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Chronik - Artikel von Beginn bis 1999
 
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1991 Zurück zu den selbstständigen Wurzeln
m Jahr 1902 gründete Herr Albin Röhler die später sehr bekannte Margarine- und Speisefett-Fabrik in Gera. Der Betrieb konnte sich in den Zeiten der Weltkriege von 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 behaupten, durchstand die Weltwirtschaftskrise und auch die DDR-Diktatur. Nach mehr als einem halben Jahrhundert der wirtschaftlichen Selbstständigkeit kam zirka 1960 Enteignung des Betriebes und die Verstaatlichung zum volkseigenen Betrieb nach sowjetischem Vorbild. Im Jahr 1991, kurz nach der politischen Wende und der deutschen Wiedervereinigung erfolgte dann die Reprivatisierung zur OTHÜNA. (Von ehemals acht ostdeutschen Margarineproduzenten war OTHÜNA dann aber der einzige Privatbetrieb, der von einem reinen Ost- Management geführt wurde.) Zur Produktpalette gehörten Margarine und Fette (Goldkern, Sanna, Sonja, Goldina, Kokosfett ...).
01.01.1991 Der Rückzug der Russen
ie Rückverlegung der "Westgruppe der Sowjetischen Streitkräfte", wie die Armee bezeichnet wurde, galt als logistische Meisterleistung. Ab dem 1. Januar 1991 traten sechs Armeen nach penibel eingehaltenen Jahresplänen die Heimreise an. 4.200 Kampfpanzer, mehr als 8.200 gepanzerte Kampffahrzeuge und 3.600 Artillerie-Systeme, knapp 700 Flugzeuge und fast ebenso viele Hubschrauber wurden aus Deutschland abtransportiert. Außerdem nahmen die Militärs nach eigenen Angaben 677.000 Tonnen Munition, 100.000 Fahrzeuge sowie rund zwei Millionen Tonnen anderes Material mit. Für Aufenthalt, Rücktransport, ein Wohnungsbauprogramm in der Heimat und Umschulungsmaßnahmen stellte die Bundesregierung 6,1 Milliarden Euro der Sowjetunion zur Verfügung. Damit sollten unter anderen 45.000 Wohnungen in der Heimat errichtet werden. In Gera wurden mehrere Wohnblöcke, der spätere Reußpark, komplett frei und konnte nach aufwendigen Sanierungsarbeiten wieder bezogen werden. (Die Russen in Thüringen - Thüringer Geschichte (c) MDR Quelle: Die Russen in Thüringen vom 21.11.2002 )
02.01.1991 Neue Autokennzeichen
ie Kfz-Umkennzeichnung begann nach dem Neujahrsfeiertag. Das bis dahin übliche "N" für den Bezirk Gera wurde durch das "G" für den Stadt- und Landkreis Gera ersetzt.
10.01.1991 Erfurt statt Gera
rfurt wurde die Landeshauptstadt des Freistaat Thüringen. Auch Gera, die zweitgrößte Stadt Thüringens, hatte sich im Vorfeld als Landeshauptstadt beworben.
12.01.1991 Die Arbeitslosenzahl stieg
m Arbeitsamtsbezirk Gera waren zu diesem Zeitpunkt 12.439 Personen auf "Arbeitssuche" registriert, was einer Rate von 7,1 % entsprach.
15.01.1991 Tierparkfreunde
m Januar des Jahres gründete sich ein gemeinnütziger Verein in Gera. Der Verein nannte sich "Freunde des Tierparks".
18.01.1991 Aus zwei mach eins
n diesem Tag wurde durch den Zusammenschluss des alten Wismut-Krankenhauses und des Bezirkskrankenhauses das Klinikum der Stadt Gera gegründet. Am 27. November 1990 hatten die Stadtverordneten schon das Statut für das kommunale Krankenhaus beschlossen.
08.02.1991 Die ersten Spätaussiedler
ie ersten 40 Spätaussiedler aus Rumänien und der Sowjetunion trafen in Gera ein und bezogen im Neubaugebiet Bieblach- Ost ihre Wohnungen.
10.02.1991 Die erste Belegschaft der Straßenbahn in Gera
ie Belegschaft setzte sich zu Betriebsbeginn aus einem Betriebsdirektor, einem Oberkontrolleur, drei Kontrolleuren, neunzehn Wagenführern, einem Werkmeister, drei Schlossern, drei Schmieden und vier Putzern zusammen. Ein Schlosser verdiente zu dieser Zeit zwischen 25 und 27 Pfennigen die Stunde, was altersabhängig war, da die "Erfahrenen" etwas mehr verdienten.
10.02.1991 Gründung der Stadtwerke Gera AG
ie Stadt Gera und die Hessische Elektrizitäts-AG HEAG gründeten die Stadtwerke Gera AG und deren Beteiligungsgesellschaft Energieversorgung Gera GmbH.
