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05.05.1894 Franz Stephan geboren
er gebürtige Schlesier siedelte erst 1918 nach Gera über. Er war gelernter Schriftsetzer und arbeitete bei der "Geraer Zeitung". Der Unterbezirksleiter der KPD floh in Androhung eines Hochverratsprozesses in die Sowjetunion und nahm die Staatsbürgerschaft an. Während der Arbeit für eine deutschsprachige Zeitung kam er im Jahr 1936 in Odessa ums Leben. Wann genau, wo und wie??? Im Geraer Neubaustadtteil Lusan wurde eine Straße nach ihm benannt.
11.05.1894 Aus dem Hermsdorfer Gemeinderat
n einer Sitzung des Gemeinderates in Hermsdorf wurde an diesem Tag über folgende Themen verhandelt: 1.) Kosten der neu angelegten Straße hinter der Kirche in der Kinderheimgasse. 2.) Die Modalitäten zum Aufrichten eines Baumes am 3. Pfingstfeiertag, welcher im Vorjahr nicht von der Burschenschaft, sondern von Männern des Ortes gesetzt wurde. Diese hatten sich rechtswidrig den Mutzertrag (Erlös aus gebratenem Schwein - daraus wurde später der Mutzbraten) "einverleibt". 3.) Kosten des Waisenkindes Friedrich Otto Volk, geboren 02.01.1881, welches ein Verwandter Friedrich Ziche in Muntschütz in Erziehung hatte und dafür aus der Gemeindekasse 60 M erhielt. Dies soll fortan nicht mehr ausgegeben werden, da in diesem Alter das Kind billiger untergebracht werden könnte.
06.1894 Das Gewerbegericht
m Sommer des Jahres 1894 wurde in der Stadt Gera das erste gemeinsame Gewerbegericht eröffnet. Die Landesherrschaft und die Stadt Gera sahen übereinstimmend eine Notwendigkeit in dieser Maßnahme.
15.06.1894 Die katholische Gemeinde St. Elisabeth
n diesem Tag übergab Heinrich XXVII Reu&szlig; jüngere Linie die Bestätigung und Verleihungsurkunde für die römisch-katholische Gemeinde in Gera. Eine der Bedingungen seinerzeit war allerdings, dass die Pfarrei zu Sachsen gehören sollte, zum später das Bistum Dresden-Mei&szlig;en. Die Geraer Gemeinde gab sich den Namen der heiligen Elisabeth von Thüringen (1207-1231). Der erste katholische Pfarrer der Pfarrei von St. Elisabeth war der Pfarrer Wilhelm Bange.
18.06.1894 Die Kirchengemeinde
ie Römisch Katholisch Kirchengemeinde Gera wurde von der Landesherrschaft bestätigt. Sie unterstand dem Apostolischen Vikariat Dresden.
15.08.1894 Nur für die Steuern errichtet
n diesem Sommertag wurde in Gera am Güterbahnhof der Stadt das neue Hauptsteueramtsgebäude bezogen. Es war die oberste Steuerbehörde der Stadt Gera und regelte alle anfallenden Steuerangelegenheiten übergeordnet.
23.09.1894 Die Altenburger Straße
eit dem Jahr 1699 hieß die bekannte Geraer Straße noch "Straße nach Altenburg", was an ihre Lage und Richtungsführung in der Stadt erinnerte. Nun wollte man es etwas kürzer machen und nannte sie schlicht in "Altenburger Straße" um. Vom 21. April 1966 bis 1. März 1991 war es die Otto-Grotewohl-Straße.
28.09.1894 Das neue Realgymnasium
m Jahr zuvor hatte man den Grundstein für das von der Geraer Familie Schlutter gestiftete Realgymnasium in der Blücherstraße (später die Kurt-Keicher-Straße) gelegt. Nun wurde der Bau eingeweiht. Die Baukosten wurden mit 286.000 Mark angegeben. Die Grundfläche des Gymnasiums betrug seinerzeit 5.300 Quadratmeter.
