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Ihre Suche nach Gärtner erbrachte folgende Ergebnisse.
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1184 Der erste Gartenbau in Gera
us einem quedlinburgischen Abgaberegister ging hervor, dass in diesem Jahr in Gera Hopfen, Erbsen, Mohn und Hirse in gärtnerischen Anlagen gezielt angebaut wurde. Es handelte sich dabei natürlich um die beginnenden landwirtschaftlichen Tätigkeiten im Geraer Gebiet und hatten nichts mit kulturellem Gartenbau zu tun.
1196 Ersterwähnung von Langenberg
ie Chronik des Geraer Stadtteils Langenberg ist hier kurz, aber dennoch ausführlich nachzulesen.
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1203 Erweiterter Gartenbau
ie Abgaberegister an die Landesherren verdeutlichte, wie viele gärtnerische Tätigkeiten in der Gegend um das spätere (25.10.1237 gegründet) Gera zu verzeichnen war. Es wurde Gemüse (Erbsen und Bohnen), Hopfen (für Bier) und Getreide (Hirse) angebaut. Die bäuerliche Landwirtschaft dehnte sich im Geraer Gebiet aus.
1333 Zur Geschichte von Langenberg
angenberg war ursprünglich eine eigene Pflege, zu der über fünfzig Dörfer gehörten und damit einige mehr als zum damaligen Gera. In einer Urkunde von 1333 sind folgende 24 als zu Langenberg gehörend verzeichnet: Söllmnitz, Waswitz, Naundorf, Dorna, Hirschfeld, Bethenhausen, Zschippach, Kulm, Groitzschen, Lauenhain, Cretzschwitz, Negis, Collis, Kaimberg, Pforten, Windischenbernsdorf, Töppeln, Kaltenborn, Harpersdorf, Stublach, Roschütz, Kraftsdorf, Speutewitz und Bartholdisdorf. Die beiden letzteren sind heute Wüstungen, von den anderen gehören mittlerweile 12 zur Stadt Gera, die restlichen liegen im Landkreis Greiz. Kulm fiel in den 1950er Jahren dem Bergbau zum Opfer. Als Ursprung der deutschen Gründung Langenberg gilt eine auf dem Hausberg gelegene Burg mit lang gestrecktem Grundriss, die nach Ernst Paul Kretschmer auch dem Ort ihren Namen gegeben hat – nicht ein langer Berg, wie zu vermuten wäre. Die vermutliche Entstehung Langenbergs als befestigte Militärstation dürfte um 950 liegen. 1060 kam es als Schenkung Kaiser Heinrichs V. an das Bistum Naumburg-Zeitz, später in Meißnischen Besitz. Als Burgwardum Langenberch wird es 1196 zusammen mit einem Burgmann namens Thilo de Langenberc erwähnt, 1238 als Castrum Langenberg in einer Urkunde des Markgrafs Heinrich von Meißen.

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1364 Ersterwähnung von Bad Köstritz
er Ort Köstritz fand als Kostricz, eine slawische Siedlungsgründung, erstmals auf einer Pfändungsurkunde 1364 Erwähnung. Eine Burg existierte seit Mitte des 13. Jahrhunderts. Sie lag wahrscheinlich auf dem Kirchberg. Von da hat man mit der Anlage das Tal der Elster und den Flussübergang kontrollieren und sichern können. Die Stadt ist aus zwei mittelalterlichen Herrensitzen hervorgegangen. Zunächst gehörte die Stadt zur Markgrafschaft Meißen, 1364 kam Köstritz an die Reußen. Das Schloss wurde 1689 und 1704 gebaut. Seit 1543 wurde das gewerbemäßige "Ausschenken" von Bier der Fürstlich-Reußschen Bierbrauerei in der unteren Schenke (heute: Goldener Löwe) erlaubt. 1689 bis 1704 wurde anstelle der Burg ein neues Schloss errichtet. Im Jahre 1690 gründen die reußischen Grafen von Schleiz für eine Nebenlinie Reuß-Schleiz-Köstritz ein Paragium (Reuß jüngerer Linie), das bis 1918 bestand. Um 1804 wurde in der Elster-Aue der Schlosspark im Stil eines englischen Landschaftsgartens gestaltet. Der Dahlienzüchter Christian Deegen gründete 1826 eine Gärtnerei und leitete damit den Ruf des Ortes als Blumenstadt ein. Christian Glenck eröffnete 1831 auf der Pohlitzer Flur die Saline Heinrichshall, die allerdings 1909 ihre Produktion einstellte und mit der 1845 errichtete Chemische Fabrik vereinigt wurde. Im Jahre 1845 richtete Adolf Sturm eine Badeanstalt ein, die 1865 durch Neubau eines Kurhauses und Umwandlung in eine Aktiengesellschaft bedeutend erweitert wurde. Das landwirtschaftliche Institut des Dr. Hans Settegast siedelte sich 1886 in Köstritz an. Daraus