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07.06.1360 Mühlenverkauf durch den Vogt
n diesem Tag verkaufte der Vogt Heinrich von Gera zwei Mühlen vor der Stadt zu Gera, sie befanden sich außerhalb der Stadtmauern, "dy Clotz mul und dy andir mul" (die Klotzmühle und die andere Mühle) an einen gewissen Hans Müller. Ob mit "andir mul" die Haus- oder die Angermühle gemeint war, ist nicht mehr nachvollziehbar. Neuzeitlich muss man die Klotzmühle und die Angermühle in Höhe Gera-Arcaden sehen und die Hausmühle gegenüber der Orangerie in Untermhaus in Richtung Kreuzapotheke.
1405 Vom Vorstädter zum Vollbürger
ie Sorge und der Zschochern lagen als slawische Randsiedlungen in der Talerweiterung des alten Leumnitzer Baches und bildeten nördlich der Stadtmauer mit der Baderei am Mühlgraben (am Goethegymnasium) und der Klotz- und der Angermühle (später der Bereich zwischen KuK und Gera-Arcaden) die Geraer Vorstadt. Bis zum Jahr 1405 galten daher die Bewohner dort nicht als Vollbürger und mussten sich ihre Freiheit vom herrschaftlichen Zoll erst erkaufen.
1487 Flachsrösten wurde verboten
u dieser Zeit wurde vor allem von der Geraerinnen das Flachs für ihre Leinenwäsche selbst gesponnen. Den auf den Feldern vor den Toren der Stadt angebauten Flachs "rösteten" sie im Mühlgraben oberhalb der Klotzmühle (Innenstadt: "Gera-Arcaden"). Der Flachs wurde auf Wiesen oder in fließendem Wasser, der Rotte oder auch Röste genannt, ausgebreitet, damit er durch die Witterungseinflüsse und das Wasser mürbe wurde. Danach ließ sich der innere, holzige, Teil der Flachsstengel von den äußeren und wertvollen Fasern durch Zerbrechen von einander trennen. Weil damit aber der Mühlgraben nach Ansicht der Müller zu stark verunreinigt wurde und der Fischbestand leiden musste, sie brauchte das Wasser zum Antrieb ihrer Mühlen, strebten sie eine Beschwerde an. Dieser wurde schließlich stattgegeben und im Jahr 1487 wurde das Flachsrösten unter Androhung von 10 Gulden Strafe bei Zuwiderhandlung verboten.
1720 Zeugmacher und Färber
m das Jahr 1700 gab es in Gera 9 Wollwarenfabriken. Zwanzig Jahre später hatte sich ihre Zahl schon verdoppelt. Die Zeugmacher und Färber dieser Zeit siedelten sich größtenteils am noch offen fließenden Mühlgraben zwischen der späteren Schmelzhüttenstraße und der Angermühle (zwischen Gera-Arcaden und KuK) an. Die Reste einer Vielzahl von Spülbrücken über dem Mühlgraben waren an den dortigen alten Häusern noch bis zur endgültigen unterirdischen Verrohrung der Gewässers nach dem Jahr 1960 zu sehen. (Über die Spülbrücken tauchten die Färber ihre Stoffe ins fließende Wasser. So konnten sie die Stoffe besser ausspülen, da dort immer frisches Wasser nachkam. Allerdings verschmutzten sie damit auch die Umwelt ganz arg.)
11.09.1738 Die Geraer Walkmühle
uf dem linken Mühlgrabenufer, direkt gegenüber der alten Angermühle, lag die Geraer Walkmühle. (Interhotel, später Gera-Arcaden) Dort wurden die von den ansässigen Tuch- und Zeugmachern aus Schafwolle gewebten Tücher unter dem Zusatz von einfacher Seife und von Tonerde in Mühlen aus Holz und Stein durch schwere Holzhämmer geklopft und geschlagen. 1738 pachtete die Geraer Zeugmacherinnung "zum Walken der Zeuge" die herrschaftliche Walkmühle zu einem Pachtzins in Höhe von 360 Gulden.
1781 Der große Wiederaufbau der Stadt
ach dem großen Stadtbrand von 1780 lag vieles in der Stadt in Trümmern und Asche. Rasch hatten die Geraer aber begonnen, ihre schöne Stadt wieder aufzubauen. Schon im Jahr nach dem Brand standen 281 Bürgerhäuser wieder und auch das Herrschaftliche Palais am Johannisplatz, Das Rutheneum (Goethegymnasium), das Badertor, der Kuttelhof, die Klotz- , Anger- und Walkmühle, sowie die Gasthöfe "Zum Grünen Baum" am Brühl (Bereich Interhotel - Gera-Arcaden), und "Zum Schwarzen Bär" erstrahlten in Neuem Glanz.
23.04.1813 Truppen in Gera
ie ersten 30 Kosaken biwakierten auf dem Roßplatz. In den folgenden Monaten waren ständig preußische, russische oder französische Truppen zur Einquartierung in der Stadt.