17.10.1894 Paul Fischer geboren
eboren wurde er am 17. Oktober 1894 in Hohenmölsen/Kreis Gera als Sohn eines Fabrikarbeiters. Er war zunächst Rechtsanwaltsgehilfe in Weida und lie&szlig; sich anschlie&szlig;end beim Deutschen Schulschiffverein in Elsfleet bei Bremen ausbilden, um die Offizierslaufbahn einzuschlagen. Von 1910 bis 1914 diente er als Leichtmatrose bei der Handelsflotte, 1914 wurde er zur Kriegsmarine eingezogen, er gehörte zu den Kieler Matrosen, die 1917 meuterten, und wurde deshalb im Juli 1917 zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, blieb bis zum Revolutionsausbruch in Siegburg und Bremerhaven eingesperrt. Seit 1917 in der USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands), von November 1918 bis Februar 1919 war er Redakteur der "Reu&szlig;ischen Volkszeitung" in Greiz, danach erwerbslos bzw. Notstandsarbeiter. Im März 1920 wurde er militärischer Leiter der Arbeiterwehr in Greiz. Von 1922 bis 1924 arbeitete Paul Fischer als Weber, kam 1923 in die BL Thüringen und war dort auch Leiter der Nachrichtenabteilung.

Zusatzinformationen
28.10.1894 Karl Friedrich Stellbrink geboren
arl Friedrich Stellbrink (geb. am 28.10. 1894 in Münster, verst. am10. November 1943 in Hamburg) war ein evangelisch-lutherischer Pastor. Er wurde als einer der Lübecker Märtyrer hingerichtet. Er war das zweite Kind des Oberzollsekretärs Karl Stellbrink und seiner Frau Helene Kirchhoff. Ab 1904 besuchte er das humanistische Gymnasium Leopoldinum (Detmold), dann wechselte er nach Spandau und verlie&szlig; 1913 nach der Mittleren Reife die Schule. Nach erfolgloser Bewerbung an der Kunstakademie in Düsseldorf wandte er sich der Theologie zu. 1913 trat er in das altpreu&szlig;ische landeskirchliche Diaspora-Seminar in Soest ein, das speziell für den Dienst im Ausland vorbereitete. Der Erste Weltkrieg verzögerte seine Ausbildung. Im Februar 1915 wurde er als Soldat eingezogen und kam an die Westfront, wo er am 14. Januar 1916 so schwer verwundet wurde, dass die linke Hand versehrt blieb. Als „50 % kriegsversehrt“ wurde Stellbrink am 1. Oktober 1917 aus dem Kriegsdienst (Heerdienst) nach Berlin entlassen. Hier leistete er soziale Arbeit für die Kirche und einen Kinderrettungsverein, leitete einen Männer- und Jünglingsverein und bereitete sich auf seine Reifeprüfung vor. Das Abitur bestand er am 31. März 1919; ein Jahr später legte er die Abschlussprüfung am Predigerseminar Soest ab. Für ein knappes Jahr kam er nun als Vikar nach Barkhausen im Synodalbezirk Minden. Am 5. März 1921 heiratete er die Lehrerin Hildegard Dieckmeyer. Kurz danach empfing er in Witten die Ordination für das geistliche Amt in Übersee. Einen Monat später wurde er mit seiner Frau nach Brasilien entsandt. Stellbrink trat in Rio Grande do Sul seinen Dienst als Pastor deutscher Siedler an. Die Familie blieb acht Jahre in Brasilien; ihre drei Kinder wurden dort geboren. Stellbrink war schon zu dieser Zeit Mitglied in mehreren völkischen Organisationen, unter anderem im Alldeutschen Verband. Im Sommer 1929 beschloss er nach einem Urlaub in der Heimat nicht nach Brasilien zurückzukehren, sondern sich in Deutschland um eine Pastorenstelle zu bewerben. Nach einem Examen (das für ihn als Nicht-Volltheologen nötig war), wurde er 1930 Pfarrer in Steinsdorf, zwischen Gera und Weida, in Thüringen. Einige Gemeindeglieder beschwerten sich schriftlich über Stellbrinks „herrisches Wesen“ und seine „politisierenden Reden“. Stellbrink ergriff offen Partei für die NSDAP und die Deutschen Christen und vertrat nach Ansicht von Hansjörg Buss ein „völkisch-rassistisches Weltbild“. Stellbrink gehörte dem stark völkisch geprägten Bund für Deutsche Kirche an, der als „evangelische Bruderschaft mit stark nationalem Charakter“ charakterisiert wird. In einem biografischen Artikel hei&szlig;t es: „National gesonnen und gesellschaftspolitisch engagiert, hatte Stellbrink nach seiner Rückkehr aus Brasilien gro&szlig;e Sympathie für Hitler und die NSDAP“. 1933 trat Stellbrink der NSDAP bei.

