Rolle oben
Chronik - Artikel von Beginn bis 1999
 
S1 (Suchbegriff 1) Suchmethode S2 (Suchbegriff 2)
Artikel pro SeiteArtikel ab JahrArtikelSeiten blättern
4495 bis 4520 von 14324 < zurück weiter >

11.12.1880 Heinrich Laber geboren
einrich Laber war Dirigent und ab 1914 Hofkapellmeister in Gera. Als dieser wurde er von Fürst Heinrich XXVII. in die Stadt berufen. In Gera dirigierte er die Konzerte der Fürstlichen Hofkapelle und des Musikalischen Vereins Gera. Laber verstarb am 2. März 1950 in Gera. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Geraer Südfriedhof.
1881 Augenärztliche Behandlungen
ie ersten augenärztlichen Behandlungen in Gera wurden in den Jahren 1881 - 1883 von dem Spezialarzt für Augen- und Ohrenheilkunde, einem gewissen Dr. Stimmel aus dem sächsischen Leipzig durchgeführt. Er reiste dazu extra immer aus Leipzig an und hielt seine Sprechstunden im "Hotel zum Roß" ab.
1881 Der Adelheidplatz in Gera
en "Adelheidplatz", welcher der Kirchengemeinde von der Stadt Gera im Jahr 1881 für den Bau der neuen Sankt Johanniskirche überlassen worden war, benannte man noch während der Phase des Kirchenbaus nach der Prinzessin Sophie Adelheid Henriette von Reuß-Ebersdorf (18.05.1800-02.07.1880), der Gemahlin von Fürst Heinrich LXVII. Reuß jüngere Linie. Fünf Jahre nach dem Tod der Prinzessin wurde die Kirche geweiht.
1881 Geraer Gesangsvereine
u dieser Zeit schossen in Gera Männergesangsvereine sprichwörtlich wie Pilze aus dem Boden. Im Jahr 1881 entstanden der "Lehrergesangsverein", der "Schützensängerbund" und der "Geraer Sängerbund".
1881 Ein neue Fortbildungsschule für Mädchen
n diesem Jahr entstand in Gera eine neue Fortbildungsschule ausschließlich für Mädchen. Gegründet wurde die Einrichtung von Fräulein Anna Bretschneider. (Zu dieser Zeit wurde eine Frau, egal wie alt sie war, solange als Fräulein bezeichnet, wie sie nicht verheiratet war.)
1881 Die Villa Meyer wurde gebaut
era lebte schon seit dem beginnenden 16. Jahrhundert weitest gehend von der Textilindustrie, welche aus Flandern eingewanderte Zeugmacher hier ansiedelten und erlebte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine fast einzigartige Blütezeit. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die Stadt zu dem Zentrum der nordeuropäischen Stoff- und Tuchindustrie schlechthin und teilte sich mit der Stadt Krefeld den Titel "Reichste Stadt Deutschlands". Diese Blütezeit endete dann leider spätesten mit dem Zweiten Weltkrieg, der damit verbundenen Zerstörung vieler industrieanlagen und der nachfolgenden DDR-Zeit. Geblieben sind Hunderte von repräsentativen Stadtvillen, in denen sich der große Wohlstand, aber auch der sehr hohe Anspruch der Bauherren in Stil, Bauweise und Bauästhetik widerspiegeln. In diesem Jahr wurde die Villa Meyer errichtet.
1881 Lechla & Mehlhorn entstand
ie Geraer Textilunternehmer Moritz Lechla und Otto Mehlhorn gründeten in Gera eine Filztuchfabrik. Erst im Jahr 1909 gingen beide in den verdienten Ruhestand und überließen ihren Söhnen die Leitung der Firma.
1881 Ein neuer Gemeinderatsvorsitzender
er Trebnitzer Lehrer Friedrich Hermann Brömel wurde 1881 neuer Vorsitzender des Gemeinderates im Ort. erhatte seine Funktion drei Jahre bis 1884 inne.
1881 Fischer wurde Regierungsrat
ulius Robert Fischer, geboren am 19. Juli 1829 in Gera und hochgeachtet verstorben am 4. Februar 1905, war von 1877 bis 1881 Oberbürgermeister der Stadt Gera. Er war der Sohn des bekannten Geraer Kunstmalers Heinrich Fischer. Wesentlich für die Entwicklung der Stadt Gera in der Zeit als Geraer Oberbürgermeister war sein Wirken innerhalb der städtischen Verwaltung. Die Geschäftsordnung für den Stadtrat, Baupolizei- und Straßenordnung, Reorganisation der Feuerwehr und die Schaffung eines Gesundheitsamtes sind auf seine Initiative zurückzuführen. Ab 1881 war er Geheimer Regierungsrat im Fürstlichen Ministerium.
