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Ihre Suche nach Wilhelm erbrachte folgende Ergebnisse.
Zu Ihrem Suchbegriff wurden 23 Artikel ab dem Jahr 2000 gefunden.

29.10.1932 Wilhelm Pieck in Gera
ilhelm Pieck (1876-1960), der spätere erste und auch einzige Präsident der DDR, rief an diesem Tag die Geraer Arbeiter auf einer Massenkundgebung in der Ostvorstädtischen Turnhalle im Geraer Ostviertel zur Einheitsfront gegen den heranwachsenden Nationalsozialismus auf.
1933 Ein Denkmal zog um
m 1. April 1894 war auf dem Geraer Neustadtplatz (vor der Geraer Bibliothek in der Nähe des späteren Puschkinplatzes) ein Denkmal eingeweiht worden, welches man einem Geraer Bürger gewidmet hatte. Die Bronzebüste war ein Abbild des Komponisten und Hofkapellmeister Wilhelm Tschirch (1818 - 1892) und war von Prof. Heinrich Günter gestaltet worden. (Tschirch war kein gebürtiger Geraer.) das Denkmal setzte man im Jahr 1933 in den Stadtpark um. Leider gibt es davon in der Neuzeit nur noch Fotos, da die Büste ihre Bronze wegen eingeschmolzen wurde. Im Zweiten Weltkrieg gab es sogenannte Metallspenden für die deutsche Rüstungsindustrie, wofür neben solchen Büsten auch zahlreiche Glocken aus den Kirchen geholt und zu Kanonen verarbeitet wurden. Einige Geraer Glocken wurden später in Hamburg wiedergefunden und zurückgebracht, das Tschirch-Denkmal war für immer verloren gegangen.
1933 Die Geraer Haftanstalt
ie Nationalsozialistische Diktatur war ein Wechsel vom Rechtsstaat der Weimarer Republik zum Polizeistaat. Die Staatspolizei konnte Leute inhaftieren und in Konzentrationslager bringen. Die Justiz setzte Hitlers Vorstellung von "Recht" um. Die meisten politisch Inhaftierten kamen in Gestapo-Zellen, einige ins Gerichtsgefängnis.Die dafür benötigte Haftanstalt war in den 1870er Jahren in der Geraer Innenstadt im späteren Amthordurchgang errichtet worden.

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01.1933 Nur noch 378 Juden in Gera
m Jahr 1933 lebten 378 jüdische Personen in der Stadt Gera. In den folgenden Jahren danach ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Am 28. Oktober 1938 wurden die in der Stadt zahlreichen sogenannten "Ostjuden" aus allen Stadtteilen abgeholt und zur Ausreise gezwungen. Sie wurden an die deutsch-polnische Grenze transportiert. Beim Novemberpogrom 1938 wurden die beiden Synagogen geschändet und demoliert. Die meisten der jüdischen Männer wurden verhaftet und in das KZ Buchenwald verschleppt. Bis 1939 wurden die letzten jüdischen Geschäfte "arisiert". Für die noch in der Stadt lebenden jüdischen Personen wurden sogenannte "Judenhäuser" eingerichtet. Das Haus der Familie Borenstein in der Schulstraße 16 ( Hußstraße), das Haus der Familie Birnbaum in der Agnesstraße 4 (Gagarinstraße) und das Haus Zschochernstraße 32. 1942 wurden noch 64 jüdische Einwohner gezählt. Die meisten von ihnen wurden bei zwei Deportationen in diesem Jahr in Vernichtungslager verbracht.
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03.1933 Verbot der Jugendweihe
uf Wunsch des Reichsinnenministers Doktor Wilhelm Frick wurde die Jugendweihe in ganz Thüringen verboten.