Zusatzinformationen
02.11.1894 Das neue Schlachtgesetz
chon 1882 war in Gera ein Schlachthaus eingerichtet worden. An diesem Tag nun wurde durch ein Ortsstatut für die Stadt Gera der Schlachtzwang auf Grund eines Gesetztes ausschließlich für den Geraer Schlachthof festgelegt.
12.11.1894 Der Standpunkt der Landesgrenzsteine
er Großherzogliche Bezirksdirektor aus Neustadt an der Orla schrieb an die Gemeinde Thränitz folgende wichtige Zeilen. "Da durch die Anlegung eines Grabens direct an der Landesgrenze die Standpunkte der Landesgrenzsteine gefährdet werden und auch das Nachrutschen des Erdreiches von dem jetzigen Areale zu erwarten ist, so kann ich von meiner früheren Anordnung, dass der vom Gutsbesitzer Franz Hemmann in Thränitz an der Altenburgischen Landesgrenze angelegten Graben wieder beseitigt, oder ½ m von der Landesgrenze entfernt verlegt werde, nicht abgehen und weise ich den Gemeindevorstand in Thränitz auf meinen Bericht vom 18. v. Monats hiermit an, solches dem p. Hemmann zu eröffnen und demselben aufzugeben, nunmehr nachdem die von ihm erbetene Frist von 3 Wochen abgelaufen ist, meiner obengedachten Anordnung alsbald nachzukommen." (Beamtendeutsch hat, wie das Beispiel hier sehr gut verdeutlicht, eine lange Tradition.)
07.12.1894 Franz Westhoven geboren
ranz Westhoven trat am 3. Juli 1913 als Fahnenjunker in das Königlich Preußische Heer ein. Am 22. März 1918 wurde er zum Oberleutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurde er mehrmals verwundet. was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Silber widerspiegelte. Nach dem Krieg wurde er als Oberleutnant mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 als Eskadronoffizier im Reiter-Regiment 13 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in das 13. (Preuß.) Reiter-Regiment übernommen. Am 16. Juni 1923 wurde er dann für über drei Jahre zum Regimentsadjutant vom 13. (Preuß.) Reiter-Regiment in Hannover ernannt. Als solcher wurde er zum 1. April 1926 zum Rittmeister befördert. Mitte August 1930 wurde er dann für die nächsten Jahre als Adjutant zur Kavallerieschule Hannover versetzt. Am 1. Januar 1934 wurde er dann in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann im Heeres-Personalamt (PA) eingesetzt. Bei Beginn des Krieges wurde er dann als Staffelleiter im Heeres-Personalamt (HPA) vom OKH eingesetzt. Zum 1. November 1939 wurde er zum Oberst befördert. Ende Oktober 1940 wurde er dann als Nachfolger von Oberst Hermann Balck zum Kommandeur vom Geraer Schützen-Regiment 1 in Ostpreußen ernannt. Ende Dezember 1941 gab er sein Kommando über das Schützen-Regiment 1 im Mittelabschnitt der Ostfront an Oberst Knopff ab. Zum 1. Februar 1942 wurde er dann als Nachfolger von Generalmajor Ulrich Kleemann zum Kommandeur der 3. Schützen-Brigade ernannt. Am 9. Juli 1942 wurde ihm für seinen persönlichen Einsatz auch das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Bei der Umbenennung seines Stabes wurde er dann im Juli 1942 zum Kommandeur der 3. Panzer-Grenadier-Brigade ernannt. Als solcher wurde er zum 1. August 1942 zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er zum 1. April 1943 zum Generalleutnant befördert. Ende Oktober 1943 gab er sein Kommando über die Division an Generalmajor Fritz Bayerlein ab und wurde dafür in die Führerreserve versetzt. Dabei wurde ihm am 25. Oktober 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Unter Beibehaltung seiner bisherigen Stellung wurde er am 1. Februar 1945 auch zum Kommandeur der Schulen der Panzertruppe ernannt. Er verstarb am 9. Oktober 1983 in Hamburg.