24.01.1881 Paul Seifert geboren
aul Seifert war eigentlich aus Zeulenroda, hatte aber im September 1911 in Gera, einer bis dahin immer noch aufstrebenden Industriestadt die Geraer Werkzeug und Werkzeugmaschinenfabrik gegründet. Das Unternehmen, welches auch seinen Namen trug, war in der Zwötzener Straße 53 zu finden. Das er in den Räumlichkeiten in denen er seine Fabrik gründete einst selbst ausgebildet worden war, kann als Zufall betrachtet werden.
10.02.1881 Wirtsleute in Thränitz
ur Geschichte der Sternschenke bei Thränitz sind mehrere Schriftstücke mit Datierungen aus dem 19. Jahrhundert erhalten geblieben. Hier wurde besonders über die Wirtsleute jener Zeit Auskunft erteilt. In einem Schreiben des langjährigen Thränitzer Bürgermeisters Johann Gottfried Erfurth, der mehr als 25 Jahre im Amt war, an den Großherzoglichen Bezirksdirektor ging folgendes hervor: "Die zum hiesigen Gemeindeverband gehörige Sternschenke, welche vormals die neue Schenke gehießen haben soll, hat immer auf ein und demselben Bodengrundstück gestanden. Im Jahre 1847 ließ der damalige Besitzer die alten baufällig gewordenen Wohnräumlichkeiten niederreißen und baute dieselben neu und größer, jedoch immer wieder auf demselben Grundstück auf, nur ein altes Nebengebäude und eine alte Scheune blieben stehen. ? Die Sternschänke hat seit länger als 80 Jahren einen andern Namen nicht gehabt, wie mir und den ältesten hiesigen Einwohnern bekannt ist." (Die Rechtschreibung im Zitat ist der alten Schreibweise entnommen.) (Quelle Stadtarchiv Gera)
11.03.1881 Wie die Lessingstraße ihren Namen bekam
ie Straße zwischen der Laasener Straße und der Clara-Zetkin-Straße (damals die Adelheidstraße) erhielt ihren neuen Namen. An diesem Tag wurde die durch den ehemals Wagnerschen Garten führende Straße anlässlich des 100. Todestages des Dichters Gotthold Ephraim Lessing (schrieb unter anderem "Nathan der Weise") (22.01.1729-15.02.1781) in Lessingstraße benannt.
24.03.1881 Haft für eine illegale Zeitung
er Sozialdemokrat Moritz Trentsch wurde wegen der Verbreitung der illegalen Zeitung "Der Sozialdemokrat" vom Landgericht in Gera zu zwei Monaten Haft verurteilt. Er konnte sich durch eine Flucht nach Amerika der Strafe entziehen.
27.03.1881 Kurt Plarre geboren
er spätere Regierungsrat entstammte einer angesehenen Lederfabrikanten-Familie Geras. Ab 1924 leitete er die Planung und Ausführung der Arbeiten am Schiffshebewerk in Niederfinow. Als nach 10-jähriger Bauzeit die zu dieser Zeit weltgrößte Anlage dieser Art in Betrieb genommen werden konnte, zeigte sich die volle Wirksamkeit des technischen Wunderwerkes. Statt der üblichen 2 Stunden, die die Schiffe zuvor an der Scheusentreppe benötigt hatten, reduzierte die neue Anlage den Vorgang nun auf 20 Minuten. Kurt Plarre stieg bald bis ins Reichsverkehrsministerium auf, erlebte allerdings das Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr, da er kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee in Berlin-Dahlem am 26. April 1945 freiwillig aus dem Leben schied.
