst Leo XIII., die menschliche Rasse als in zwei entgegengesetzte und getrennte Gruppen. In seiner Enzyklika Humanum genus, mit der er die Freimaurerei verdammte, erklärt Papst Leo XIII., dass es neben dem Reich Gottes auf Erden, der wahren Kirche Christi, noch ein anderes Reich, nämlich das des Satans gebe. Er stellt die Freimaurer als Zerstörer des Gottesreichs dar und unterstellt ihnen die offene Absicht, den christlichen Völkern ihre Güter zu stehlen und die heilige Kirche zu zerstören.

1885 Der "Katholische Verein" in Gera
n diesem Jahr war die Gründung des Katholischen Vereins in Gera. Das hatte seine Notwendigkeit darin, dass die erforderlichen Aktivitäten zur Gründung der römisch-katholischen Gemeinde in Gang gesetzt werden konnten.
15.06.1894 Die katholische Gemeinde St. Elisabeth
n diesem Tag übergab Heinrich XXVII Reuß jüngere Linie die Bestätigung und Verleihungsurkunde für die römisch-katholische Gemeinde in Gera. Eine der Bedingungen seinerzeit war allerdings, dass die Pfarrei zu Sachsen gehören sollte, zum später das Bistum Dresden-Meißen. Die Geraer Gemeinde gab sich den Namen der heiligen Elisabeth von Thüringen (1207-1231). Der erste katholische Pfarrer der Pfarrei von St. Elisabeth war der Pfarrer Wilhelm Bange.
18.06.1894 Die Kirchengemeinde
ie Römisch Katholisch Kirchengemeinde Gera wurde von der Landesherrschaft bestätigt. Sie unterstand dem Apostolischen Vikariat Dresden.
1895 Vom Websaal zum Gotteshaus
in Verein aus katholischen, in die ehemalige Industriemetropole Gera eingewanderten Arbeiter vornehmlich der Textilbranche, kauften in diesem Jahr einen einstigen Websaal in der Nicolaistraße gegenüber des Botanischen Gartens und durften ihn nach langen und zähen Verhandlungen mit der Regentschaft des evangelischen Fürstentums Reuß ab dem Jahr 1903 als katholische Kirche nutzen. Hundert Jahre wurde der Bau genutzt, bis er zu eng wurde und 2010 der Abrissbirne zum Opfer fallen sollte.
20.02.1895 Mit Hilfe der Elisabethfrauen
ie in so viele Gemeinden waren auch die Gläubigen der römisch-katholischen St. Elisabeth-Gemeinde Geras sehr arm. Die meisten Menschen waren Industriearbeiter und lebten von der Hand in den Mund. Selbst für angemessene Kleidung ihrer Kinder für die Erstkommunion und für Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke fehlten die finanziellen Mittel. Diese Aufgabe übernahmen die Elisabethfrauen, was aus den Statuten des Gründungsprotokolls des Elisabethvereins hervorging, welches die Vorsitzende Frau von Petersdorf und die Schriftführerin Fräulein Heinze unterzeichneten. Die Elisabethfrauen verstanden sich als "Wohltätigkeitsverein, er soll für die Bedrängten und Hilfe suchenden von nah und fern eine offene Hand haben und mit Wort und Tat freudig helfen". Männer der Gemeinde unterstützten die Frauen, wie das Gründungsprotokoll durch die Nennung der Herren Scheunert und Scholz bestätigte. Die Frauen taten ihre Arbeit ehrenamtlich, denn die Gemeinde, die erst im Entstehen war, lebte von Spenden und hatte kein Einkommen, erhielt auch keine Kirchensteuer von der fürstlichen Regierung.
15.03.1903 Kirchweihe in der Nicolaistraße 4 in Gera
it der finanziellen Hilfe des Bonifatiuswerkes kaufte die römisch-katholische St. Elisabethgemeinde die Schönherrsche Fabrik, eine stillgelegte Weberei, und ließ sie durch den Architekten Rudolf Schmidt in eine neugotische Kirche mit zwei Türmen umbauen. Es entstanden zu dieser Zeit einerseits Gemeinderäume und andererseits Räume für die Konfessionsschule, welche bereits 1898 auf den dort gekauften Grundstück errichtet wurde.