10.02.1991 Mord an einer Krankenschwester
s war der 10. Februar 1991, ein Sonntag, als eine Geraer Krankenschwester auf dem Weg zur Arbeit ins Geraer Waldklinikum gegen 07.30 Uhr spurlos verschwand. Sie hatte um 06.45 Uhr die Wohnung verlassen und wollte öffentliche Verkehrsmittel benutzen, muss aber ihren Anschlussbus zum Klinikum verpasst haben. Der Tag war mit -10° Celsius ungemütlich kalt und leichter Schneefall hatte sich auch eingestellt. Die Polizei rekonstruierte später, dass die 40-jährige Frau zu Fuß unterwegs war und in etwa auf Höhe der "Prof. Ibrahim-Straße" auf ihren späteren Mörder getroffen sein muss. Die Ermittlungen der Polizei ergaben verschiedene Zeugenaussagen, wonach ein Streit zwischen einer Frau und einem Mann in einem Auto aufgefallen war. Das legte die Vermutung nahe, dass der Mann sich wohl angeboten haben muss, die Frau ins Klinikum zu fahren. Aber es bedeutete nichts Gutes für die Ermittler. Nun wurde eine großangelegte Suche nach der Frau angeordnet, die aber keinen Erfolg brachte. Die Akte wurde in den folgenden Jahren nie ganz geschlossen, sondern immer wieder mit ähnlichen Fällen verglichen. Am 2. Oktober 1998 wurde dann, 15 Kilometer entfernt vom Ort des Verschwindens der Frau, am Rande eines Waldgebietes im Kreis Gera eine skelettierte weibliche Leiche gefunden. Sofort lag der Verdacht nahe, dass es sich um die seit Jahren vermisste Krankenschwester handeln könnte, was sich dann leider auch bestätigte, als die Polizei den bei der Leiche gefundenen Autoschlüssel dem Fahrzeug der Vermissten zuordnen konnte. Der Täter wurde aber nicht gefunden. (Ermittlungsstand 2007)
01.03.1991 Neue Straßennamen für Gera
echzig neue Straßennamen wurden in Gera veröffentlicht. Das Bild zur Veröffentlichung der 60 neuen Straßennamen in der Presse folgt in Kürze.
01.03.1991 Nun wieder die Schloßstraße
is zum 4. August 1950 war es schon einmal die Geraer Schloßstraße, dann meinten die DDR-Oberen mit einer Umbenennung der Straße an den Gründungstag der DDR erinnern zu müssen. An diesem Tag erhielt die Schloßstraße ihren historischen Namen zurück.
01.03.1991 Nun wieder die "Wiesestraße"
n diesem Tag wurde der Leninstraße eine Rückbenennung verordnet. Der kommunistische Personenkult wurde nach der politischen Wende weitgehend beendet und die Straße bekam ihren alten Namen "Wiesestraße", den sie schon vom 23.09.1874 bis zum 08.11.1958 einmal trug, endgültig wieder.
01.03.1991 Nun wieder "Johannisplatz"
u Zeiten der DDR wurde alles umbenannt, um die nichtsozialistische Vergangenheit zu verschleiern versuchte. Traditionen wurden über den sprichwörtlichen Haufen geworfen. Der realsozialistische "Platz der Deutsch Sowjetischen Freundschaft" erhielt nun, nach der politischen Wende, seinen Namen "Johannisplatz" zurück. Der Name ging auf "Johannis den Täufer" zurück und hatte somit biblischen Ursprung.
01.03.1991 Sozialistische Straßennamen verschwanden
ie ehemalige DDR, so auch Gera, rechnete mit seinen sozialistischen Namensgebern für Straßen nun ab. So wurde die Paul-Meckel-Straße, zwischen Scheubengrobsdorf und Frankenthal, umbenannt und hieß nun "Am Rotgraben".
01.03.1991 Die neue HNO-Klinik
ur neuen Geraer HNO-Klinik kam es durch das Zusammenlegen der HNO-Kliniken des Bezirkskrankenhauses und des Bergarbeiter-Krankenhaus. Diese Klinik war das erste Bindeglied zwischen den beiden Kliniken, welche bis zum Ende der DDR unterschiedliche Aufgaben hatten und trotz ihrer Nähe nicht viel gemeinsam hatten. Die erste gemeinsame Klinik wurde im 4. Geschoss des Bettenhauses des Bergarbeiter-Krankenhaus untergebracht.
01.03.1991 Wie die Dr. Donath Straße entstand
un hieß die Straße zwischen der Geibelstraße und der Lasurstraße Dr.-Donath-Straße. Damit hatte sie ihre dritte Benennung bzw. zweite Umbenennung. Ab 1911 war es die Franz-Voigt-Straße, dann ab 1978 die Fritz-Bätz-Straße. Mit der Benennung in Dr.-Donath-Straße wollte nun an den Geraer Arzt Dr. Kurt Donath erinnern. Der Spezialist für innere Krankheiten hatte sich in der NS-Zeit oftmals auch vor Patienten recht systemkritisch geäußert und war nach einer Denunziation am 16.11.1944 verhaftet und in das KZ Buchenwald verbracht worden, wo er am 19. März 1945 ermordet wurde.
01.03.1991 Wie die Dürrenebersdorfer Wand entstand
ie Dürrenebersdorfer Wand entstand nach der zweiten Straßenumbenennung in Dürrenebersdorf. Ab 1933 war es dort der Franz-Patzer-Weg und im Jahr 1978 hatte die SED Kreisleitung angewiesen den Weg nach einer Kommunistin und Aktivistin der ersten Stunde der DDR zu benennen und der Pfad hieß Helene-Dörfer-Weg. Nun, nach der politischen Wende, brach man mit den Idolen der Kommunisten und gab dem Weg die Bezeichnung "Dürrenebersdorfer Wand".
01.03.1991 Die Felbrigstraße entstand
m Jahr 1991 wurde die Lusaner Paul-König-Straße, man hatte einst an einen Kommunisten erinnert, in Felbrigstraße umbenannt. Der Geraer Zeugmacher Carl Gottfried Felbrig (24.04.1747-21.10.1829) war einst Chronist in Gera. Ihm ist zu verdanken, das spätere Chronisten die von ihm erhalten gebliebenen Unterlagen noch studieren konnten. Seine Schriftwerke hatten und haben einen unschätzbaren Wert für die Geraer Stadtgeschichte.