entwickelte sich mit einem 1903 errichteten Institutsgebäude die Höhere Gärtner-Lehranstalt, die 1943 für ein Lazarett ausgelagert und 1945 geschlossen wurde. An dieser Lehranstalt legte u.a. Ferdinand Tutenberg sein Examen ab. Im Jahre 1911 wurde das neue Thüringer Frauenasyl am Goldbach eingeweiht. In Pohlitz entstand 1912 ein neues Schulgebäude. Im Jahre 1919 wurde mit der Erschließung der Gebind als Wohnungsbaugebiet begonnen. Ab 1926 durfte der Ort sich Bad Köstritz nennen. Das Thüringer Ministerium verlieh ihm dann 1927 offiziell das Stadtrecht. Im Jahre 1933 begann die Elsterregulierung von Gera-Thieschitz über Bad Köstritz bis Caaschwitz, mit ihr in Verbindung standen erste große Veränderungen im Köstritzer Park. Es folgte der Bau eines Freibades mit 5-m-Sprungturm 1936 im Zusammenhang mit der Elsterregulierung am Paradies. Seit Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 mussten Zwangsarbeiter aus den von Deutschland besetzten Ländern im kriegswichtigen Chemiewerk und in der Schwarzbierbrauerei Zwangsarbeit leisten.[3] Im Jahre 1942 wurde der ehemalige Leiter des Thüringer Frauenasyls Werner Sylten im KZ Dachau ermordet. Ab 1943 war Bad Köstritz Lazarettstadt. In der Nacht zum 13. April 1945 wurde eine Kolonne von Häftlingen des KZ Buchenwald auf einem Todesmarsch durch den Ort getrieben, wobei 43 Personen durch den Terror der SS ihr Leben verloren. Die zunächst an verschiedenen Stellen Verscharrten wurden auf den Friedhof umgebettet und mit einer Gedenkanlage geehrt. Ein Gedenkstein an der Staatlichen Regelschule in der Hergerstraße erinnert ebenfalls an sie. Im April 1945 besetzten US-Truppen den Ort, Anfang Juli wurden sie von der Roten Armee abgelöst. Damit war Bad Köstritz in die Sowjetische Besatzungszone eingegliedert, ab 1949 in die DDR. Im Jahr1948 wurde die Fürstliche Brauerei, deren letzter Inhaber Rudolf Zersch war, verstaatlicht. Im Jahre 1948 konnte die Wiedereröffnung des Kurhauses als Rheumasanatorium begangen werden. 1953 wurde eine Brücke des Friedens über die Elster mit ca. 800 Metern Spannweite im Zuge einer neuen Fernverkehrsstraße durch den Park eingeweiht - die erste Großbaustelle der Stadt nach 1945. 1969 wurde der Westflügel des Schlosses abgerissen, 1972 der Hauptflügel. Das erste gemeinsame Dahlienfest des Gemeindeverbandes Bad Köstritz wurde 1979 im Park gefeiert. Im Jahre 1985 erfolgte die Rekonstruktion und Neueinweihung der Heinrich-Schütz-Gedenkstätte anlässlich des 400. Geburtstages des Komponisten. Im Jahr1990 wurde das Kurhaus geschlossen und sieben Jahre später abgerissen. Das Wohngebiet Am Rosenhügel sowie die Wohnparks Am Birkenhain und Am Erlicht wurden seit 1993 errichtet. Das modernisierte Freizeit- und Erholungsbad und eine Beach-Volleyball-Anlage wurden 1998 eröffnet. Ein Jahr später folgte die Eröffnung der Seniorenresidenz Karlskrona auf dem Gelände des ehemaligen Kurhauses.
1524 Bauernaufstände
m Zuge einer Agrarkrise kam es zu einer extremen Verschlechterung der bäuerlichen Lebensumstände. Wo noch 200 Jahre zuvor die Grundherren auf die Dienste der Bauern angewiesen waren und sie auf ihrem Grund und Boden halten wollten, änderte sich die Situation nun völlig. Aus diesem Grund kam es in den Jahren 1524 und 1525 zu den Bauernaufständen.
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1594 Von der Ziegelhütte zur Bergschule
uf dem Ziegelberg, zwischen der "Laasener Straße" und der "Altenburger Straße"stand zu dieser Zeit eine Ziegelhütte, die alte Ratsziegelei, welche 1857 ihren Betrieb einstellen musste. Schon im Folgejahr 1858 wurde die Ziegelhütte abgetragen und der Platz eingeebnet. 1863 hatte man den geschaffenen Platz in Bauparzellen zerschlagen und 1964 meistbietend versteigert. Dabei war die Gärtnerei Wagner entstanden. Auf deren Gelände errichtete die stadt in den jahren 1891-1893 die Bergschule.
1631 Das Jahresgehalt des Hofgärtners
ie Geraer Hofhaltungsrechnung von Schloss Osterstein verzeichnete für den Hofgärtner Martin Gerhard ein verbindliches Jahresgehalt in Höhe von 80 Gulden.