05.1881 Beim Kirchenbau wurde abgeschaut
s war ein Stadtbrand, welcher 1780 weite Teile der Geraer Innenstadt und die Johanniskirche in Schutt und Asche legte. Zwei Mal war die Stadt Gera damit gescheitert (zwischen 1820 und 1850), einen Kirchenneubau auf die Beine zu stellen. Erst die 1880 einberufene Kirchenbaukommission aus Vertretern von Kirche und Stadt, konnte sich auf den Neubau am Adelheidplatz (später Clara-Zetkin-Straße) einigen. Im Mai 1881 begaben sich einige dieser Vertreter auf Visitation nach Leipzig, Berlin und Dresden, um sich Beispiele für den Kirchenneubau anzuschauen. Man investierte schließlich sehr viel Geld und wollte dauerhaft und nachhaltig bauen. Auch die Festlegung des endgültigen Baustils musste noch getroffen werden. Es sollte ein roter Klinkerbau werden.
06.05.1881 Lade wurde Oberbürgermeister
urt Albin Lade, genannt Ruick, geboren am 19. Januar 1843 in Kamenz und verstorben am 8. Mai 1922 in Dresden, war Oberbürgermeister der Stadt Gera von 1881 bis 1898. Am 6. Mai 1881 wählte der Geraer Stadtrat Lade zum Oberbürgermeister und am 16. Juni desselben Jahres trat er mit der Verleihung der Bürgerrechte sein Amt an. In Folge der Industrialisierung wuchs Gera in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts sehr rasch - hatte es 1880 noch rund 27.000 Einwohner gezählt, so waren es 1900 bereits 45.000. In die Amtszeit Lades fielen unter anderem die Einweihung der Lutherschule (1883) und des neuen Schulgebäudes für das Gymnasium Rutheneum (1887), die Eröffnung der Geraer Straßenbahn als zweites Straßenbahnnetz in Deutschland (22. Februar 1892) und die Gründung des Arbeiter-Turnerbundes in Gera (1893). Lades ursprünglich vorgesehene sechsjährige Amtszeit wurde im Frühjahr 1885 auf sechzehn Jahre verlängert, um seiner geplanten Ernennung zum Bürgermeister von Schleswig vorzubeugen. 1898 musste er jedoch nach einem einstimmigen Misstrauensvotum des Gemeinderates seinen Rücktritt einreichen, den der Gemeinderat am 15. April 1898 annahm. Begründet wurde das Misstrauensvotum mit einer Verhaltensänderung Lades seit seiner letzten Wahl. Unter anderem wurde ihm vorgeworfen, dass für ein der Frau des Oberbürgermeisters gehörendes Gut eine Hypothek über 12.000 Mark aus einer städtischen Stiftung ausgeliehen und die Zinsen nicht pünktlich bezahlt worden seien. Zudem hieß es, dass Lades Frau wiederholt Eier und Butter zu überhöhten Preisen an das städtische Krankenhaus verkauft habe. Zu seinem Nachfolger als Oberbürgermeister wurde Ludwig Ernst Huhn im Oktober 1898 gewählt.
08.05.1881 Protest gegen Entlassungsgesuch
in etwas merkwürdiges Schreiben verfasste der stellvertretende Bürgermeister von Thränitz Karl Eduard Franz in Reaktion auf das Entlassungsgesuch des Thränitzer Bürgermeisters Johann Gottfried Erfurth beim Großherzoglichen Bezirksdirektor, welcher sich an den gleichen wandte. Der Bürgermeister Erfurth hatte nach 25 Jahren Amtszeit und auf Grund seines inzwischen hohen Alters um Entlassung zum Januar 1882 gebeten. (siehe Artikel vom 26.05.1881) Zum einem passte das dem Stellvertreter nicht, denn er pochte auf Erfüllung der Amtszeit, auf der anderen Seite bat es selbst um Entlassung. Er schrieb: "Die Gemeindeversammlung hält das Entlassungsgesuch des Bürgermeisters Johann Gottfried Erfurth für nicht begründet, sondern erwartet und verlangt vielmehr mit Bestimmtheit, dass der Bürgermeister Erfurth für die Dauer der sechsjährigen Wahlperiode das Amt, das er seinerzeit freiwillig und ohne Rückhalt annahm, bis zum Schluss dieser Periode fortführen und besorgen werde. Indem ich diesen Beschluss ergebenst anzeige, bemerke ich noch, dass ich morgen von Thränitz wegziehe und zugleich um meine Entbindung vom Amt des Bürgermeister-Stellvertreters hierdurch gehorsamst bitte." (Die Rechtschreibung ist dem Original entnommen.) (Quelle Stadtarchiv Gera)