01.03.1991 Straßennamensverkürzung in Gera
chon seit 30 Jahren erinnerte die Stadt Gera an den ersten Mensch im Weltall, Juri Gagarin (1934-1968). Nur war zu Zeiten der DDR der lange Name, Juri Alexejewitsch Gagarin, noch Namensgeber für die ehemalige Wurm- und davor Agnessstraße. An dem Namen Gagarin wollte man in Gera auch noch nach der politischen Wende fest halten, aber nun halt ohne die aufwendigen Vornamen. Es wurde die "Gagarinstraße".
01.03.1991 Weg mit den Kommunisten in Gera
n diesem Tag beseitigte die Stadt Gera endlich einen seit 1987 bestehenden Straßennamen, welcher an den Kommunisten Rainer Knolle erinnert hatte. Es war undenkbar geworden, dass in Gera, wo nun nach der politischen Wende die Demokratie eingezogen war, immer noch an die Altlasten erinnert würde. Die "Rainer Knolle Straße" wurde zur "Heidecksburgstraße", um an die Heidecksburg im thüringischen Rudolstadt zu erinnern.
01.03.1991 Eine Straße wurde nach Heinrich Laber benannt
n diesem Jahr trennte sich die Stadt Gera von ihrer Parkstraße, die man seit 1877 in Untermhaus kannte und benannt sie nach dem Konzertmeister Heinrich Laber (11.12.1880-02.03.1950). Heinrich Laber war im Jahr 1914 von Fürst Heinrich XXVII. als Hofkapellmeister nach Gera berufen worden und hatte sich hier in Gera auch einen Namen gemacht. Sein Grabmahl wurde auf dem Geraer Südfriedhof errichtet.
01.03.1991 Hinter der Zoitzmühle
ie Zoitzmühle gab es schon lange nicht mehr, sie war aber 1314 zur ersten Mal in einer Liebschwitzer Urkunde erwähnt worden. 1838 wurde dort eine Spinnerei errichtet und die Arbeitersiedlung erhielt den Namen "Spinnerei-Anbau". Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Straße an der Siedlung in Fritz Gäbler Straße umbenannt. Gäbler war Kommunist und einer der schlimmsten SED-Ideologen und Funktionäre der ehemaligen DDR. Von dieser unsäglichen Altlast befreite man sich nun und benannte die Straße in "Hinter der Zoitzmühle" um.
01.03.1991 Die Kastanienstraße in Lusan
is dahin hieß sie noch "Straße der Neuerer" und davor Baustraße 5/1. In dieser Baustraße sollte dem sozialistischen "Neuerer" im Bauwesen symbolisch im Wohnungsbautyp IB 73, der dort gebaut wurde, eine Erinnerung verankert werden. Nun bekam die Gegend, insgesamt 3 Straßen, einfach Baumnamen.
01.03.1991 Die Kretschmersztraße in Lusan
n diesem Tag wurde die "Kurt-Sebastian-Straße", nach einem ehemaligen Kommunisten und Kapp-Putsch-Teilnehmer, in "Kretschmerstraße" umbenannt. Namensgeber Ernst Paul Kretschmer (1887-1957) war Lehrer in Gera und später erst neben und dann hauptamtlich als Stadtarchivar beschäftigt. Ihm war es zu verdanken, dass die Stadt später über ein erstklassiges Archiv verfügen konnte.
01.03.1991 Wie die Leuchtenburgstraße entstand
ach der politischen Wende hatte man sich in Gera auch dazu entschieden, sich von den alten DDR-lastigen Straßennamen zu trennen. An diesem Tag hatte der Namen "Heiz-Schiffel-Straße" in Bieblach/Ost ausgedient. Sie wurde in "Leuchtenburgstraße" umbenannt und erinnerte an die Leuchtenburg bei Kahla. Einige Straßenzüge in dem Neubaustadtteil erhielten in diesen tagen die Namen von bekannten Burgen, wie Wachsenburgstarße oder Schwarzburgstraße.
01.03.1991 Die Osterburgstarße in Bieblach
n diesem Tag, die politische Wende und die Einheit Deutschlands hatte die sozialistischen Straßennamen langsam verdrängt, wurde die "Josef-Wenig-Straße" im Geraer Neubau-Wohngebiet Bieblach/Ost in "Osterburgstraße", nach der Osterburg in Weida umbenannt. Josef Wenig (1896-1981) war einst Bergmann bei der SDAG Wismut und später ein SED-Spitzenfunktionär in der DDR-Volkskammer.
01.03.1991 Die Pasternakstraße in Gera
n diesem Tag wurde ein Teilstück zwischen der "A.S. Makarenko-Straße" und der "N.A. Ostrowski-Straße" in "Pasternakstraße" umbenannt. Gera ehrte damit Boris Leonidowitsch Pasternak (10.02.1890-30.05.1960). Der russische Dichter und Schriftsteller wurde vornehmlich mit dem Roman "Doktor Schiwago" international bekannt und später verfilmt. Im Jahr 1958 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur angetragen, den er allerdings aus formell politischen Gründen nicht annehmen konnte und wollte. Zur Zeit der kommunistischen Diktatur in der Sowjetunion galt der Preis als kapitalistisch und fremd und hatte nichts mit den sozialistisch/kommunistischen "Wertvorstellungen" zu tun. Viele russische Dichter dieser Epoche hätten den Nobel-Preis verdient gehabt.