22.03.1933 Der Wilhelm-Frick-Platz in Gera
er Platz vor dem Südbahnhof wurde in Wilhelm-Frick-Platz umbenannt. Die Nationalsozialisten benannten die deutschen Straßen nach ihren Befehlshabern wie ihn. Wilhelm Frick (12.03.1877-16.10.1946) war am Hitler-Putsch von 1923 beteiligt, und verlor daher seine Stellung bei der Polizei. Er wurde Mitglied der NSDAP, 1928 ihr Fraktionsvorsitzender und Reichstagsabgeordneter. Frick "säuberte" die Thüringische Polizei von Nichtnationalsozialisten und war erster Nazi-Minister einer deutschen Landesregierung. Wegen der begangenen Verbrechen in der Zeit der NS-Diktatur wurde er 1946 zum Tode verurteilt und 16 Tage nach der Urteilsverkündung hingerichtet.
07.04.1933 Das Berufsbeamtengesetz
as Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, kurz Berufsbeamtengesetz, wurde am 7. April 1933 erlassen und erlaubte es den nationalsozialistischen Machthabern, ihnen politisch missliebige und jüdische Beamte aus dem Dienst zu entfernen, was auch in Gera sehr schnell geschah. Zwecke des unter Federführung von Reichsinnenminister Wilhelm Frick veröffentlichten Gesetzes waren die Verwirklichung der rassenpolitischen Ziele der NSDAP und die Gleichschaltung des öffentlichen Dienstes. Menschen jüdischen Glaubens hatten mit diesem unmenschlichen Gesetz einen weiteren Teil ihres Lebens in der deutschen Gemeinschaft verloren. Auch politische Gegner des Nationalsozialismus ("Beamte, die nach ihrer bisherigen politischen Betätigung nicht die Gewähr dafür bieten, dass sie jederzeit rückhaltlos für den nationalen Staat eintreten") sollten in den Ruhestand versetzt oder aus dem Dienst entlassen werden. Ferner sollten Beamte entlassen werden, die nach 1918 in ihren Beruf eingetreten waren, ohne die für die Laufbahn übliche Vorbildung vorweisen zu können. Diese wurden im Sprachgebrauch der nationalsozialistischen Propaganda als "Parteibuch-Beamte" bezeichnet. Das Gesetz wurde durch das alliierte Kontrollratsgesetz Nr. 1 betreffend die Aufhebung von NS-Recht vom 20. September 1945 aufgehoben.
19.04.1933 Vorbereitungen auf den Führergeburtstag
er 44. Geburtstag von Adolf Hitler wurde auch in Gera sehr aufwendig in Szene gesetzt. Bereits einen Tag zuvor zog ein Fackelzug mit mehr als 8.000 Teilnehmern und SS und SA durch die Innenstadt um ihre "Verehrung für den Führer Adolf Hitler Ausdruck zu verleihen". Die "Geraer Nachrichten" berichteten auf gleich vier Seiten von "Der Mann und sein Werk" und die gesamte Stadt war umfangreich beflaggt mit Hakenkreuzfahnen. (Die ersten private Hakenkreuzfahne wurde erst 1937 von Hulda Klotz in der Heinrichstraße gehisst.) Am 20. April, dem eigentlichen Geburtstag Hitlers, fand im Geraer Rathaussaal ein Festakt, sowie eine Festvorstellung im Reußischen Theater statt. Die Stadt Gera ernannte, wie so viele andere Städte und Gemeinden auch, Adolf Hitler, Fritz Sauckel und Dr. Wilhelm Frick zu Ehrenbürgern Geras.
20.04.1933 Zweifelhafte "Ehrenbürger" in Gera ernannt
nlässlich von Adolf Hitlers 44. Geburtstags wurden Hitler und die hochrangigen NSDAP- Mitglieder Fritz Sauckel und Doktor Wilhelm Frick zu Ehrenbürger der Stadt ernannt. Nach dem Ende der Naziherrschaft wurde 1945 diese Entscheidung natürlich umgehend revidiert.
25.04.1933 Ein rassistisches Schulgesetz
as Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen reglementierte die Anzahl der Schüler höherer Schulen und Studenten und berücksichtigte dabei das rassistische Merkmal einer ?nichtarischen? Abstammung. Das Gesetz war vor allem als Teil der antisemitischen Gesetzgebung bekannt. Es führte allerdings auch zu Einschränkungen für Nichtarier und insbesondere für Frauen.