22.12.1894 Die Gemeinderatsergänzungswahl in Thränitz
n diesem Tag fand im "Blumentritt´schen Lokal" in Thränitz die Gemeinderats-Ergänzungswahl statt. Zu Gemeinderatsmitgliedern für die Jahre 1895, 1896, 1897 und 1898 wurden Franz Thalemann mit 36 Stimmen, Heinrich Blumentritt mit 23 Stimmen und Hermann Zeidler mit 31 Stimmen gewählt.
23.12.1894 Tod eines Gastwirtes
er Thränitzer Gastwirt Louis Gruner kam an diesem Tag kurz vor dem anstehenden Weihnachtsfest auf tragische weise zu Tode. Auf dem Nachhauseweg von seiner Wirtsstube war er in eine offensichtlich schlecht gesicherte und unbeleuchtete Sandgrube gestürzt und hatte sich schwere Verletzungen zugezogen. Als man ihn fand konnte nur noch der Tod des Wirtes festgestellt werden. Ob überreichlicher Alkoholgenuss mit ursächlich war für die Tragödie wurde nicht überliefert. Seine Witwe bemühte sich kurz nach dem Beginn des neuen Jahres beim gro&szlig;herzoglichen Bezirksdirektor um die Genehmigung zur Weiterführung der Lokalität.

24.12.1894 Die Louis Schlutter Straße in Gera
u finden war die Straße zwischen der Heinrichstraße und der De-Smit-Straße und wurde nach dem Kommissionsrat Louis Schlutter (07.03.1825-09.06.1904) benannt. Schlutter hatte am 29. September 1894 das städtische Realgymnasium (später Schillerschule) in der Kurt-Keicher-Straße gestiftet. Durch den all zu frühen Tod der Kinder des Ehepaar Schlutter stifteten beide ihr Vermögen auf Anraten von Dr. Clemens Weisker auch zum Bau und zur Unterhaltung eines allgemeinen Krankenhauses für die Landgemeinden des unterländischen Bezirkes. Daraus entstand die Milbitzer Heilanstalt.
31.12.1894 Die Wiederwahl in Thränitz
er bisherige Thränizer Bürgermeister wurde an diesem Tag auch der neue Bürgermeister des Ortes, denn bei der Wiederwahl von Hermann Hemman handelte es sich um eine reine Formsache. Auch sein Stellvertreter Franz Peukert wurde wieder im Amt bestätigt.
1895 Der "Theaterprinz"
n diesem Jahr wurde Heinrich XLV. Gera-Reu&szlig; jüngere Linie geboren. Dieser verschaffte dem Geraer Theater wie kein anderer der Fürsten durch sein Tun eine hervorragende Reputation in den Jahren 1920-1945. Durch ihn gingen auf Schlo&szlig; Osterstein Komponisten wie Alban Berg ein und aus.
1895 Das Roschützer Rittergut
n diesem Jahr erwarb der Geraer Webereibesitzer Kommerzienrat Ernst Meyer das Roschützer Rittergut und Ließ Anfang des 20. Jahrhunderts auf der Höhe ein Jagdhaus errichten.
1895 Der neue Direktor des Theaters
ieben Jahre vor der Eröffnung der neuen Geraer Theaters wurde der Direktor des Kulturtempels, Georg Kurtscholz, schon nach Gera berufen. Er leitete so lang das alte Haus am späteren Puschkinplatz.
1895 Ein neuer Intendant am Theater
n diesem Jahr wurde Georg Kurtscholz zum Intendanzrat an das Geraer Theater berufen. Seine Amtszeit endete im Jahr 1908.
1895 Der erste Radfahrerclub
as Fahrrad war schon längere Zeit erfunden und es gab schon die ersten Rundfahrten auf dem Rad, da gründete sich in der Stadt Gera der erste Radfahrerclub. Sie waren zu dieser Zeit noch wirkliche Exoten auf der Straße, welche noch von den Pferdekutschen beherrscht wurde. Erst 8 Jahre später startete die erste "Tour de France" mit ihrem ersten Sieger Maurice Garin, welcher schon vor der Jahrhundertwende die dann späteren "Klassiker" gewonnen hatte und als "Radsportidol" bekannt war.