1636 So entstand der Hofwiesenpark
ie Hofwiese in Untermhaus, 1636 und 1647 "Obere Hofwiese" genannt, reichte zu dieser Zeit von Südosten bis an den Anger der Stadt Gera heran und wurde durch das Vorwerk, das spätere Kammergut, in Untermhaus bewirtschaftet. Als der an ihr vorbeiführende Weg zur Straße ausgebaut wurden war 1897, erhielt er die Bezeichnung "Hofwiesenstraße". Erst im Jahr 2005 wurde das Gelände an der Elster zum "Hofwiesenpark" gemacht.
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1640 Der erste Küchengarten
n diesem Jahr wurde der Geraer Küchengarten als "Großer Garten" in der Geraer Historie zum ersten Mal erwähnt. Er war zur Versorgung des Schloss Osterstein angelegt worden.
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1721 Andreas Pönert geboren
ndreas Pönert war Gärtner in Gera. Er stiftete sein erworbenes Vermögen in die Erziehung und die Unterrichtung armer Waisen. Knapp 100 Jahre nach seinem Tod im Jahr 1903, belief sich das Stiftungsvermögen auf 144.100,- Mark. Andreas Pönert verstarb am 30. September 1804 in Gera. Am 22. September 1882 wurde in Gera eine Straße nach ihm benannt.
1729 Die Orangerie und ihre Nutzung
raf Heinrich XVIII. legte in diesem Jahr im Küchengarten eine Orangerie im französischen Stile an. Der Baumeister Krohne aus dem Thüringischen Weimar, der Stadt der geweihten Brunnen (Wei - geweihtes und mar - Wasser) lieferte die exakten Entwürfe für das große Bauprojekt. In den Jahren 1729 - 1802 wurde dann die Geraer Orangerie vorwiegend als Festraum für die Landesherrschaft genutzt. Später gab es noch andere Nutzungsmöglichkeiten, welche aber zu einem großen Teil dem herrschaftlichen Gebäude nicht gerecht wurden.
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28.01.1798 Christian Deegen geboren
hristian Michael Daniel Deegen, geboren am 28. Januar 1798 in Kahla und verstorben am 1. Dezember 1888 in Köstritz, galt als erster deutscher Dahlienzüchter. Er gründete 1826 in Köstritz bei Gera die erste kommerzielle Dahliengärtnerei in Deutschland. Schon 1812 züchtete Deegen als Vierzehnjähriger seine ersten Dahlien aus Knollen einfachblühender Exemplare, die er aus dem Schlosspark Belvedere in Weimar erhalten hatte. 1824 zog er nach Köstritz und kaufte das Fürstliche Palais mit dem dahinterliegenden Garten. Ab 1826 betrieb Christian Deegen dank eines Lottogewinns die erste deutsche Handelsgärtnerei für Dahlien und züchtete dort weitere Sorten. Er erstellte Kataloge mit seinen Züchtungen und versand die Bestellungen bis nach Frankreich, Norwegen und Russland. So verhalf er der Dahlie zu einer weiten Verbreitung auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Die älteste noch im Handel befindliche deutsche Dahliensorte ist die 1881 von Deegen gezüchtete Kaiser Wilhelm I., eine orangenfarbene Balldahlie. In der Folge des Wirkens von Christian Deegen gründeten sich mehrere Gartenbaubetriebe in und um Köstritz, die zum Teil heute noch als Betrieb Paul Panzer, Gartenbaubetrieb Schade und Betrieb Franz Deegen - Nachf. bestehen. 1928 wurde der noch heute existierende erste Dahliengarten der Welt in Gera angelegt. Anlässlich der Bundesgartenschau Gera und Ronneburg 2007 wurde das Dahlien-Zentrum Bad Köstritz eröffnet und beherbergt neben einer Dauerausstellung mit einem Schau- und Lehrgarten und das Deutsche Dahlien-Archiv. Zu Ehren der Dahlie und der Dahlienzucht findet in Bad Köstritz das alljährliche Dahlienfest statt. Im festlichen Rahmen wird jeweils für ein Jahr die Dahlienkönigin gewählt. Eine ihrer Aufgaben ist es, die Sieger der Wahl der Schönsten Dahlie bekanntzugeben und zu ehren.
27.10.1802 Kaffeetrinken in der Orangerie
ach dem Tod von Heinrich XXX. aus dem Haus Reuß-Gera am 26. April 1802, wurde die Orangerie am Küchengarten aufgegeben und das Gebäude erlebte einen wechselvollen Geschichte. Bereits im Oktober des Jahres erhielt der Hofgärtner Samuel Andreas Pabst die Erlaubnis in den nicht genutzten Räumen der nördlichen Seite des Mittelpavillons und auf der Gartenterrasse der Orangerie Kaffee ausschänken zu dürfen. Allerdings unter der Bedingung, dass Pabst nur gesittete und anständige Personen dort bewirte.
1805 Die Orangerie als Lazarett
eit dem Tod von Heinrich XXX. am 26. April 1802 erlebte die Geraer Orangerie am Küchengarten eine wechselvolle Geschichte. Zuerst diente sie dem ehemaligen Hofgärtner als Café und in den Jahren 1805/06 war sie zum Lazarett für die in Gera stationierten Preußischen Truppen umfunktioniert worden.