26.05.1881 Bitte um Amtsentbindung
er Thränitzer Bürgermeister Johann Gottfried Erfurth, seit 1855 ununterbrochen im Dienst und vier Mal ins Amt gewählt, bat in einem Schreiben um seine Ablösung als Bürgermeister. Er schrieb folgende Zeilen an der Großherzoglichen Bezirksdirektor: "Seit länger als 25 Jahre habe ich das Amt eines Bürgermeisters in hiesiger Gemeinde geführt. Im Verlaufe des vorherigen Jahres habe ich mein Gut und die Bewirtschaftung desselben anderen Händen übergeben und bin auch in die Jahre gekommen, in welcher mir die Führung dieses Amtes beschwerlich fällt. Großherzogl. Herrn Bezirksdirektor bitte ich daher ergebenst, mit dem 1. Januar des künftigen Jahres von dem Amte mich entbinden zu wollen." Nach einem Protestbrief seines Stellvertreters wurde das Gesuch erst einmal abgelehnt. (Quelle Stadtarchiv Gera)
16.06.1881 Ein neuer Oberbürgermeister in Gera
era bekam an diesem Tag einen neuen Oberbürgermeister. Albin Ruick übernahm das Amt des Stadtvaters bis zum 1. September 1898. Er hatte sich im Jahr 1884 als Mitglied des Geraer Stadtrates vehement für die Verwirklichung einer Eisenbahnlinie eingesetzt, und sogar die Mitbürger der Stadt in einer Petition um finanzielle Hilfe gebeten.
26.06.1881 Eine Spritze für die Feuerwehr
n der Gemeindeverwaltung von Thränitz wurde an diesem Tag über die Anschaffung einer neuen Feuerwehrspritze debattiert, da dies vom großherzoglichen Herrn Bezirksdirektor gefordert worden war. Die Gemeinde war aber anderer Meinung und wollte von einer Anschaffung selbiger absehen, da die alte Spritze zwar nicht das neueste Modell war, aber ihren Dienst noch tat. Außerdem dacht man auch noch an den Kostenfaktor, denn Thränitz war auf Grund des Neubaus der Pfarrei noch erheblich verschuldet. Zudem gehörte die Feuerwehrspritze der Gemeinde Thränitz nicht allein, sondern zur Hälfte auch Grobsdorf. (Quelle Stadtarchiv Gera)
03.07.1881 Ein neuer zweiter Bürgermeister
er Thränitzer Bürgermeister Johann Gottfried Erfurth hatte nach über 25 Jahren im Amt bisher erfolglos um seine altersbedingte Entlassung ersucht. Seinem Stellvertreter war das Entlassungsgesuch, welches er im Juni eingereicht hatte, nicht abgelehnt worden, daher kam es im Juli 1881 zur Wahl eines neuen stellvertretenden Bürgermeisters. Hermann Hemmann konnte 35 von 36 Stimmen auf sich vereinigen und wurde neuer zweiter Bürgermeister der Gemeinde. (Quelle Stadtarchiv Gera)
25.07.1881 Georg Engelbert Graf geboren
eorg Engelbert Graf war ein sozialdemokratischer Politiker, Dozent und Autor. Sein Vater war Lehrer. Er selbst begann nach dem Abitur in Bensheim ein Hochschulstudium in Berlin. Das Studium brach er 1905 ohne Abschluss ab. In den folgenden Jahren arbeitete er als besoldeter Generalsekretär des Vereins zur Förderung der Kunst in Berlin. Im Jahr 1908 trat er der SPD bei und war bis 1912 Wanderlehrer des Zentralbildungsausschusses der Partei. Im Jahr 1913 nahm er in Zürich erneut ein Studium auf, dass er aber 1914 wieder abbrach. Im Jahr 1914 wurde Graf dienstverpflichtet und arbeitete als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter seit 1917 bis 1919 sogar als Abteilungsleiter im Kriegsministerium. Im Jahr 1917 trat Graf der USPD bei und war nach dem Krieg Redakteur verschiedener Jugendzeitschriften (Freie Jugend, Proletarier Jugend) der Partei. Außerdem war er von 1919 bis 1921 Lehrer der sozialistischen Heimvolkshochschule Tinz bei Gera. Im Jahr 1922 wurde er wieder Mitglied der SPD. Von 1921 bis 1933 war Graf Leiter des Bildungswesens des Metallarbeiterverbandes. Daneben lehrte er an zahlreichen Volkshochschulen, gewerkschaftlichen