1895 Der Geraer Wirtschaftsfaktor Textilindustrie
<b>ut 13.000 Menschen in Gera fanden in diesem Jahr Arbeit in der Textilindustrie. Es gab mehr als 10.000 Webstühle in der Stadt. Neben den verschiedenen Webereien verzeichneten vor allem die Bereiche der Textilveredelung, wie Färbereien, Druckereien und Appreturanstalten ein überdurchschnittliches Wachstum.
1895 Ein leistungsstarker Textilbetrieb
er Geraer Textilbetrieb von Louis Hirsch veröffentlichte seine Beschäftigungszahlen. Der Betrieb war seit 1871, da waren dort 660 Arbeiter beschäftigt, enorm gewachsen und hatte 1.400 Geraer in Lohn und Brot.
1895 Eine neue Kanzel für die Kirche in Weißig
n der Amtszeit des Weißiger Bürgermeisters Eduard Geßner, von 1886-1920, gab es viele Aktivitäten im Ort. In diesem Jahr stiftete der Bürgermeister der Weißiger Kirche eine neue Kanzel, einen Altar sowie eine Taufsteinbekleidung. Mit weiteren 23 Gemeindemitgliedern spendete Arthur Geßner, der Vater des Bürgermeisters, einen neuen Glockenturm und eine neue Glocke.
1895 Nie allein im Verein
ereinsgründungen hatten in der Stadt Gera Hochkonjunktur. Fast jeder fühlte sich in irgend einer Form einem Verein verbunden. Ob im Garten- Schieß-, oder Karnevalverein, man war dabei. In diesem Jahr bestanden in Gera immerhin 57 Vereine.
1895 Die Dammstraße
ie in diesem Jahr angelegte "Dammstraße" führte zum Bahndamm und erhielt daher ihren Namen. Im Jahr 1909 wurde der Eisenbahndamm, Zwischen dem "Comma" und dem Etablissement "Heinrichstraße" höher gelegt und damit die Heinrichstraße unmittelbar vor der Heinrichbrücke überbrückt. Später war es dann die "Sommerbadstraße".
1895 Georg Hirsch und der Alpenverein
er Bau der "Geraer Hütte" in Tirol in diesem Jahr durch die Sektion Gera des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins wurde durch den Geraer Industriellen Georg Hirsch in gro&szlig;zügiger Weise unterstützt. Georg Hirsch war in jüngeren Jahren ein begeisterter Hochtourist.
1895 Innerstädtische Veränderungen
n diesem Jahr wurde die innerstädtische Burggasse verbreitert und das schmale Rundgässchen dahinter, das zu dieser Zeit bekannte Siedelhofgässchen, beseitigt.
1895 Die Dammstraße in Gera
ie Dammstraße war "Am Sommerbad" zu finden. Die 1895 angelegte Straße führte zum Bahndamm und erhielt danach ihren Namen. Im Jahr 1909 wurde dann der Eisenbahndamm höher gelegt und damit die Heinrichstraße kurz vor der Heinrichbrücke zwischen "Comma" und "Bergarbeiterclubhaus" überbrückt.
1895 Die Flurstraße
m Geraer Industrie-Stadtteil Debschwitz entstand ab der Wiesestraße und bis zur Rathenaustraße die Flurstraße. Die 1895 auf freier Feldflur angelegte "Flurstraße" erhielt ihren Namen nach ihrer Lage und war demnach die erste Straße in dieser Gegend des Stadtteils.
1895 Die Loreystraße in Gera
n diesem Jahr wurde die aus der Stadt nach Norden führende Straße in "Nordstraße" benannt. 1909 bekam sie den Namen von Adolf Lorey (27.09.1813-25.11.1877), einem Theologen und studierten Sprachforscher. Ab 1850 war Adolf Lorey auch Landtagsabgeordneter und Lehrer für Literaturgeschichte am Hof in Weimar.