1920 Zur Geschichte der Geraer Katholiken
b 1920 verbesserten sich die Rahmenbedingungen für Katholiken in Gera. Es gab katholische Kirchensteuern und am 24.6.1921 wurde das Bistum Meißen wiedererrichtet. Pfarrer Plewka wurde Erzpriester des Archipresbyterates, welches die thüringischen Gemeinden (Altenburg, Greiz, Schmölln, Rositz, Meuselwitz) des Bistums zusammenfasste und einen Vorläufer des heutigen Dekanates Gera, die St. Elisabeth-Gemeinde, darstellte. Die Stabilisierung des Gemeindelebens in den zwanziger Jahren wurde verdeutlicht durch die Gründung des Kirchenchores "Cäcilia"(1923) und des katholischen Gesellenvereines (1925). Die Weltwirtschaftskrise (1929) mit ihrer nachfolgend hohen Arbeitslosigkeit und die Machtergreifung Hitlers (1933) waren dieser positiven Entwicklung nicht zuträglich. Trotz aller Probleme, wurde 1935 die Kirche renoviert und 1936 mit einem neuen Dach versehen. Die Bekämpfung der katholischen Kirche durch den Nationalsozialismus zeigte sich auch in der Schließung der 1903 gegründeten katholischen Bekenntnisschule am 23.3.1938. Nach dem Tod von Erzpriester Plewka (4.12.1938) wurde am 26.2.1939 Pfarrer Johannes Tenderich eingeführt. Im Laufe des Krieges kommen unzählige Katholiken, Evakuierte, Vertriebene sowie Zwangsarbeiter aus Polen, Frankreich und anderen Ländern nach Gera. Angesichts der allgegenwärtigen Überwachung durch die Gestapo und häufigen Bombenangriffen notiert der Pfarrer 1944: "Nun hebt an ein allem Anschein nach schweres Jahr." Pfarrer und Kaplan leisten in dieser Zeit in der Seelsorge unglaubliches! Am 13.4.1945 wird Gera an amerikanische Truppen übergeben. Diese ziehen am 1.7.1945 ab und die rote Armee rückt ein. Die Gemeinde stand vor großen Herausforderungen, die Pfarrer Tenderich mit den Worten umschreibt: "Großes Leid! Wie soll das enden!? Gott mag sorgen und das Leid segnen zum Frieden!"
1920 Bessere Verhältnisse für die Katholiken
er finanzielle Unterhalt der Gemeinde erwies sich von Beginn an als sehr schwierig. Anträge auf staatliche Beihilfen wurden stets abschlägig beschieden. Entsprechend der reussischen Kirchengemeindeordnung mussten Katholiken sogar zum Unterhalt der evangelischen Landeskirche beitragen. Im Jahr 1919 hatte Gera 73000 Einwohner, wovon knapp 3% katholisch waren. Ab 1920 verbesserten sich die Rahmenbedingungen, es gab es katholische Kirchensteuern und am 24.6.1921 wurde das Bistum Meißen wiedererrichtet. Pfarrer Plewka wurde Erzpriester des Archipresbyterates, welches die thüringischen Gemeinden (Altenburg, Greiz, Schmölln, Rositz, Meuselwitz) des Bistums zusammenfasste und einen Vorläufer des heutigen Dekanates Gera darstellte. Die Stabilisierung des Gemeindelebens in den zwanziger Jahren wird verdeutlicht durch die Gründung des Kirchenchores "Cäcilia"(1923) und des katholischen Gesellenvereines (1925). Die Weltwirtschaftskrise (1929) mit ihrer nachfolgend hohen Arbeitslosigkeit und die Machtergreifung Hitlers (1933) waren dieser positiven Entwicklung nicht zuträglich.

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18.01.2015
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