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25.07.1933 Bau einer Umgehungsstraße
n diesem Tag wurde der Bau der Umgehungsstraße in Tinz in Angriff genommen. Die Straße wurde durch den Tinzer Park geführt und schnitt ihn damit optisch in zwei Teile. Drei Jahre später wurde die Umgehungsstraße in "Wilhelm-Gustloff-Straße" benannt.
29.10.1933 Das "Lutherhaus" in Untermhaus
as „Lutherhaus“ der evangelischen Kirchgemeinde in Untermhaus in der Juliot Curie Straße 1a wurde eingeweiht. Es befand zu diesem Zeitpunkt sich am „Wilhelmsplatz“. Der Errichtung des Hauses lag ein Entwurf zugrunde, den die Kirchgemeinde vom Hofbaurat Kurt Jahn erworben hatte. Die Bauausführung lag in den Händen von Architekt Karl Bönert.
1934 Vom Vater auf den Sohn übertragen
r. Wilhelm Ebersbach, Hofkammerpräsident der Fürstlichen Hofkammer in Gera, beendete seine Pachtzeit auf dem Kammergut in Laasen. Nachfolger wurde sein Sohn, Robert Ebersbach, der 1945 das Kammergut in Laasen verließ.
01.07.1934 Der Röhm-Pusch und die Stadt Gera
ls Röhm-Putsch bezeichnete die nationalsozialistische Propaganda die Ereignisse von Ende Juni/Anfang Juli 1934 um die Ermordung Ernst Röhms, des Stabschefs der SA, und weiterer SA-Funktionäre sowie anderer von der nationalsozialistischen Führung als feindlich eingeschätzter Personen. Unter den vermutlich etwa 200 Toten waren unter anderem auch bekannte Persönlichkeiten wie z.B. Kurt von Schleicher, Hitlers Amtsvorgänger als Reichskanzler, und seine Ehefrau. Daneben gab es aufgrund von Verwechslungen auch Zufallsopfer, die zu Hitler und seinem Regime keine nennenswerte Beziehung hatten. Die vor allem auf Betreiben von Hitler und Hermann Göring lange vorbereitete Säuberungswelle wurde durch Kommandos der SS mit Unterstützung durch Gestapo und Reichswehr durchgeführt. Zu Grunde lagen dem Blutbad NS-interne ideologische Differenzen und machtpolitische Spannungen zwischen der SA und Teilen der NSDAP, auf deren Seite Hitler stand.

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17.08.1935 Das Verbot der Freimaurer-Logen
m Juli 1935 lösten sich die drei altpreußischen Großlogen selbst auf, am 8. August 1935 wurde die Schließung aller Logen verkündet. Am 17. August 1935 ordnete Innenminister Frick das Verbot der Freimaurerei in Deutschland an. Viele altgediente Logenhäuser wurden in "Logenmuseen" oder "Freimaurermuseen" umgewandelt, in denen nationalsozialistische Ideologen die Freimaurerei als Grundübel und Zersetzer des deutschen Volkes darstellten. Die Gestapo richtete als Amt IV des Reichssicherheitshauptamtes eine Abteilung "IV B 3 (Sonstige Kirchen, Freimaurerei)" ein. Nach unbestätigten Zahlen sollen von den ca. 80.000 deutschen Freimaurern zweiundsechzig ermordet worden sein, darunter der Politiker Julius Leber, der Gewerkschafter Wilhelm Leuschner und der Publizist Carl von Ossietzky, wobei die hier Genannten nicht wegen ihrer Logen-Zugehörigkeit verfolgt und ermordet wurden, sondern weil sie während der Weimarer Republik zu den profiliertesten politischen Gegnern des Nationalsozialismus gehört hatten. (Der Begriff Freemason (Freimaurer) findet sich das erste Mal in Dokumenten der Kathedrale von Exeter aus dem Jahr 1396. 1495 findet er sich in den Reichsstatuten König Heinrichs VII. 1537 nennt die Gilde in London ihre Mitglieder Freemasons. Dieser Begriff ist vermutlich abgeleitet von der Bezeichnung der Steinbildhauer oder Bauplanern, den freestone-masons; im Gegensatz dazu waren die roughstone-masons eher für die gröberen Arbeiten zuständig.)