1895 Die Geraer Milchstraße
n diesem Jahr erwarb der Geraer Kommerzienrat Ernst Meyer das Roschützer Rittergut und ließ an Stelle der alten Schäferei ein neues Herrenhaus und moderne Wirtschaftsgebäude errichten. Hier betrieb Ernst Meyer eine große Milchwirtschaft. Er ließ seine Milch in einer modernen Anlage sterilisieren, in Flaschen abfüllen und auf Spezialwagen in die Stadt fahren. Daher hieß dann auch die zum Rittergut führende Straße im Volksmut die "Milchstraße". Diese Bezeichnung wurde später bei der offiziellen Benennung mit übernommen.
1895 Der Parkweg in Roschütz
n diesem Jahr erwarb der Geraer Webereibesitzer Kommerzienrat Ernst Meyer das Roschützer Rittergut mit den noch verbliebenen alten Gebäuden einschließlich der Kemenate neben der Porzellanfabrik sowie die dazugehörige Schäferei, welche sich in der Nähe der Massebrüche befand. Ernst Meyer ließ die alte Schäferei abreißen und an ihrer Stelle ein komfortables Herrenhaus bauen. 1915 wurde der Park des Rittergutes ausgebaut, was schlussendlich zur Benennung des "Parkweg" führte.
1895 Vom Websaal zum Gotteshaus
in Verein aus katholischen, in die ehemalige Industriemetropole Gera eingewanderten Arbeiter vornehmlich der Textilbranche, kauften in diesem Jahr einen einstigen Websaal in der Nicolaistra&szlig;e gegenüber des Botanischen Gartens und durften ihn nach langen und zähen Verhandlungen mit der Regentschaft des evangelischen Fürstentums Reu&szlig; ab dem Jahr 1903 als katholische Kirche nutzen. Hundert Jahre wurde der Bau genutzt, bis er zu eng wurde und 2010 der Abrissbirne zum Opfer fallen sollte.
1895 Die Entwicklung der Einwohnerzahl
ieder war Gera in 10 Jahren um viele Einwohner angewachsen. Fast 10.000 Menschen mehr hatten seit 1885 in Gera eine Heimat gefunden. Schuld daran war vor allem die technische Entwicklung und die Industrialisierung, welche den Menschen Arbeit, Lohn und Brot brachte. Gera hatte nun 43.544 Einwohner.
1895 Die Villa Brehme
ie Stadt Gera erlebte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts und der damit verbundenen Einführung der Dampfmaschine als Atriebskraft eine fast einzigartige Blütezeit. Das erhöhte die Möglichkeiten der industriellen Produktion und innerhalb weniger Jahre entwickelte sich Gera zum Zentrum der nordeuropäischen Stoff- und Tuchindustrie. Die Stadt teilte sich mit Krefeld den Titel "Reichste Stadt Deutschlands". Diese Blütezeit endete mit dem Zweiten Weltkrieg und der nachfolgenden DDR-Zeit. Geblieben sind Hunderte von repräsentativen Stadtvillen, in denen sich der große Wohlstand, aber auch der sehr hohe Anspruch der Bauherren in Stil, Bauweise und Bauästhetik widerspiegeln. In diesem Jahr wurde die Villa Brehme errichtet.
1895 Die Villa Haller
ie Stadt Gera erlebte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ungeahnt eine fast einzigartige Blütezeit der textil-industriellen Entwicklung und des Maschinenbaus, welche die Türen zu den europäischen Handelsmärkten weit öffneten. Innerhalb weniger Jahre, ab etwa 1852 entwickelte sich die Stadt zu dem Zentrum der nordeuropäischen Stoff- und Tuchindustrie schlechthin und teilte sich mit der Stadt Krefeld den Titel "Reichste Stadt Deutschlands". Diese Blütezeit endete leider mit dem Zweiten Weltkrieg recht abrupt und der nachfolgenden DDR-Zeit blieb die Wirtschaft an den Plänen des eingeführten Sowjet-Sozialismus hängen. Geblieben sind den Geraer Bürgern Hunderte von repräsentativen Stadtvillen, Landhäuser und Bürgervillen in denen sich der große Wohlstand jener Zeit, aber auch der sehr hohe Anspruch der Bauherren in Stil, Bauweise und Bauästhetik widerspiegeln. In diesem Jahr wurde die Villa Haller errichtet.