1822 Beginnende Industrialisierung in Langenberg
eben dem Handwerk, Landwirtschaft, Weinbau, Obstbau und Gärtnereibetrieben gab es nun in Langenberg auch Kalkbrennöfen. Außerdem wurde der Versuch der Salzgewinnung gestartet. Die ersten Bohrungen erfolgten in diesem Jahr.
1826 Geraer Gärtner in Köstritz
ie Gera benachbarten Kleinstadt Bad Köstritz wurde nicht nur durch ihr Bier berühmt, sondern auch durch eine Dahlienschau im dortigen Dahliengarten. Angelegt wurde dieser Garten allerdings von den bekannten Geraer Handelsgärtnern Christian Deegen, Johann Sieckmann, und Ernst Herger, welch 1826 in Köstritz eine gewerbliche Rosen- und Dahlienzucht gegründet hatten.
1851 Ein Gärtnerverein
in neuer Gärtnerverein gründete sich in diesem Jahr in Gera. Die Mitglieder nannten den verein "Flora".
04.07.1852 Hans Ewald Settegast geboren
ans Ewald Settegast wurde als ältester Sohn eines Gutsbesitzers in Oszkarten/Oßkarten (Forsthaus), Kreis Heydekrug, Memelland in Ostpreußen (heute: O?karciai, Landkreis ?ilute, Litauen) geboren. Er hatte einen Bruder, Franz Eduard Carl, der am 09.12.1853 am gleichen Ort zur Welt kam und später Kaufmann wurde. Hans E. Settegast besuchte das Gymnasium in Memel (heute: Klaipeda, Litauen), studierte Landwirtschaft in Königsberg, Berlin und Tübingen und promovierte am 18. 7. 1878 an der Uni Tübingen zum Dr. phil. Im Jahr 1879 trat er seine erste Stelle als Lehrer an der landwirtschaftlichen Schule Brandis bei Leipzig an und wurde bereits im 2. Semester ihr Leiter. Bald darauf eröffnete er 1881 in Ronneburg bei Gera eine private landwirtschaftliche Lehranstalt. Auf Veranlassung von Rudolf Zersch, der wesentlichen Anteil an der Entwicklung der Landwirtschaft in Köstritz, Gera und Umgebung hatte, verlegte er diese Schule 1886 nach Köstritz, und begann ab 10. März 1886 mit dem ersten Semester, um als Lehrender neben jungen Landwirten wie bisher in Ronneburg hier auch Gärtner mit theoretischem Wissen zu ihren Fachgebieten auszurüsten. Damit begründete Settegast sein gleichnamiges Landwirtschaftsinstitut, und den ausgezeichneten Ruf, den diese Einrichtung später weltweit genießen sollte. Die theoretische Ausbildung von Landwirten begann im hinteren Gebäude des damals Börnerschen Hauses, dem Palais, heute Sitz der Stadtverwaltung von Bad Köstritz. In Palais und umgebenden Gärten wirkte zuvor der berühmte Köstritzer Dahlienzüchter Christian Michael Deegen (28.01.1798 ? 01.12.1888). Wegen der großen Nachfrage nach Ausbildungsmöglichkeiten eröffnete Dr. Hans Settegast noch im Herbst des gleichen Jahres, am 11. November 1886, zur theoretischen Ausbildung von Gärtner-Gehilfen, Lehrlingen und Landwirten, eine "Obst- und Gartenbauschule", die spätere erste "Höhere Gartenbau-Schule" Thüringens. Sie wurde am 6. September 1887 in eine Lehranstalt für Gartenbau unter dem Direktorat von Dr. Hans Settegast übergeleitet. Die zweisemestrige Ausbildung bestand in der Verbindung von Theorie und Praxis. Hans Settegast wurde am 5.5. 1892 in die Geraer Freimaurerloge "Archimedes zum ewigen Bunde" aufgenommen, welcher er bis zu deren Schließung im Jahre 1935 angehörte. 1895 gründete Dir. Dr. Settegast den ,,Garten- und Obstbauvereins für das Fürstentum Reuß j.L". mit Sitz in Köstritz. Professor Doktor phil. Hans Settegast starb am 4. Juli 1936, an seinem 84. Geburtstag. Er wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Bad Köstritzer Friedhof beigesetzt. Es war nicht zu ermitteln, ob er verheiratet war oder Kinder hinterließ.
1864 Das Gärtnerhaus von Ferber
er Geraer Kommerzienrat Walter Ferber (1830-1895) tat sich besonders als Stifter in Gera hervor. Von ihm stammte die Anregung und die Umsetzung der Anlage des bekannten Botanischen Gartens am Westhang des Geiersberges an der Nicolaistraße. Dort ließ er sein Gärtnerhaus errichten. Das Gebäude wurde im Stil eines italienischen Sommerhauses angelegt und zwischen 1990 und 1994 saniert.
1865 Im Geraer Adressbuch geblättert
n diesem Jahr wurden im Geraer Adressbuch schon 35 Kunst- und Handelsgärtner registriert. Darunter waren Namen wie Sieckmann, Schmalfuß, Wegner, Höfer und Wetzel, welche zum Teil schon im Jahre 1830 in der Stadt ansässig waren.