01.03.1991 Die Prof.-Simmel-Straße in Gera
ach der politischen Wende verschwanden in Gera nach und nach die unsäglichen den Sozialismus und den Kommunismus verherrlichenden Straßennamen und deren Namensgeber aus dem Stadtbild. Auch der Kommunist Eugen Selbmann wurde von den Listen der Geraer Straßennamen gestrichen. Nun erinnerte man mit dieser Straße an Prof. Dr. Hans Simmel (06.04.1891-23.08.1943), welcher ab 1928 Chefarzt der inneren Abteilung des städtischen Krankenhauses in Gera war. Hans Simmel war Jude und wurde von den Nationalsozialisten fristlos entlassen, verfolgt, verhaftet und im KZ Dachau interniert. 1939 konnte er sich in die USA absetzen, wo er vier Jahre später, immer noch an den Haftfolgen leidend, verstarb. Die DDR hatte in ihrer Zeit selten an Menschen jüdischen Glaubens erinnert. Selbst jüdische Massengräber, welche man gefunden hatte, wurden als Gräber gefallener Antifaschisten ausgegeben. Israel war von Seiten der DDR als "Schurkenstaat" bezeichnet worden.
01.03.1991 Die Robert-Havemann-Straße in Gera
ach der politischen Wende trennte sich die Stadt Gera von ihrer Straßennamen-Altlast und benannte die Dr.-Hans-Loch-Straße, nach einem DDR-Politiker, um. Neuer Namensgeber für die Straße wurde Robert Havemann (11.03.1910-09.04.1982), einem Chemiker und Politiktheoretiker. Havemann war ein Querdenker und legte sich aktiv erst mit den Nationalsozialisten und dann mit den Machthabern in der DDR an. Diese schlossen ihn aus der SED aus und verurteilten ihn trotz des internationalen Protestes zu Hausarrest. Im Mai 1978 wurde dieser wieder aufgehoben und Havemann engagierte sich für die polnische Solidarnocs- Bewegung von Lech Walesa. 1982 unterschrieb er den Berliner Friedensappell "Frieden schaffen ohne Waffen". 1989 wurde er noch von der SED rehabilitiert.
01.03.1991 Die Rudelsburgstraße in Gera
ie "Rudelsburgstraße" war ab 1991 im Geraer Neubaustadtteil Bieblach/Ost zu finden. Zuvor war die Straße nach dem Bergarbeitern, Schriftsteller und Inoffiziellen Stasispitzel Horst Salomon benannt. Von dieser unsäglichen Benennung trennte sich die Stadt Gera nach der politischen Wende.
01.03.1991 Die Rudolf-Hundt-Straße in Gera
ach der politischen Wende trennte sich auch Gera von den kommunistischen Namensgebern der Straßen und benannte die Emil-Schönherr-Straße im Neubaugebiet Lusan in Rudolf-Hundt-Straße um. Rudolf Hundt war ein Geraer Lehrer und Geologe und wurde bekannt durch seine Erforschung der Graptolithenfauna (Leitfossilien des Zeitalters des Silur 443,7 - 416 Millionen Jahr vor unserer Zeit). Außerdem hatte er einen entscheidenden Anteil an der kulturellen Entwicklung der Stadt Gera nach 1945.
01.03.1991 Die Seydelstraße in Gera/Lusan
n diesem Tag wurde die Rudi-Birnstock-Straße, benannt nach einem Geraer Kommunisten, in "Seydelstraße" umbenannt. Johann Christian Seydel (17.09.1817-23.09.1885) war der Sohn eines Geraer Schönfärbermeisters und erlernte den Beruf selbst auch. Später widmete er sich den Naturwissenschaften und legte eine umfangreiche geologisch mineralogische Sammlungs- und Forschungsarbeit vor, welche er der Stadt schenkte. So wurde sie der breiten Öffentlichkeit zugänglich.
01.03.1991 Die Thüringer Straße in Gera
eit 1987 hatte der Geraer Neubaustdtteil Bieblach/Ost eine "Geraer Straße". Die nach der politischen Wende im November 1989 spontan in sehr großer Zahl verbreiteten Aufkleber mit dem Wort "Thüringen" und die alten Thüringenfahnen belegten recht deutlich, dass die 1952 erfolgte administrativen Auflösung des Anfang der 1920er Jahr gegründeten Landes Thüringen und die einstige DDR-weite Bildung der Bezirke die gefühlsmäßige Bindung der Menschen zu ihrer Heimat nicht aufgehoben hatte. Die friedliche Revolution, die Volksbewegung, hatte die Wiedereinführung der Strukturen der Länder auf dem ehemaligen DDR-Gebiet nun durchgesetzt. Daher wurde auch die "Geraer Straße" in "Thüringer Straße" umbenannt.
01.03.1991 Die Weidenstraße in Gera
n diesem Tag wurde die "Straße der Bauarbeiter" in Geraer Neubauwohngebiet Lusan umbenannt. Sie war 1973 die erste Straße dort und die drei Hochhäuser wurden der zentrale Lusaner Markierungspunkt. Nun wurde der "unsägliche" Name abgeschafft und die Straße bekam mit "Weidenstraße" einen Baumnamen, wie die anderen Straße dort in dieser Gegend.