Bildungseinrichtungen, Universitäten sowie der Akademie der Arbeit in Frankfurt. Außerdem war er Herausgeber von Schriftenreihen für die Jungsozialisten. Graf gehörte innerhalb der Jungsozialisten dem marxistischen Flügel an, positionierte sich gegen den nationalistischen Hofgeismarer Kreis und fungierte von 1925 bis zur Auflösung des Verbandes 1931 als Redakteur der Jungsozialistischen Blätter und als Herausgeber der Jungsozialistischen Schriftenreihe. In den 1920er und frühen 1930er Jahren gehörte Graf zum linken Flügel der SPD, war an der Zeitschrift Klassenkampf - Marxistische Blätter beteiligt und gehörte zum "harten Kern" von neun SPD-Reichstagsabgeordneten um Max Seydewitz und Kurt Rosenfeld, welche des Öfteren gegen die Fraktionsdisziplin verstießen. Er entging aber einem Parteiausschluss und wechselte auch nicht zur SAP über sondern gehörte zum Kreis der in der SPD verbliebenen marxistischen Linken um die von Arkadij Gurland geleitete Zeitschrift Marxistische Tribüne und gab die kurzlebige Monatszeitschrift Sozialistische Jugend heraus. Dem Reichstag gehörte Graf zwischen 1928 und 1933 an. Bereits seit der Weimarer Republik war Graf in unterschiedlichsten Bereichen als Autor und Herausgeber tätig. So schrieb er neben politischen und wissenschaftlichen Werken auch Kinderbücher. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er als freier Schriftsteller tätig. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er zunächst Schulreferent der Provinzialregierung in Brandenburg. In den Jahren 1946 und 1947 war er Dozent für Sozialgeographie an der Universität Jena. Im Jahr 1947 trat Graf aus der SED aus, wurde erneut Mitglied der SPD und zog nach Berlin. Von 1948 bis zu seinem Tod am 3. Dezember 1952 leitete er die Volkshochschule in Wilmersdorf und war zugleich Dozent an verschiedenen Universitäten, Hochschulen und Akademien in Berlin. Im Jahr 1948 promovierte er an der Freien Universität in Berlin.
08.08.1881 Die zweite Bitte um Entlassung
wischen 1855 und 1881 war Johann Gottfried Erfurth drei Mal zum Thränitzer Bürgermeister wiedergewählt worden und hatte im Mai 1881 nach über 25 Amtsjahren beim großherzoglichen Bezirksdirektor um Entlassung gebeten, welche aber nicht angenommen wurde. Im August 1881 ersuchte er erneut um Entlassung, was aber erneut abschlägig beschieden wurde. So musste er weiter im Amt bleiben, strengte aber seine Entlassung weiterhin an. (Quelle Stadtarchiv Gera)
11.08.1881 Paul Meckel geboren
aul Meckel war nach 1945 der Vorsitzende des sogenannten Antifa-Ausschusses im Geraer Stadtteil Frankenthal, wo er auch zur Welt kam. Er hatte sich Verdienste um den Neubeginn der Stadt Gera nach dem verheerenden zweiten Weltkrieg gemacht. Er verstarb am 20. April 1973 in Gera und war von der DDR vom 1. Juni 1978 bis nach der politischen Wende zum 1. März 1991 mit einer nach ihm benannten Straße in Scheubengrobsdorf geehrt worden.
18.09.1881 Der größte neugotische Kirchenbau Mitteldeutschlands
ie Geraer St. Johannis-Kirche, an diesem Tag war die Grundsteinlegung durch Herrn Lipsius, galt in der Zeit ihrer Erbauung von 1881-1884 als größter neugotischer Kirchenbau Mitteldeutschlands. Ihr Grundriss entsprach einem gedrungenem lateinischen Kreuz und wurde von einem kurzen breiten Langhaus und dem Querschiff gebildet. Die südliche Langspitze des Sakralbaues erhielt einen 70 Meter hohen Turm, welcher den Rathausturm um 13 Meter überragte. Die Glocken der Kirche waren in Apolda von C.F. Ullrich gegossen worden. Geraer Familien hatten die Chorfenster gestiftet. Die Arbeien wurden in der Regierungszeit von Fürst Heinrich XIV. Reuß durchgeführt.

Seiten blättern
< zurück weiter > 
Rolle unten
Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
77 neue Artikel