1872 Der Wald bei Dürrenebersdorf
er sogenannte "Becksche Wald" mit einer Gesamtflächen von 864,3 Hektar wurde beiderseitig der Dürrenebersdorfer Chaussee mit dem "Waldhaus" für die Summe von 68.000 Taler von der Stadt erworben. Von dieser Summe wurden vertraglich 34.000 Taler an die "Pönert-Stiftung" abgeführt. Diese Stiftung ging auf den wohlhabenden Geraer Gärtner Andreas Pönert (1721-1804) zurück. Dieser hatte gemeinsam mit dem Geraer Seifensiedemeister Friedrich August Beck, daher der "Becksche Wald", das Grundstück einst besessen. Andreas Pönert hatte sein Vermögen der Erziehung und Unterrichtung armer Waisen gestiftet.
1876 Umbenennung des Gärtnervereins
n diesem Jahr benannte sich der 1851 gegründete Gärtnerverein "Flora" in den "Geraer Gartenbauverein" um.
31.12.1879 Wer wohnte wo in Gera
ier ist eine vollständige Einwohnerliste der Stadt Gera enthalten. Alle in Gera zu diesem Zeitpunkt gemeldete Personen mit ihrer Adresse und ihrem Beruf. Zu beachten ist, dass viele Eingemeindungen erst in den ersten 20 Jahren des 20. Jahrhunderts vorgenommen wurden und so die Einwohner von Untermhaus, um ein Beispiel zu nennen, hier fehlen.
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22.09.1882 Wie die Pönertstraße entstand
it der Pönertstraße erinnerte Gera einst an den Gärtner Andreas Pönert (1721-1804). Dieser besaß ein Gartengrundstück vor dem Badergatter sowie gemeinschaftlich mit dem Seifensiedemeister Friedrich August Beck ein Waldgrundstück. Pönert stiftete sein Vermögen für die Erziehung und Unterrichtung armer Waisen. Im Jahr 1903 belief sich der Wert dieser Stiftung auf 144.100 Mark.
1884 Das Ende der Ziegelei in Stublach
er alte Stublacher Flurnamen "Am Ziegelacker" hatte der Straße dort an der ehemaligen alten Ziegelei zum Name "Ziegelacker" verholfen. Im Jahr 1884 übernahm der Stublacher Gärtnermeister Friedrich Müller das ehemalige Ziegeleigrundstück und legte dort seine Gärtnerei an.
25.03.1886 Albin Panzer geboren
eboren wurde Albin Panzer am 25. März 1886 in Scheubengrobsdorf bei Gera und wurde später Gärtner. Als Mitglied der SPD, ging während des Weltkrieges, den er als Soldat mitmachte, zur USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands). Er übersiedelte nach Remscheid und kam mit der linken USPD 1920 zur KPD (Kommunistische Partei Deutschlands). Im Jahr 1921 war er Unterbezirks-Sekretär in Essen und ab 1923 in den "proletarischen Hundertschaften" aktiv. Albin Panzer war 1925 einer der Gründer des RFB (Rotfrontkämpferbund) im Rheinland. Von 1927 bis 1928 leitete er als Gauführer den RFB Niederrhein und war Mitglied der KPD-BL. Er wurde nach dem Verbot des RFB im Rheinland im Juli 1929 hauptamtlicher Sekretär des "Antifaschistischen Schutzbundes", wurde aber bereits im Oktober 1929 wegen "Parteischädigung" aus der KPD ausgeschlossen. Es hieß damals, Panzer habe Unterschlagungen begangen, was bei den ständigen Finanzaffären des RFB unter Leitung Willy Leows kaum überraschte. 1933 trat er nach Berichten der Gestapo zunächst "nicht in Erscheinung", wurde aber 1934 wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" angeklagt, jedoch freigesprochen. Nach 1945 trat er politisch nicht mehr hervor. Albin Panzer starb am 22. Januar 1967 im Alter von 80 Jahren in Langenfeld/Rheinland. (Quelle: Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“)

24.11.1886 Ein erneuter Erdfall in Untermhaus
n dem Mittagsstunden um etwa 12.00 Uhr bildete sich an diesem Novembertag hinter der Fiedlerschen Gärtnerei, nördlich des Fußweges in Richtung des Untermhäuser Hainberges, ein neuer Erdfall. Fachleute sprachen von einer sogenannten Finnstörung dort im Gelände.
06.04.1893 Schuleinweihung
n diesem Tag wurde in Gera die Bergschule am Ziegelberg feierlich eingeweiht. Noch in der Neuzeit (2007) dient sie als Grundschule. Die Baukosten zum Ende des 19. Jahrhundert betrugen 343.000 Mark. Zuvor hatte sich an gleicher Stelle eine große Gärtnerei und davor eine Ziegelei befunden, welche auch Namensgeber des Ziegelberg war.
1897 Ein neuer Garten in Gera
m Geraer Zentrum wurde in diesem Jahr der "Botanische Garten" eröffnet. Der Geraer Walter Ferber hatte die grüne Oase gestiftet.
