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Chronik - Artikel von Beginn bis 1999
 
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08.1905 Streiks in Gera
itte des Jahres 1905 wurde in der Geraer Textilindustrie wieder gestreikt. Im August gelang es den Färbern eine Erhöhung des wöchentlichen Mindestlohnes von 12,50 Mark auf 14,70 zu erkämpfen. Zu dieser Zeit wurde noch mit Pfennigen gerechnet. Ein Kneipenbesuch "verschlang" da gleich mal 25 Pfennige oder gar mehr.
04.08.1905 Karl Wloch geboren
eboren wurde er in Berlin-Moabit, sein Vater war Metallarbeiter und seine Mutter arbeitete als Näherin. Er besuchte die Volks- und drei Jahre die Mittelschule bzw. ab 1919 die Förderklasse des Gymnasiums. Von November 1919 bis 1925 war er Mitglied der Freien Sozialistischen Jugend, absolvierte von 1922 bis 1925 eine Ausbildung zum Kaufmann, trat im Jahr 1924 dem KJVD (Kommunistischer Jugendverband Deutschlands) und der KPD bei. Er wurde Mitglied der KPD-UBL (Unterbezirksleitung) Moabit, war von 1925 bis 1928 überwiegend arbeitslos und daher in der Berliner Arbeitslosenbewegung aktiv, war Mitglied des Provinzialausschusses der Erwerbslosen Berlin-Brandenburg und Referent der KPD. Ab 1928 war er Instrukteur der KPD-BL Berlin-Brandenburg, dabei aktiv gegen die "Rechten" und "Versöhnler" innerhalb der KPD, dann Redaktions-Volontär bei der "Sächsischen Arbeiterzeitung" in Leipzig und 1929 wurde er stellvertretender Chefredakteur des "Thüringer Volksblatt" in Gotha, ab 1930 in Erfurt.