01.03.1991 Es wurde wieder die Zabelstraße
n diesem Tag kam es in Gera zu zahlreichen Straßenbenennungen und auch, wie in diesem Fall, zur Rückbenennung. Im Oktober 1877 wurde die Verlängerung der "Hunmoldtstraße" zum ersten mal nach dem Ehepaar Karl-Friedrich-Gotthelf und Henriette Zabel, den Stiftern der Zabelschule, in "Zabelstraße benannt. Von 1958 bis 1991 war Dr. Otto Nuschke, ein linientreuer DDR-Politiker, Namensgeber der Straße. 1991 bekam die Straße nun zum zweiten Mal, nun als Rückbenennung, den Namen "Zabelstraße".
20.03.1991 Fotos aus Gera
ie Agfa-Laborgeräte GmbH, Tochter der Bayer AG aus Leverkusen, wurde in Gera in der Keplerstraße ansässig.

31.03.1991 Das "Fettnäppchen" wurde privatisiert
as Geraer Kabarett "Fettnäppchen" wurde im Jahr 1973 in der Stadt gegründet. Vorausgegangen war ein Beschluss der DDR-Regierung zu dieser Zeit, in allen der 15 Bezirksstädte eine Kleinkunstbühne zu etablieren. Nun wurde das "Fettnäppchen" als erstes der Kabaretts in den neuen Bundesländern privatisiert. Geschäftsführende Gesellschafter wurde seit dem Zeitpunkt Eva-Maria Fastenau und Susanne Russe. Hauptspielstätte blieb allerdings auch nach der politischen Wende der Höhler unter dem Geraer Renaissancerathaus am historischen Marktplatz.
02.04.1991 Ein großer Gartenmarkt
m April eröffnete mit "Fiedlers Gartenwelt" der erste große Gartenmarkt in Gera. Der Geraer Traditionsbetrieb war damals schon 62 Jahre alt.
18.04.1991 Das Bieblach-Center
n diesem Tag erfolgte die Grundsteinlegung für das Bieblach-Center in Bieblach-Ost. Am 5. Dezember des gleichen Jahres wurde dann der Einkaufspark eröffnet.
14.05.1991 Kurt Schmidt verstorbenen
er Geraer Bauhaus-Künstler Kurt Schmidt war in Gera verstorben. Der 1901 in Limbach geborene Künstler war 1903 nach Gera gezogen, wo er in den 1920er Jahren seine künstlerische Laufbahn begann und 1920 dem Bauhaus beitrat. Anlässlich seines 80. Geburtstages 1981 hatte ihm Gera eine erste große Ausstellung gewidmet. Kurz nach seinem 90. Geburtstag verstarb der Künstler.
23.05.1991 Berufsfachmesse
ie erste Geraer Berufsfachmesse fand im Geraer Messe- und Ausstellungszentrum in der Haeckelstraße in Debschwitz statt.
06.1991 Ein Spatenstich
er erste Spatenstich für den Bau des katholischen Seniorenheimes erfolgte an diesem Tag in Gera Lusan.
01.06.1991 Der Städteexpress
it dem Fahrplanwechsel zum 1. Juni der Deutschen Reichsbahn, wurde der Städteexpress "Elstertal" Gera- Berlin eingestellt.
11.06.1991 Pflege der Partnerstädte
er Städtepartnerschaftsvertrag zwischen dem thüringischen Gera und dem holländischen Arnhem wurde in Arnhem (Zu deutsch Arnheim) erneuert.
22.06.1991 Brand durch Blitzschlag
unmehr 1.017 Jahre stand die Veitskirche in Wünschendorf seit ihrer Gründung 974. Sie war mehrfach erweitert und saniert worden. Nach dem Brand durch einen Blitzeinschlag war eine weitere Sanierung unumgänglich geworden. Die Kirche bekam auch gleich noch eine neue Orgel.
27.06.1991 Ein Rücktritt
oktor Bernhard Gantenbein trat nach einem Misstrauensantrag als Präsident der Stadtverordneten zurück.
28.06.1991 Alles Theater
om 28. Juni bis zum 30. Juni fand das internationale "Open- Air- Spektakel" "Alles Theater" erstmals im Geraer Küchengarten statt.
30.06.1991 Die Geraer Einwohnerzahl
nfang der 1970er Jahre waren in Gera mehr als 112.000 Menschen registriert und 1986 waren es nunmehr 132.300. Damit war schon fast der höchste Stand erreicht, denn nur in der Wendezeit von 1989/90 lebten mit über 134.000 mehr Menschen in Gera. Danach verringerte sich die Zahl durch viele Abwanderungen in die alte Bundesrepublik dramatisch und ging in den Folgejahren tendenziell wieder zur 100.000er Marke zurück. Im Jahr Eins nach der politischen Wende lebten noch gut 128.000 Menschen in Gera.
01.07.1991 Aus "OTN" wurde "OTZ"
ie größte Geraer Tageszeitung Thüringens änderte nochmals ihren Namen. Aus der "OTN" (Ostthüringer Nachrichten) wurde die "OTZ" (Ostthüringer Zeitung). Die Umbenennung der "Volkswacht" in "OTN" war bereits im Jahr 1990 erfolgt.
01.07.1991 Das Ende der Ostthüringer Nachrichten
ach einer Auseinandersetzung mit der Treuhandanstalt stellte die OTN (Ostthüringer Nachrichten) ihr Erscheinen an diesem Tag ein. Neu herausgegeben wurde dann die OTZ (Ostthüringer Zeitung) und Mehrheitsgesellschafter wurde die WAZ Mediengruppe Essen.