1895 Die Villa Richard Koeppe wurde errichtet
era erlebte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine fast einzigartige industrielle Blütezeit in der Textil- und Maschinenbaubranche. Zahlreiche Firmen entstanden, konkurrierten gegeneinander und belebten die Geraer Wirtschaft. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sie sich zum Zentrum der nordeuropäischen Stoff- und Tuchindustrie und teilte sich mit Krefeld den Titel "Reichste Stadt Deutschlands". Diese Blütezeit endete mit dem Zweiten Weltkrieg und der nachfolgenden DDR-Zeit. Geblieben sind Hunderte von repräsentativen Stadtvillen, in denen sich der gro&szlig;e Wohlstand, aber auch der sehr hohe Anspruch der Bauherren in Stil, Bauweise und Bauästhetik widerspiegeln. In diesem Jahr wurde die Villa Richard Koeppe in der Stra&szlig;e des Friedens 104 errichtet.

1895 Die Villa Peitzsch
ie Stadt Gera erlebte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine fast einzigartige Blütezeit und innerhalb weniger Jahre entwickelte sie sich zum Zentrum der nordeuropäischen Stoff- und Tuchindustrie. Sie teilte sich mit der Stadt Krefeld den Titel "Reichste Stadt Deutschlands". Diese Blütezeit endete mit den alliierten Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg und der Kriegsverpflichtung viele Geraer Textil- und Maschinenarbeiter. In der nachfolgenden DDR-Zeit machte die sozialistische Planwirtschaft alle Bestrebungen die der Geraer Wirtschaft wieder zu altem Glanz hätte verhelfen können, zunichte. Geblieben sind Hunderte von repräsentativen Stadtvillen, in denen sich der große Wohlstand, aber auch der sehr hohe Anspruch der Bauherren in Stil, Bauweise und Bauästhetik widerspiegeln. In diesem Jahr wurde die Villa Peizsch errichtet.
1895 Die Villa Sorger
<b>era erlebte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine fast einzigartige Blütezeit. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sie sich zum Zentrum der nordeuropäischen Stoff- und Tuchindustrie und teilte sich mit Krefeld den Titel "Reichste Stadt Deutschlands". Diese Blütezeit endete mit dem Zweiten Weltkrieg und der nachfolgenden DDR-Zeit. Geblieben sind Hunderte von repräsentativen Stadtvillen, in denen sich der große Wohlstand, aber auch der sehr hohe Anspruch der Bauherren in Stil, Bauweise und Bauästhetik widerspiegeln. In diesem Jahr wurde die Villa Sorger errichtet.
1895 Die Villa Uhlmann
<b>era erlebte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine fast einzigartige Blütezeit. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sie sich zum Zentrum der nordeuropäischen Stoff- und Tuchindustrie und teilte sich mit Krefeld den Titel "Reichste Stadt Deutschlands". Diese Blütezeit endete mit dem Zweiten Weltkrieg und der nachfolgenden DDR-Zeit. Geblieben sind Hunderte von repräsentativen Stadtvillen, in denen sich der große Wohlstand, aber auch der sehr hohe Anspruch der Bauherren in Stil, Bauweise und Bauästhetik widerspiegeln. In diesem Jahr wurde die Villa Uhlmann errichtet.
1895 Die Ronneburger Einwohnerschaft
onneburg wurde 1209 als Besitz der Vögte von Weida erstmals erwähnt, gehörte ab 1244 zu Plauen und erhielt 1304 Stadtrecht. 1327 schloss Heinrich von Reuß den Ronneburger Vertrag ab, ein Bündnis mit anderen Vögten gegen die Wettiner. Nach dem darauf folgenden Krieg wurde Ronneburg wettinisches Lehen. Ab 1517 wurde Ronneburg Eigentum der Wildenfelser und ab 1548 kam es zu den Herzögen von Sachsen und 1826 schließlich zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Während der Zeit der DDR gehörte der Ort zum Bezirk Gera. Im Jahr 1895 hatte Ronneburg 6195 Einwohner.