(Heute befindet sich am ehemaligen Roßplatz die zentrale Bus- und Straßenbahnhaltestelle der Geraer Verkehrsbetriebe. Als Neubebauung, gegenüber des Roßplatzes, sind jetzt  nach dem Abriss des „Interhotel Gera“ in den 90ger Jahren die „Gera Arcaden“).
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1889 Die ersten Umweltbeschwerden
er Mühlgraben war als "Seitenarm" der Elster in die Geraer Textilproduktion eingebunden und war für die Betriebe eine wichtige Lebensader. Die Färber der Firma Louis Hirsch (später bekannte als VEB Modedruck Gera) spülten ihre Stoffe im Mühlgraben und auch die Gerber nutzten das Wasser für sich. Daher blieb es nicht aus, dass der Mühlgraben zum einen stark verunreinigt und die zum anderen die extremen Ausdünstungen von den Menschen als Geruchsbelästigung empfunden wurde. Nach Beschwerden bei der "Geraer Zeitung" entwarf diese ein Zukunftsszenario für die folgenden 25 Jahre. Nach dieser Vision sollte der Mühlgraben bis zum Jahr 1914 im Bereich der Mühlengasse und der Färbergasse überbrückt werden, wodurch erreicht würde, dass die Reichsstraße beidseitig bebaut bis zum Brühl (später etwa der Bereich Interhotel dann Gera-Arcaden) fortgeführt werden könnte. Das ganze geschah dann wirklich, nur eben ein halbes Jahrhundert später.
1897 Aus dem "Adreßbuch" von 1897
aut dem "Geraer Adreßbuch" des Jahrs 1897 gab es zu dieser Zeit 52 Textilbetriebe in der Stadt. Hier eine kleine Auswahl der bekanntesten Betriebe. "Louis Hirsch" (Färberei, Schützenstraße, später die Geschw. Scholl-Straße), "Hoffman" (Färberei, Schützenstraße später die Geschw. Scholl-Straße), "Paul Köppe" (Färberei, Friedericistraße), "Gebrüder Schlott" (Färberei, Reichsstraße), "Lechla & Mehlhorn" (Filztuchfabrik, Debschwitz), "Stösel & Hain" (Teppichweberei, Fürstenstraße 18, später Am Sommerbad), "Fleck" (Teppichweberei, Lessingstraße 7), "Halpert & Co." (Teppichfabrik, De Smit-Straße 11), "Späthe" (Teppichweberei, Zabelstraße 11), "Schwalbe" (Teppichweberei, Harbourstraße 6 später die Florian-Geyer-Straße), "Feistkorn" (Spinnerei, Stadtgraben 10), "Gera-Greizer-Kammgarnspinnerei" (Spinnerei ,Zwötzen), "Neumerkel" (Spinnerei, Liebschwitz), "Bardzki & Oeser" (Wollwarenfabrik, Bismarckstraße später die Friedrich-Engels-Straße), "O. Becker" (Weberei, Humboldtstraße 14), "Braun & Schweitzer" (Weberei, Hainstraße 10), "Bruhns & Söhne" (Weberei, Parkstraße 1, später die Heinrich Laberstraße), "Lummer & Bach" (Weberei, Reichsstraße 4), "Morand & Co.", Brühl 11, später Nähe Gera-Arcaden), "Ernst Weber" (Weberei, Margaretenstraße 8 und 10, später am Roßplatz, Platz der Republik 1958 beseitigt) und "Paul Weißflog" (Weberei, Reichsstraße 10).
04.01.1997 Ein Hotelabriss
ür den geplanten Bau des Einkaufszentrums "Gera Arcaden" mussten das ehemalige Interhotel und die Teppichfabrik Halpert weichen. Der Grundstein für den neuen Einkaufstempel wurde am 1. Juli gelegt.
04.04.1997 Das Ende der Teppichfabrik
ie Geraer Teppichfabrik, ehemals "Halpert & Co, wurde im April 1997 beseitigt. Nachdem die Fassade mit einer Diamantsäge vom Baukörper getrennt war, hatte der Abriss des dahinter liegenden Mauerwerks begonnen. Die denkmalgeschützte Front wurde dann nur noch von einem Stützgerüst gehalten. Bis Ende April 1997 wollte man mit den Arbeiten fertig sein. Da zeitgleich das ehemalige Interhotel in der unmittelbaren Nachbarschaft ebenfalls abgerissen wurde, mussten nun etwa 60.000 Tonnen Schutt beisteite geschafft und recycelt werden, um für den Unterbau des geplanten Einkaufszentrums "Gera-Arcaden" Verwendung zu finden.
01.07.1997 Die Gera-Arcaden
ie Grundsteinlegung für die Gera-Arcaden erfolgte an diesem Tag unter reger Anteilnahme der Geraer Bevölkerung. Zuvor war das in den 1960er Jahren erbaute Interhotel an gleicher Stelle abgerissen worden.
11.11.1998 Eröffnung in der Heinrichstraße
as Einkaufszentrum "Gera Arcaden" wurde eröffnet. Der Ministerpräsident des Freistaat Thüringen, Doktor Bernhard Vogel, würdigte den Neubau als größte Nachkriegsinvestition in Gera.

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18.01.2015
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