03.11.1935 Gedenktafel für Wilhelm Tschirch
m ehemaligen Wohnhaus des Geraer Komponisten Wilhelm Tschirch (geb.08.06.1818 und gest. 06.01.1892), welcher 40 Jahre in Gera gewirkt hatte, am Kornmarkt wurde am 03.11.1935 eine Gedenktafel enthüllt. Sie sollte an Wilhelm Tschirchs Freundschaft zum Dichter Hoffmann von Fallersleben erinnern.
22.02.1936 Die Wilhelm-Gustloff-Straße in Tinz
ie Umgehungsstraße in Tinz, die spätere Siemensstraße, wurde an diesem Tag in "Wilhelm-Gustloff-Straße" benannt. Wilhelm Gustloff (30.01.1895-04.02.1936) war ab 1932 Landesgruppenleiter der NSDAP-Auslandsorganisation in der Schweiz. Er war ein antisemitischer Verbrecher und setzte sich für die Vernichtung der Juden ein. Am 4. Februar 1936 wurde Gustloff von dem jüdischen Studenten David Frankfurter erschossen. 1937 wurde er Namensgeber eines Passagierschiffes, die "Wilhelm Gustloff", welches ausgerechnet an seinem 50. Geburtstag am 30. Januar 1945 auf der Ostsee durch russische Torpedos versenkt wurde. Fast alle 9000 Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten, welche auf dem Schiff in Richtung Westen unterwegs waren, kamen ums Leben.
26.04.1936 Ein Prinz und die Nationalsozialisten
n einem Brief an die Königin der Niederlande, Wilhelmina Prinzessin von Oranien-Nassau und Königin von 1890-1948 (geb. 31.08.1880- gest.28.11.1962), setzte sich  Heinrich XXXIII. Prinz Reuß für den Nationalsozialismus ein, legte seine Gründe schriftlich dar und erklärte seine Unterstützung. Gleichzeitig trat auch seien antisemitische Gesinnung deutlich hervor.
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11.08.1936 Ringer Kurt Hornfischer
ie Stadt Gera ehrte den Ringkämpfer Kurt Hornfischer mit der „Goldenen Stadtmünze“. Er hatte während der in Berlin ausgetragenen Sommerolympiade die Bronzemedaille im Schwergewichtsringen erkämpft.
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02.10.1936 Walter Vitt geboren
alter Vitt aus Gera ist ein deutscher Journalist, Kunstschriftsteller und Ausstellungskurator. Er initiierte in Köln ein fortlaufendes Mahnmal zur Bücherverbrennung. Außerdem ist er Ehrenmitglied des Internationalen Kunstkritikerverbandes. Nach dem Abitur 1957 am Braunschweiger Wilhelm-Gymnasium studierte er von 1957 bis 1963 in Münster Germanistik, Publizistik, Geschichte und Philosophie. Dort wirkte er von 1958 bis 1961 als Chefredakteur der Studentenzeitung "Semesterspiegel". Es folgte von 1961-1963 eine Tätigkeit als Regional-Reporter im WDR-Büro Münster und anschließend bis 1998 als politischer Redakteur beim WDR in Köln. Zwischen 1989-1998 arbeitete er dort als stellvertretender Nachrichtenchef Hörfunk und als Kunstbeauftragter des Senders. Anfang der 1980er Jahre wurde Walter Vitt zum ersten hauptamtlichen Ausbildungsbeauftragten für die Programme des Senders WDR bestimmt. Betriebspolitisch war er in den frühen 1970er Jahren Mitglied des Redakteursausschusses und von 1983-1987 für den DJV Personalratsmitglied. 1978 nahm Vitt einen Lehrauftrag für Rundfunkpraxis an der Universität Münster an, den er bis 1996 innehatte. Weitere Lehraufträge an den Universitäten Bochum (1981), Dortmund (1984-1988), Siegen (1985/86) und Mainz (2000) folgten. 