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11.09.1903 Das Ende der Leumnitzer Quellleitung
ls zu Anfang des 20. Jahrhunderts am Ausgang des Zschochern in der Nähe des Birkenwäldchens Typhusfälle auftraten, welche vermuten ließen, dass das Leumnitzer Wasser die Ursache sei, forderte man in Gera im Jahr 1902 von einem Professor Gärtner aus Jena ein Gutachten an, welches diese Vermutung bestätigte. Die bekannte Quellleitung wurde deshalb durch einen Gemeinderatsbeschluss vom 11. September 1903 geschlossen. Das Wasser floss zwar weiter, wurde aber nicht mehr zur unmittelbaren Trinkwasserversorgung der Geraer genutzt.
1904 Paul Neidhardt kehrte zurück
aul Neidhardt (1873-1953) war ein bedeutenden Maler und wurde als Sohn eines Webers in Gera geboren. Nach einer Tätigkeit als Porzellanmaler in Nürnberg, studiert er in den Jahren von 1894 bis 1904 an der Münchner Akademie für Bildende Künste. 1904 kehrt er nach Gera zurück und übernimmt 1907 einen Lehrauftrag an der höheren gärtnerischen Lehranstalt von Prof. Dr. Ewald Settegast in Bad Köstritz. Ab dem Jahr 1912 wohnt er in der Waldstraße 1 in Gera und betrieb dort bis 1944 eine private Mal- und Zeichenschule. Am 31.8.1944 wird diese Schule auf Anordnung der Reichskammer der Bildenden Künste geschlossen, den Paul Neidhardt galt wie Otto Dix in der Zeit des Nationalsozialismus als "entartet".
1905 Im Adressbuch von Taubenpreskeln geblättert
aut Adressbuch aus dem Jahr 1905 waren im Ort 2 Gastwirte, 10 Gutsbesitzer, 1 Zigarrenfabrikant, 1 Gemischtwarenhändler, 1 Milchhändler bekannt. 4 Handwerksbetriebe wie 1 Schmiede, 1 Glaserei, 1 Tischlerei, 1 Schneiderei waren aufgelistet. Des weiteren gab es 5 Spinnmeister, 4 Spinner und 3 Bäcker. Im Adressbuch verzeichnet waren auch mehrere Zigarrenarbeiter und Kutscher sowie 1 Stationsvorsteher, 1 Gemeindediener, 1 Bahnwärter, 1 Werksführer, 1 Korbmacher, 1 Hausmeister, 1 Gärtner, 1 Dachdecker, 1 Harmonikamacher, 42 Fabrikarbeiter, 7 Handarbeiter, 7 Bahnarbeiter und 3 Rentner.
1905 Alle hatten Arbeit in Liebschwitz
n dieser Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts konnte man in Liebschwitz wohl noch von Vollbeschäftigung reden, denn jeder Einwohner ging einer Tätigkeit nach. Es gab je einen Direktor, Obermeister, Pfarrer, Kaufmann, Kontorist, Expedient, Buchhalter, Gendarm, Waldwärter, Postagent, Briefträger, Landbriefträger, Spinnmeister, Lagerhalter, Buffetier, Gemeindediener, Gärtner, Reisender, Tagelöhner, Biersieder, Maschinenführer, Dienstknecht, Feilenhauer, Näherin, Plätterin und Bierfahrer. Dazu noch 3 Brauer, 3 Bäcker, 2 Auszügler, 7 Gutsbesitzer, 2 Zimmerleute, 2 Weber, 2 Feuermänner, 4 Zigarrenmacher, 5 Müller, 4 Schuster, 12 Maurer, 4 Zigarrenarbeiterinnen, 7 Bahnarbeiter, 2 Tischler, 15 Handarbeiter, 6 Handarbeiterinnen, 5 Arbeiter, 40 Fabrikarbeiter und 11 Fabrikarbeiterinnen, einen Schneider, einen Harmonikamacher, 2 Invaliden 2 Rentiere (Rentner), 3 Privatiererinnen und einen Hausbesitzer, welcher Grundstück, Haus und Fabrik in Berlin hatte.