01.07.1991 Das Ende der Elektronik
er VEB Elektronik Gera, mit 4300 Mitarbeitern größter Betrieb der Stadt, schloss an diesem Tag seine Pforten. Das Nachfolgeunternehmen Electronicon übernahm lediglich 238 Arbeiter.
04.07.1991 Der Bildungsmarkt
er erste Geraer Bildungsmarkt wurde im Messe- und Ausstellungszentrum im Geraer Stadtteil Debschwitz durchgeführt.
06.07.1991 Ein katholisches Seniorenheim
as bereits lange geplante Vorhaben, der Bau eines katholischen Seniorenheimes in Trägerschaft der Gemeinde, nahm zu dieser Zeit konkrete Formen an.  Am 7. Juni1991 nahm Bischof Schaffran den ersten Spatenstich vor, die Grundsteinlegung erfolgte am 21. Februar 1992 und die Feier des Richtfestes war am 26. Juni1992. Am 17. April 1993 konnte schließlich das katholische Seniorenheim „Edith Stein“ geweiht werden.

18.08.1991 Artur Baumann verstorben
rtur Baumann (auch Arthur Baumann), geboren in Gera, war ein deutscher Politiker (KPD/SED) und Gewerkschafter. Er war von 1950 bis 1952 Vorsitzender des FDGB-Landesvorstandes Sachsen. Baumann wurde als Sohn eines Schneiders in Gera geboren. Nach dem Besuch der Volksschule machte er eine Lehre zum Bäcker und arbeitete in diesem Beruf, später auch als Arbeiter in einem Kammgarnbetrieb und als Transportarbeiter. 1921 trat er dem Deutschen Textilarbeiter-Verband bei. 1923 wurde er Mitglied des KJVD, 1926 Mitglied der KPD. Nach der "Machtergreifung" durch die Nationalsozialisten 1933 war Baumann mehrfach inhaftiert. Ab 1937 arbeitete er als Feinschleifer. Noch 1945 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Im Jahr 1946 wurde er Mitglied der SED und baute den Verband der Metallarbeiter in Leipzig mit auf. Ab 1946 war er Zweiter Vorsitzender, von 1948 bis 1950 Erster Vorsitzender des Landesvorstandes Sachsen der IG Metall. Nach einem Studium an der Parteihochschule 1949/1950 wurde Baumann Mitglied der SED-Landesleitung Sachsen, Vorsitzender des FDGB-Landesvorstandes Sachsen und Mitglied des Sächsischen Landtags (jeweils bis zur Auflösung der Länder in der DDR 1952). Ab 1952 war er dann Mitglied des Bezirkstags Leipzig, 1953 fungierte er als kommissarischer Vorsitzender des Zentralvorstandes der IG Metall. Von 1950 bis 1955 Mitglied des FDGB-Bundesvorstandes, war er 1952/1953 Abteilungsleiter ebendort. Ab 1953 war er Sekretär und Mitglied des Präsidiums des Zentralvorstandes der IG Metall/Metallurgie bzw. der IG Metall. Von 1958 bis 1960 war er Mitarbeiter der Abteilung Gewerkschaften und Sozialpolitik im ZK der SED. 1970 trat er in den Ruhestand und wurde Vorsitzender des Arbeitskreises verdienter Gewerkschaftsveteranen der IG Metall. Er verstarb am 18. August 1991 in Berlin.
09.1991 Die Grundig Akademie in Gera
n diesem Jahr wurde die erste Niederlassung der Grundig Akademie unter der Leitung von Doktor Reinhold Schuster nach dem Vorbild einer Akademie in der Geraer Partnerstadt Nürnberg eröffnet.
05.09.1991 Eine Fachschule
n Kaimberg, einem Stadtteil Geras, im Objekt eines ehemaligen medizinischen Fortbildungszentrums aus Zeiten der DDR, eröffnete die AWO (Arbeiterwohlfahrt) Gera eine Fachschule für Gesundheits- und Sozialberufe.
13.09.1991 Die ersten Politessen
ie ersten Politessen waren seit diesem Tag in Gera unterwegs und sollten für Ordnung und Sicherheit sorgen. Beliebt waren sie auch zu diesem Zeitpunkt nicht.
03.10.1991 Ein neues Volksfest
ie historische Innenstadt Geras ist zu weiten Teilen unterhöhlert. Diese Bierhöhler waren zur Lagerung des Gerstensaftes angelegt worden. Ein Haus mit einem solchen Höhler hatte nach dem alten Stadtrecht dadurch automatisch eine Schankgenehmigung. Genau ein Jahr nach der Deutschen Wiedervereinigung wurde eine neue Volksfesttradition, das erste Geraer Höhlerfest, in der Stadt begründet.
03.10.1991 Rechter Aufmarsch in Gera
s war der erste Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung, als es in Gera zum ersten Aufmarsch der NPD kam. Die Geraer Polizisten, die die Veranstaltung sichern mussten, wurden von Kollegen aus den "alten" Bundesländern tatkräftig unterstützt. Leider kam es in der Folge immer wieder zu Aufmärschen der Neonazis und immer wieder stemmten sich auch die Geraer gegen die braunen Demagogen.
10.10.1991 Gantenbeins Nachfolger
atthias Reif von der CDU trat die Nachfolge, des an einem Misstrauensvotum gescheiterten Doktor Bernhard Gantenbein als Präsident der Stadtverordnetenversammlung, an
17.10.1991 Eine neue Partnerstadt
in neuer Partnerschaftsvertrag wurde nun auch mit der südrussischen Partnerstadttadt Geras, Rostow am Don, abgeschlossen.