1994-2004 war der Journalist Mitglied des Kunstbeirats der Stadt Köln. Der Kunstkritiker initiierte 2001 in der Kölner Südstadt vor der "Alten Universität" (Claudiusstraße/am Römerpark) das Projekt eines sich fortentwickelnden Bodendenkmals "Namen der Autoren" zur Erinnerung an die Bücherverbrennung während der Zeit des Nationalsozialismus (in Köln erst am 17. Mai 1933) am gleichen Ort. Dieses Mahnmal wird unter weiterer Betreuung von Vitt im Zweijahres-Rhythmus von Kölner Auszubildenden des Steinmetz-Handwerks fortgeschrieben (zuletzt 2010). 2005 startete er zusammen mit Michael Zepter eine erfolgreiche Unterschriften-Aktion gegen den Abriss des denkmalgeschützten Kölner Opernhauses, eines Riphahn-Baues der 1950er Jahre. Zunehmend verlagerte Walter Vitt seinen beruflichen Schwerpunkt auf die Kunstkritik. Seit 1978 Mitglied der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes (AICA), wurde er 1986 zum Sekretär der AICA gewählt, anschließend war er von 1989 bis 2008 Präsident des Verbandes. Seit seinem Ausscheiden aus der aktiven Mitarbeit ist er Ehrenmitglied der AICA. Vitt ist Gründer und Herausgeber einer inzwischen 20-bändigen AICA-internen Reihe "Schriften zur Kunstkritik" (1993-2010) sowie des Jubiläumsbandes "Vom Kunststück, über Kunst zu schreiben" 50 Jahre AICA Deutschland" (2001). Als Kurator verantwortete er etwa 40 Ausstellungen mit Werken moderner und zeitgenössischer Künstler. Vitt entwickelte für die Gemeinde St. Maternus in Köln, Neustadt-Süd bzw. für das Kölner Dominikanerkloster Heilig Kreuz seit den 1990er Jahren ein Programm zur Heranführung der Mitglieder von Kirchengemeinden an die Ästhetik der Moderne. Lyrischen Grotesken zugeneigt, richtete er 2009 online die Mitmach-Website www.forstlyrik.de ein; damit erinnert Vitt an die von ihm zusammen mit Eckehard Munck und Hendrik W. Höfig Anfang der 1960er in Münster entwickelten Hirsch-Gedichte, die sie damals mit Illustrationen von Robert Eid unter den erfundenen Herausgeber-Namen Hieronymus Hörnle und Hubertus Röhrer herausgaben. (Stand Juni 2011)
01.01.1937 50-Jahre Turnerbund
as 50-jährige Bestehen des Turnerbundes Hermsdorf wurde im Januar 1937 begangen. In diesem Jahr lebten noch folgende Gründungsmitglieder: Louis Serfling - Richard Bauer - Traugott Hänseroth - Richardt Eckardt - Wilhelm Plötner - Hermann Wötzel - Louis Häußler - Emil Opel - Julius Fischer - August Klaus (Burg Rabis) - Louis Riedel (Altenburg) Emil Schütze (Niederndorf) - Richard Vogel (Riesa). Der Verein hatte im Jubiläumsjahr 395 Mitglieder.
05.02.1937 Die Seydlitzstraße in Gera
ie "Seydlitzstraße" in Gera wurde nach dem bekannten Reitergeneral Friedrich Wilhelm von Seydlitz (03.02.1721-08.11.1773) benannt. Er war einer der bedeutendsten Kavallerieführer Preußens. Als er am 18. Juni 1757 von König Friedrich II. zum Generalmajor befördert wurde, war er mit gerade einmal 36 Jahren der jüngste Befehlshaber einer Kavallerie. Am 5. November 1757 entschied er die Schlacht bei Roßbach für die Preußen gegen die Franzosen. Kurz danach wurde er vom König sogar zum Generalleutnant gemacht.