16.12.1906 Otto Rindt geboren
eboren wurde er in Apenrade (heute Dänemark), sein Vater war als Postinspektor tätig. Er machte eine Ausbildung zum Gärtner, schloss in den Jahren von 1932 bis 1935 ein Studium an der TH (Technische Hochschule) und der Landwirtschaftlichen HS (Hochschule) in Berlin an, wurde Diplom-Gärtner, arbeitete von 1936 bis 1941 als Landschaftsgestalter für die mitteldeutschen Strecken der Reichsautobahn und musste von 1942 an bis zum Kriegsende 1945 in der Wehrmacht seinen Kriegsdienst verrichten. In den Nachkriegsjahren von 1945 bis 1947 war er in Kriegsgefangenschaft und arbeitete in den Jahren von 1948 bis 1949 als Berufsschullehrer und Gartenarchitekt in Halle. Vor allem bei der Projektierung von Neubauernhöfen in Marl und Delitzsch trat er hervor und 1948 beim Strandbad Mildensee (Dessau). Für die Jahren 1950 bis 1952 erhielt er Forschungsaufträge für die DBA (Deutsche Bauakademie) unter anderem im Rahmen der Landschaftsdiagnose der DDR, Teilgebiet Sachsen. In den Jahren von 1952 bis 1958 war er im Entwurfsbüro für Stadt- und Dorfplanung des Ministeriums für Aufbau tätig und erstellte die Flächennutzungsplanung von Suhl, Gera, Eisleben, Dresden und Wismar. Im Jahr 1956 war er 2. Preisträger im internationalen Wettbewerb zur Gestaltung der Gedenkstätte Auschwitz und von 1956 bis 1958 für die Grünplanung für Hoyerswerda zuständig. Er erstellte in den Jahren 1957 und 1958 eine Studie zur Entwicklung der Erholungslandschaft der Insel Rügen, war zwischen 1957 und 1962 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Bauwesen Cottbus, von 1962 bis 1975 im Büro für Territorialplanung in Cottbus beschäftigt und konnte nach langjährigen Forschungen seine Arbeit erfolgreich in der Gestaltung von Bergbaufolgelandschaften in die Praxis umsetzen. Projekte waren der Knappensee (1958), der 600 Quadratmeter große Senftenberger See (1962), Landschaftsgestaltung des Spreewalds (1966), Entwurf für Folgelandschaft des Kiesabbaus (1968) in Zeischa, Mühlberg, Forst, Lübbenau, Konzeption eines "Cottbuser Bäderringes" in Restlöchern von Abbaugebieten und er projektierte Modelle zur landschaftlichen Eingliederung von Müllbergen (1973). Otto Rindt verstarb am 3. Januar 1994. (Quelle: Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“)

1910 Ausstellungsjubiläum
eit 1184 wurde in Gera gezielt Gartenbau betrieben. Eine Tradition die sich bis in die Neuzeit hielt. Der "Geraer Gartenbauverein", hervorgegangen aus dem Gärtnerverein "Flora" von 1851, veranstaltete 1910 seine 10. große Gartenausstellung.
16.08.1913 Die Gartenbauausstellung
m Garten der Bürgererholung fand eine große Gartenbauausstellung statt. Gärtner Paul Fiedler eröffnete die Ausstellung. Im Mittelpunkt standen die neuzeitlichen Bestrebungen in der Gestaltung von Haus-, Fenster-, Balkon- und Friedhofsschmuck. Gera hatte durch den Gartenstadtteil Heinrichsgrün eine Gartenbautradition.
1917 Die Hermsdorfer Kleingärtner
ie Hermsdorfer Kleingartenanlage "Roter Strumpf" wurde angelegt. Die Gründer waren Hermann Trinks aus der Reichenbacher Straße, Emil Planer, er wohnte "Am Neuen Haus", Oswald Beer aus der Brunnengasse, Otto Schöppe aus der Ernststraße, er war Eisenbahnangestellter, und Albin Bröter aus dem Oberndorfer Weg, er arbeitete als Öbster. Der Kleingarten-Verein gründete sich aber erst im Jahr 1918.
13.04.1920 Das Personal des neuen Krankenhauses
as Verwaltungs- und Dienstpersonal betrug bis zum Jahr 1924 insgesamt 90 Personen. Darunter waren neben den Ärzten 5 Verwaltungsbeamte, 5 Wärter, 28 Schwestern, 30 Hausangestellte und der Geraer Gärtnermeister Keßler, welcher die großen Erholungsflächen abgelegt hatte. Geplant und gebaut hatte man das Haus für 400 Betten, zur Eröffnung 1920 waren aber nur 275 belegungsfähig.
20.08.1920 Die erste Kleingärtnerversammlung
ie Geschichte des Geraer Kleingartenwesens reicht bis in die Zeit der Weimarer Repubik zurück. Die am 31. Juli 1919 von der Nationalversammlung in Weimar beschlossene Kleingarten- und Kleinpachtanordnung hatte für Gera die Zusammenfassung der Kleingärtnerschaft zur Folge. Dies veranlasste die Geraer Stadtverwaltung an diesem Tag nun eine Kleingärtnerversammlung einzuberufen. Daran nahmen etwa 150 Kleingärtner teil. Zum Vorsitzenden wurde der Geraer Lehrer Richard Marx gewählt.
15.09.1923 Eine Gartenschau in der "Lützowturnhalle"
er gemeinnützige Schrebergartenverein veranstaltete am 15.09.und 16.09. eine Gartenschau. Neben der Verbesserung der Erträge und Erzeugnisse der Kleingärtner spielten auch Schädlingsbekämpfung und die Errichtung von Baulichkeiten in Gärten eine Rolle.
1924 Der Landesverband der Kleingärtner
n diesem Jahr wurde in Gera der Landesverband Thüringen des Reichsverbandes der Kleingartenvereine, mit Sitz in Gera, in das Vereinsregister eingetragen. Noch im selben Jahr wurde der Verein erweitert und es kamen die Gartenbezirke Am Ferberturm, Frankenthal, Lusan, milbitz, Steinertsberg und Windischenbernsdorf dazu.