1895 Gera in Zahlen
<b>era gehörte zu dieser Zeit zum Fürstentum Reuß und dessen Landratsamtsbezirk hatte eine Fläche von 284 Quadratkilometern. Es gab 90 Gemeindebezirke, 147 sogenannte Wohnplätze und 92.917 Einwohner (die Stadt Gera selbst hatte nur 43.544 Einwohner), wobei die erstere Zahl sich in 45.080 männliche und 47.837 weibliche aufteilte. Gera war seit 1533 reformiert (evangelisch-protestantisch), daher waren nur 1619 Katholiken und 171 Israeliten (Juden) erfasst. In 7.350 Wohnhäusern der Stadt gab es 21.647 Haushalte und Anstalten.
1895 Die Geraer Industrie in Zahlen
ie Geraer Industrie hatte sich besonders seit dem Jahr 1873 entwickelt und umfasste nun etwa 190 Fabriken mit 227 Dampfkesseln mit zusammen 11.837 Quadratmetern Heizfläche. Die Anzahl der Arbeiter in der Stadt betrug 10.875, wovon 3958 Frauen zu zählen waren. Der industrielle Hauptzweig war die Textilwirtschaft. Dem folgte der Maschinenbau.
1895 Die Untermhäuser Einwohner
ntermhaus gehörte zu dieser Zeit noch nicht amtlich zu Gera, war aber dem Ort schon sehr verbunden. Viele Geraer arbeiteten in Untermhaus und genauso waren Untermhäuser in Gera tätig. Der spätere Stadtteil hatte im Jahr 1895 3939 Einwohner.
1895 Rund um Gera
nterhalb des Schloss Osterstein war Untermhaus mit seinen 3939 Einwohnern als Ort bei Gera zu finden. Neben der bekannten Marienkirche aus dem 15. Jahrhundert war dort eine Porzellanfabrik, eine Brauerei und eine Harmonikafabrik ansässig. In der anderen Richtung war der Marktflecken Langenberg an der Weißen Elster mit 2535 Einwohnern zu finden, wo sich zu dieser Zeit eine Kaltwasserheilanstalt, eine Saline und die chemische Fabrik Heinrichs Hall, seit dem Jahr 1872 eine Aktiengesellschaft, befand. Bei Triebes war die große Geraer Jutespinnerei und eine Weberei und bei Tinz und Pforten waren die Aktienbrauereien tätig.
1895 Die Geraer Hütte in den Alpen
n diesem Jahr errichteten begeisterte Bergsteiger in den Alpen in der Alpeiner Scharte in Tirol die Geraer Hütte. Sie entwickelte sich rasch zu einer viel frequentierten Schutzhütte und wurde daher im Jahr 1934 mit einem aus Stein errichteten Anbau erweitert.
1895 Geboren, verheiratet, verstorben in Gera
m Verlaufe des 19. Jahrhunderts hatte man auch in Gera damit begonnen, statistische Werte zu erheben, um Vergleichszahlen für die Geburten, die Eheschließungen und die städtischen Sterbefälle zu erhalten. Im Jahr 1895 wurden in Gera 1578 Kinder geboren, es wurden zudem 436 Ehen geschlossen und 1048 Menschen verstarben.
1895 Die Villa Brehme in Gera
ür den Bäckermeister und Bauunternehmer August Heinrich Brehme wurde 1895 bis 1897 vom Architekten Fritz Köberlein eine repräsentative Villa in Gera / Debschwitz in der Vollersdorfer Straße 56 erbaut. Sie befindet sich auch in der Neuzeit noch unmittelbar am Waldrand des Hainberges. Der Besitz ging 1909 an den Fabrikanten Friedrich Mey über. Der Fabrikant Wilhelm Hess war 1921 Eigentümer. Ein Teil des Gartengrundstückes wurde Anfang der 1930er Jahre verkauft. Von der Sowjetarmee wurde die Villa 1945 beschlagnahmt. Im Jahr 1947/48 ging die Villa in städtischen Besitz über und später wurde sie vom Gesundheitswesen genutzt. Im Volksmund wurde die Villa Brehme lange Zeit als "Zuckerbäckervilla" bezeichnet.

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18.01.2015
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