30.10.1991 Ein ungesühntes Verbrechen
n diesem Tag wurde in Gera eine ältere alleinlebende Dame tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Sämtliche Möbeltüren und Schubladen waren geöffnet und alles deutete auf einen Raubmord hin. Alles war durchsucht worden, es schien aber nichts zu fehlen. Der Täter war wohl gestört worden und hatte übereilt den Ort des Verbrechens verlassen. Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass das Opfer erwürgt worden war, aber die Ermittlungen der Polizei brachten keine weiteren Ansätze zum Täter. Es war aber auch schwierig für die Polizei in dieser Zeit, wo sich Haustürvertreter überall die Klinke in die Hand gaben und ständig irgendetwas irgendwo verkauft oder angeboten wurde. Keiner konnte sich daher an eine bestimmte Person erinnern. Zu viele zwielichtige Gestalten waren "geschäftlich" unterwegs in Gera. Der Täter wurde daher nie ermittelt.
11.1991 Die Hinterlassenschaften der Russen
ls die Russen ihre Kasernen und Stützpunkte, zum Beispiel den Geraer "Reußpark", in Thüringen nach 1990 räumten, war dies oftmals mit der Demontage der gesamten Einrichtung verbunden. Ob Fenster, Sanitäreinrichtungen oder Elektroanlagen. Alles was nicht "niet- und nagelfest" war wurde gen Osten transportiert. Doch nicht alles wurde von den Russen mitgenommen. Die Streitkräfte hinterließen auf den weitläufigen Militärgeländen Öl, Benzin, Munition und Gifte aller Art. Insgesamt hinterließen die Russen 7.500 Hektar belastete Militärflächen. Mehr als 160 Tonnen Munition wurden in den letzten Jahren gefunden und entsorgt. Die Kosten für die Beseitigung von Munition und Umweltgiften summieren sich inzwischen auf 100 Millionen Euro. (Die Russen in Thüringen - Thüringer Geschichte (c) MDR Quelle: Die Russen in Thüringen vom 21.11.2002 )
09.11.1991 Das Gewerbegebiet Frießnitz
n diesem Tag feierte man in Frießnitz mit dem ersten Spatenstich die Gründung des künftig dort angelegten Gewerbegebietes. Zu dieser Zeit war der Begriff "Gewerbegebiet" hier noch etwas völlig Neues. Nur wenige Monate zuvor war es undenkbar gewesen, dass man mit einem solchen Gewerbegebiet privates Unternehmertum fördern wollte. Denn zu Zeiten der DDR, bis 1990, waren die Betriebe fast ausschließlich in staatlicher Hand. Auf rund neuen Hektar (90.000 Quadratmeter) siedelten sich dann dort 13 Firmen an.
21.11.1991 Uniformmodenschau
uf der Magistratssitzung fand eine "Modenschau" statt. Es wurde aber nicht die neuste Pariser Mode vorgestellt, sondern ein Geraer Unternehmer stellte die Kleidung für die künftigen Politessen vor.
21.11.1991 Das Kaufhaus auf der Sorge
as Kaufhaus "Horten" auf der Geraer Einkaufsmeile "Sorge" wurde nach der Innenrekonstruktion wieder eröffnet. Im oberen Geschoss wurde eine Zwischendecke entfernt, so dass der aus der Bauzeit stammende Lichthof des alten Horten- Kaufhauses wieder sichtbar war.
28.11.1991 Symbolische Übergabe
ach vierjähriger Rekonstruktions- und Bauzeit hatte Baudezernent Ralf Rauch, der spätere Oberbürgermeister in Gera, den symbolischen Schlüssel für das Otto Dix- Haus am Mohrenplatz an den Direktor der Kunstgalerie, Lothar Toepel, übergeben.
12.1991 Kampf gegen Umweltsünden
ie DDR war nicht gerade dafür bekannt, besonders schonend mit der Umwelt umgegangen zu sein. Das traf aber vornehmlich für die Industrie zu und nicht auf den einzelnen Bürger. Das änderte sich allerdings mit dem Fall der Mauer schlagartig, denn nun wollte jeder alles was neu ist und damit auch seine "Altlasten" loswerden. Überall in Gera, an den unmöglichsten Orten, entstanden illegale Mülldeponien. Ende des Jahres 1991 wurde dann erstmals von behördlicher Seite reagiert und die PI ZD (Polizeiinspektion Zentrale Dienste) wurde mit der Verfolgung der Umweltstraftaten beauftragt.
01.12.1991 Otto Dix wäre 100 Jahre alt geworden an diesem Tag
it einer Festsitzung wurde im Konzertsaal des Theaters der Maler Otto Dix (1891 bis 1969) zu seinem 100sten Geburtstag geehrt. Sein Geburtshaus am Mohrenplatz in Untermhaus wurde als Museum mit der Eröffnung der Ausstellung "Otto Dix- Arbeiten auf Papier" eingeweiht.