14.09.1924 Wie das Schreberheim entstand
estiegene Ansprüche an Vereinsleitung und den Landesverband der Kleingärtner waren der Grund, eine besondere Geschäftsstelle einzurichten. Ein eigenes Heim sollte her in Gera. Durch sogenannte Arbeitergroschen in Form von Bausteinmarken konnten die Mittel für das Schreberheim bereitgestellt werden. Im September 1924 legte man den Grundstein dafür an der Teichwiese im Ostviertel. Im Jahr 1927 wurde das Schreberheim durch einen Saal erweitert und es entstand eine Gaststube.
1927 Wie der Dahliengarten entstand
ie Idee zur Anlage des Dahliengartens kam 1927 von dem am Haus Schulenburg beschäftigten Obergärtner Sandhack. An der Stelle am westlichen Stadtrand befand sich eine stillgelegte Lehmgrube ,die wegen der Auffüllung mit Schutt und Asche nicht zur Bebauung geeignet war. Das Gelände wurde mit Mutterboden von der Baustelle des Handelshofes, des ersten Geraer Hochhauses, aufgefüllt, und am 1. September 1928 konnte der nach Entwürfen des städtischen Gartenbauinspektors Combecher gestaltete Garten eröffnet werden. 1930 wurde ein von der Kaufhausbetreiberfamilie Biermann gespendeter Brunnen aufgestellt; ein Werk Thilo Schoders.
03.12.1927 Kinderbetreuung wurde diskutiert
ie Tagung der Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen und Jugendleiterinnen Thüringens fand in den zwei Tagen bis zum 4. Dezember 1927 in Gera statt.
1928 Dahlienzüchter für Gera
n den Jahren 1927 und 1928 war in Gera im Stadtwald der Dahliengarten angelegt worden. Die Bad Köstritzer Dahlienzüchter nahmen an dem Projekt Dahliengarten regen Anteil. In deren Folge schloss die Stadt Gera mit ihnen eine l0jährige Liefervereinbarung von Knollen als Pflanzgut ab. Die Köstritzer Gärtner waren schließlich bereit alljährlich das erforderlich neueste Pflanzgut für einen kleinen finanziellen Obolus bereitzustellen. Zu jener Zeit arrangierten sich dafür Adolf Deegen (1871-1946), Inhaber der Fa. Max Deegen Bad Köstritz, Max Schade (1894-1967), Inhaber der Fa. Johann Sieckmann in Pohlitz und Paul Panzer (1877-1957), Inhaber der Fa. Paul Panzer hinter dem Kurhaus zu Bad Köstritz. Aber auch andere Gärtnereien wurden in die Belieferung einbezogen.
03.01.1938 Wie "An der Eibe" entstand
m Jahr 1937 wurde das ehemalige Schulenburgische Gärtnereigelände in der Straße des Friedens 120 in Teilstücken verkauft und auf ihm einige Wohnhäuser errichtet. Die von der Straße des Friedens in nördlicher Richtung abgehende Straße erhielt an diesem Tag die Bezeichnung "An der Eibe".
12.06.1940 Ein Geraer stellte in Berlin aus
er aus Gera stammende Bildhauer Richard Wagner stellte Plastiken. Reliefs und Freilichtfiguren in einer Kunstausstellung im Rathaus Berlin-Tiergarten aus. (Wagner wurde als Sohn des Gärtnereibesitzers Anton Wagner 1871 in Gera geboren)
1941 Der Stellenplan des Waldklinikums
m Stellenplan für dieses Kriegsjahr waren in Gera 5 Assistenzärzte, 6 Volontärärzte, 4 medizinisch-technische Assistentinnen, 2 im Labor und 2 beim Röntgen, und die Apothekerin Fräulein Eichhorn aufgeführt und namentlich alle Mitarbeiter vom Verwaltungsleiter Weise, über den Oberpfleger Heusinger, den Obermaschinisten Egerer, die Oberin E. Hadelich bis zum Obergärtner Keßler benannt.
22.04.1941 Zur Abwehr des Kartoffelkäfers
er Kartoffelkäfers war schon zu dieser Zeit ein Schädling, welcher den Geraer Bauern große Probleme bereitete. Die Nationalsozialisten verabschiedeten an diesem Tag die "Neunte Verordnung zur Abwehr des Kartoffelkäfers". Dort hieß es "Die Nutzungsberechtigten von landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Grundstücken, insbesondere mit Kartoffeln, Tomaten, Eierfrüchten (Auberginen) oder anderen Nachtschattengewächsen bestellten oder bewachsenen Grundstücken, sind verpflichtet, auf das Auftreten des Kartoffelkäfers (Leptinotarsa decemlineata) zu achten und sein Auftreten sowie alle verdächtigen Erscheinungen, die auf sein Vorkommen auf ihren oder anderen Grundstücken schließen lassen, unverzüglich der Ortspolizeibehörde anzuzeigen. Die gleiche Anzeigepflicht hat such jeder andere, der den Schädling findet oder Beobachtungen macht, die auf sein Vorhandensein schließen lassen."

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30.06.2014
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