Zusatzinformationen
14.08.1905 Susanna Engelmann geboren
ie spätere Geraer Künstlerin kam unter ihrem Mädchennamen Kornmann in einer Kaufmanns-Familie zur Welt, die Eltern betrieben ein Stoffgeschäft aus der Sorge. Im Jahr 1925 heiratete sie den Geraer Kaufmann Friedrich Engelmann. Ihre künstlerische Laufbahn begann sie als Graphikerin und widmete sich später mit Vorliebe dem Scherenschnitt und der Illustration von Büchern für Kinder, auch für ihre eigenen drei Kinder. Später arbeite sie auch mit Keramik wie sie im Treppenhaus der Enzianschule, der Theke im Jagdhof, einer Außenwand am Kindergarten in Debschwitz oder auch an der "Affenwand" im Geraer Interhotel zu sehen war. Am 10 Januar 1989 verstarb sie hoch angesehen in Althütte bei Stuttgart. Ihre letzte Ruhe fand sie jedoch wieder in Gera, als ihre Urne im Jahr 1993 auf den Geraer Südfriedhof umgebettet wurde.
01.09.1905 Geld für die Armen
us der Thränitzer Gemeindekasse wurden die Bedürftigen unterstützt. So wurde zum Beispiel für die Ausbildung des Blinden Albert Hill zum Korbflechter in der Blindenwerkstatt zu Weimar auf Antrag ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 25,- Mark bewilligt.
05.09.1905 Die Turnhalle in der Bauvereinstraße
ie Einweihung der Ostvorstädtischen Turnhalle in der Bauvereinsstraße stand kurz bevor. Sie sollte am Tag ihrer Einweihung die größte Turnhalle ihrer Art in Thüringen werden.  
11.09.1905 Turnhalleneinweihung im Ostviertel
m 11.09.1905 wurd in der Bauvereinstraße die Ostvorstädtische Turnhalle eingeweiht. Errichtet wurde die Turnhalle in den Jahren zwischen 1903 und 1905 vom Ostvorstädtischen Turnverein und war überwiegend durch Spenden finanziert wurden.
01.10.1905 Bieblach wurde eingemeindet
ieblach wurde durch Angliederung als ein Stadtteil von Gera eingemeindet. Die Stadtflur erhielt damit einen Zuwachs von 161 Hektar und 521 Einwohnern. Damit war Bieblach die erste Gemeinde überhaupt, die nach Gera eingemeindet wurde.
01.10.1905 Die Eisenbahn
ie Eisenbahnbetriebsinspektion wurde von Weißenfels nach Gera verlegt. Auch die Beamten und ihre Familien zogen nach Gera um.
01.10.1905 Die ersten auswärtigen Fußballer in Gera
er Fußballsport in Deutschland war noch eine neue Sportart und die Fußballvereine gerade erst gegründet. Die erste Mannschaft des Ballsportklubs Zeitz, welche schon wesentlich länger "im Geschäft" waren als die Geraer Spieler, traten gegen den Geraer Ballspielklub an. Auf dem Exerzierplatz an der Eselsbrücke wurde an diesem Sonntag in strömenden Regen gespielt. Aber nicht nur der Himmel weinte, sondern auch die Zeitzer Ballspieler, da sie mit 0:5 das Spiel verloren.
06.10.1905 Der Textilarbeiterstreik in Gera
n den Herbsttage des 6. Oktober bis zum 29. November dieses Jahres beteiligten sich die Geraer Textil- und Färbereiarbeiter am großen Textilarbeiterstreik im Gebiet Glauchau-Meerane und im Vogtland, bei dem 35.000 Arbeiter auf die Straße gegangen waren.
08.10.1905 Schuleröffnung
ie Schule in Liebschwitz wurde eröffnet. Im Eröffnungsjahr 1905 besuchten 425 Schüler die Lehranstalt.
12.10.1905 Hoher Besuch
önig Friedrich August von Sachsen besuchte an diesem Tag die Stadt Gera. Hoher Besuch war zu dieser Zeit eher selten, obwohl Gera auf Grund seines industriellen Reichtums nicht gerade zur Provinz zählte.
20.10.1905 Die Weber im Ausstand
n diesem Tag traten die zirka 5000 Weber der Stadt Gera in den Ausstand. Doch trotz konkreter Forderungen der Arbeitnehmerseite, wurde der Streik ohne ein Ergebnis für die Textilarbeiter abgebrochen.
28.10.1905 Streik in Gera
era war zur Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert eine Industriestadt mit vielen Arbeitern. Oft kam es in dieser Zeit zu Streiks und Aussperrungen, wenn die Arbeiter für ihre Rechte kämpften. Vom 28. Oktober bis zum 30. November 1905 waren die Geraer Textilarbeiter erneut, wie schon im Jahr 1890, im Ausstand.
11.1905 Ausschankgenehmigung in Frankenthal
as Wirtsehepaar namens Heidrich erhielt in diesen Spätherbsttagen eine Ausschankgenehmigung zur Ausübung einer Gastwirtschaft in Frankenthal. Ein Jahr später waren sie dann der Brandstiftung an diesem Objekt verdächtig. Beweisen konnte man es ihnen nicht.
01.11.1905 Das neue Schulhaus
m 1. November 1905 erfolgte die Einweihung des neuen Schulhauses auf dem Schieferberg in Liebschwitz. Der Ort verfügte schon seit dem 17. Jahrhundert über eine eigene Schule.
03.11.1905 Gruppenfoto mit Brücke
m Jahr 1905 war im späteren Stadtteil Zwötzen, 1919 nach Gera eingemeindet, eine neue Brücke entstanden, welche den immer größer werdenden Verkehr in Gera in geregelte Bahnen lenken sollte. Als das Bauwerk im November 1905 fertig war, mussten die Erbauer und die Arbeiter sich zu einem Gruppenfoto aufstellen, um das Ereignis für die Nachwelt zu erhalten. Etwa 5-8 Minuten mussten die Männer damals stillhalten, bis das Bild belichtet war. Damit waren spontan gemachte Fotos ausgeschlossen und Kinder waren auf solchen Aufnahmen, wie die Bildergalerie der Chronik verdeutlicht, fast immer unscharf abgebildet. Die konnte schon zu dieser Zeit nicht stillstehen.
30.11.1905 Ende des Textilarbeiterstreiks in Gera
n den Geraer Webereien hatte es zwischen dem 28. Oktober und dem 30. November 1905 einen Streik gegeben, welcher mehrfach unterbrochen worden war. Am 13. November hatten sich die Geraer Färber dem Ausstand angeschlossen. Nun, Ende November 1905, erklärte der Zentralvorsitzende des Textilarbeiterverbandes auf einer Versammlung der Streikenden in Gera, dass eine Weiterführung des "Arbeitskampfes" nutzlos sei, denn jede Woche kostete der Streik den Verband die stolze Summe von 250000 Mark. Das war nicht weiter finanzierbar und auch für die Zukunft könne es keine Unterstützung für nichtorganisierte Streiks mehr geben. Nach dieser Mitteilung blieb den streikenden Arbeitern nichts anderes übrig, als ihre Arbeit wieder aufzunehmen.
01.12.1905 Die Volkszählung
ie Einwohnerzahl von Gera wurde nach einer Volkszählung mit 46.909 angegeben.
28.12.1905 Die Zietenstraß in Gera
wischen der "Kurt-Keicher-Straße" und der "Schäfereistraße" entstand nun die "Zietenstraße" in Gera. Mit dieser Straße wurde an den preußischen Reitergeneral Hans-Joachim von Zieten (24.05.1699-26.01.1786) erinnert. Für seine Zeit war er ungewöhnlich alt geworden.
1906 Bierpreiserhöhung
m August werden die Bierpreise um 2 Pfennig pro Liter erhöht. Der Preis für 2 Glas Geraer Stadtbier steigt damit um 1 Pfennig auf 26 Pfennige.
Am 11. August beschließen die 1.500 Teilnehmer einer Protestversammlung in der Ostvorstädtischen Turnhalle den Boykott der Brauereien und Wirte, welche die Preise erhöht haben.
1906 Webereilehrlinge
n diesem Jahr wurde im thüringisch/sächsischen Verband der Webereien eine Facharbeiterlehre für das Weberhandwerk eingeführt. Die Lehre dauerte zu dieser Zeit gerade einmal 6 Monate. Gera hatte im ersten Jahr 252 Webereifacharbeiter.
1906 Neue Besen kehrten gut
wischen den Jahren 1898 und 1905 fuhr die 1884 erbaute Untermhäuser "Kreuzapotheke" nur Verluste ein. Das Geschäft wurde als Wohnhaus gebaut. Das Blatt wendete sich erst, als der Apotheker Friedrich Wilhelm Israel 1906 das Geschäft in der Villa direkt an der Untermhäuser Brücke übernahm.
1906 Ein neuer Industriebetrieb
n diesem Jahr gründete sich der Industrietechnik-Betrieb in Gera. Die Firma "Rall & Schönfeld" stellte nun Industrietechnik wie Wälzlager oder auch Hydraulikschläuche her.
1906 Die neue Drehleiter
euerbekämpfung wurde in Gera und Umgebung immer wichtiger. Zu einem um die Stadtbauten zu erhalten und zum anderen natürlich zum Schutz der Bürger. In diesem Jahr wurde im Geraer Stadtteil Langenberg eine ausfahrbare Drehleiter zur Feuerbekämpfung angeschafft. Eine echte Innovation in der Feuerwehrtechnik.

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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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