19.07.1937 Thomas Ammer geboren
homas Ammer ist ein deutscher Historiker und DDR-Oppositioneller. Als Mitbegründer des Eisenberger Kreises wurde er 1958 zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt und 1964 von der Bundesrepublik freigekauft. Seine Eltern waren Inhaber eines Handwerksbetriebs zur Herstellung historischer Tasteninstrumente. Sein Vater, der ab 1943 Verbindungen zum kommunistischen Widerstand unterhielt und 1945 der KPD beitrat, verstarb im Januar 1946. Als im Frühjahr 1953 mehrere Schüler auf Grund ihrer Mitgliedschaft in der Jungen Gemeinde von der Eisenberger Oberschule verwiesen wurden, geriet Ammer, bis dahin FDJ-Sekretär seiner Klasse, in innere Opposition zum SED-Staat. Er und weitere Schulkameraden setzten sich erfolglos für den Verbleib der verwiesenen Schüler ein.

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04.09.1937 Die Kapelle der HESCHO
n den Tagen 04. September 1937 und 01.05.1938 wurde in der "HESCHO Gemeinschaft", Werkszeitung der HESCHO Hermsdorf (HErmsdorf-SCHOmburg-Isolatoren-Gesellschaft), die damalige Werkskapelle abgebildet. Mitglieder waren zu dieser Zeit: Fritz Härtl -Taktstock - Brennmeister, Walter Schmidt - Flügelhorn - Ofenmaurer, Kurt Braak - Flügelhorn - Muffelbrenner, Hans Thomä - Trompete - Calitfüller, Otto Kämpf - Trompete - Kerbkonus-Anteilung, Ernst Pressler - Trompete - Chamotte-Mühle, Willy Greim - 1.Bass-Klarinette - Vorbrenner-Porzellan, Hugo Reinhardt - Bass-Klarinette - Maurer Handlanger, Kurt Neubauer - Es-Klarinette - Schleiferei-Sieler, Alfred Hüttich - Flöte - Schleifer-Helffrich, Kurt Illing - Oboe und Lyra - Musterfüller-Calit, Wilhelm Hubara - 1. Tenorhorn - Schleiferei-Sieler, Alois Zaus - 2. Tenorhorn - Schleiferei-Montage, Kurt Stengel - 1. Posaune - Vorbrenner-Calit, Hugo Eichhorn - 2. Posaune - Schleifer-Helffrich, Otto Plötner - Bariton - Massekeller-Diener, Willy Büchner - 1. Bass - Versuchsfeld, Willy Triebe - 2. Bass - Vorbrenner-Calit, Lindor Mann - 1. Waldhorn - Kondensatoren-Montage, Otto Bernhold - 2. Waldhorn - Versuchsfeld Richard Patzer - 3. Waldhorn - Kondensator-Abteilung, Hans Eschert - kleine Trommel - Stanzer, Alfred Schubert - große Trommel und Flöte - Stanzer.
07.10.1937 Hans Schmigalla geboren
eboren wurde Hans Schmigalla in Ohlau (Schles. / Olawa, Polen), sein Vater war ein Angestellter. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 siedelte seine Familie um und er absolvierte seinen Schulbesuch in Gardelegen, wo er auch 1956 sein Abitur machte und anschließend praktische Tätigkeiten in verschiedenen Maschinenbaubetrieben annahm. Dann folgte ein Studium als technischer Betriebswirt im Maschinenbau an der TU (Technische Universität) Dresden, wo er im Jahr 1961 seinen Abschluss als Diplomingenieurökonom machte. Im Jahr 1962 trat er der SED bei, wurde in den Jahren von 1962 bis 1969 Assistent an der TH "Otto von Guericke" Magdeburg, dort promovierte er 1966 mit der Arbeit "Methoden zur Vorausbestimmung des wirtschaftlichsten räumlichen Strukturtyps und zur optimalen Gestaltung räumlichen Strukturen der spanenden Fertigung" und im Jahr 1969 wurde er facultas docendi für das Lehrgebiet Betriebsgestaltung. Ebenfalls ins Jahr 1969 fiel, dass er Dozent an der FSU (Friedrich-Schiller-Universität) Jena wurde, dort im Jahr 1972 die Promotion B mit der Studie "Über einige Tendenzen und Voraussetzungen der Automatisierung der Betriebsprojektierung" erhielt und ab 1972 ordentlicher Professor für Technologie (Betriebsgestaltung) wurde.

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18.01.2015
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