02.12.1991 Das Geraer "Otto-Dix-Haus"
as Otto-Dix-Haus in Gera ist das Geburtshaus des Geraer Malers Otto Dix. Das mehrstöckige Haus wurde 1991, zum 100. Geburtstag von Otto Dix, ein Kunstmuseum, das auf zwei Etagen ausstellt. Das Geburtshaus des Geraer Malergenies befindet sich in Gera-Untermhaus neben der Marienkirche am Mohrenplatz sowie in der Nähe des Hofwiesenparkes (Gelände der Bundesgartenschau 2007) und des ehemaligen Schlosses Osterstein. Zur ständigen Ausstellung des Museums gehören Zeichnungen, Ölgemälde sowie gedruckte Grafiken des Eigenbestandes. Neben Werken von Otto Dix, die ihren festen Platz haben, sind hier auch wechselnde Ausstellungen anderer Leihgaben zu bewundern. Neben den Bildausstellungen befindet sich dort auch eine feste Ausstellungseinheit. Es sind die Räume, in denen damals Otto Dix gelebt hat. In Vitrinen kann man hauptsächlich Werke auf Papier betrachten. Neben dem eigentlichen Museumsbesuch stellte das Otto-Dix-Haus bis ins Jahr 2007 ausgebildete Museumspädagogen und Künstler, die Kinder und Jugendgruppen betreuten. In eingeteilten Altersgruppen wurden dort selber Werke erstellt. Die Gruppen nutzten die Ausstellungen als Motivhilfe oder Technikbeispiel.
02.12.1991 Alles Gute zum Hundertsten
n diesem Tag wäre der Geraer Maler und Ehrenbürger Otto Dix (1891-1969) Einhundert Jahre alt geworden. Die Stadt Gera nahm das Jubiläum zum Anlass, im Geburtshaus des Künstlers in Untermhaus die städtische Otto-Dix-Sammlung zu eröffnen. Das Otto-Dix-Haus, unmittelbar an die neugotische Marienkirche angrenzend, war im 18. Jahrhundert errichtet worden.
13.12.1991 Politessen in Gera
ie ersten Politessen, besonders beliebt bei Autofahrern, nahmen in der Stadt Gera ihre Arbeit auf und sollten in der Stadt für Ordnung und Sicherheit sorgen. Und natürlich Geld in die Stadtkasse spülen. 
14.12.1991 Ein neuer Optiker
ie Optikerkette "Fielmann", ein deutschlandweites Unternehmen, eröffnete in der Geraer "Humboldtstraße" eine Filiale.
15.12.1991 Weibliches Unternehmertum
strid Martin und Ramona Tyrock wagten, beide Mitte 20, den Sprung in die Selbstständigkeit. Zusammen eröffneten sie eine Physiotherapie in der Geraer Calvinstraße 15 im Ostviertel. Damit starteten sie in einem medizinischen Bereich ihre freiberufliche Tätigkeit, den es eigenständig vor der Wende nicht gab.
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21.12.1991 Ein historisches Café eröffnete wieder
as bekannte Geraer "Café Sternberger" in Untermhaus öffnete gut 4 Jahre nach seiner Schließung wieder seine Pforten. Eröffnet wurde das Café einst von Elsa Wiederhold als Süßwarenhandlung 1909 und 1919 war es von ihrem Gatten Karl Sternberger zum Café ausgebaut worden. Eine der Töchter von Elsa Wiederhold hatte in die Familie Eschenbach eingeheiratet und ein Sohn aus der Verbindung betrieb die Neueröffnung nach der politischen Wende.
1992 Erste Auswirkungen der Wiedervereinigung
n diesem Jahr wurden die letzten noch verbliebenen Soldaten der  ehemaligen „Sowjetischen Besatzungszone“ (SBZ) aus Gera verabschiedet. Seit dem Ende des Krieges, bis zur Wiedervereinigung, waren Truppen aller vier Besatzungsmächte in beiden Teilen Deutschlands  stationiert. Drei (England, Frankreich und die USA) im Westen und die( Sowjetunion) im Osten.
Gera war eigentlich von den amerikanischen Besatzungstruppen (Alliierten) , wie ganz Thüringen, befreit worden, wurde aber territorial im Austausch mit Westberlin an die Sowjets übergeben. Alle vier Besatzungsmächte wollten Teile der ehemaligen Reichshauptstadt kontrollieren. Was die Teilung der ehemaligen Reichshauptstadt in Ostberlin und Westberlin besiegelte. Ostberlin wurde die Hauptstadt der DDR während in der Bundesrepublik Deutschland sich, auf Wunsch von Bundeskanzler Konrad Adenauer, für Bonn (für die Zeit der Teilung Deutschlands) entschieden wurde.
1992 Gold in Spanien
ie Geraer Leichtathletin Heike Drechsler gewann im Rahmen der Olympischen Spiele in Barcelona erstmals eine olympische Goldmedaille. Wieder einmal war sie im Weitsprung die Beste.
1992 Ein neuer Intendant im Theater
n diesem Jahr wurde Michael Schindheim zum neuen Intendanten ans Geraer Theater berufen. Er machte sich durch seine Experimentierfreude bei den Theateraufführungen bleibend einen Namen in der Geraer Theatergeschichte.
1992 Personaländerungen am Puppentheater
inige Veränderungen gab es nach 1989, der politischen Wende in Ostdeutschland, auch im Puppentheater. In diesem Jahr beendete Erhard Oestreich seine Tätigkeit als Leiter. Ihm folgte Ingrid Fischer als amtierende Direktorin, gefolgt von Andreas Schmidt-Schaller in den Jahren 1993-1995, Martin Morgner in den Jahren 1995-1997 und 1999-2000 Arnold Bischinger.
1992 Boom an der Geraer Musikschule
m Ergebnis des Ausbaues der "Musikalischen Früherziehung" der "Musikalischen Grundausbildung" und verschiedener Formen des Gruppenunterrichtes belief sich die Schülerzahl an der Geraer Musikschule auf 958 Schüler.
1992 Die Fürstensärge waren durch Wasser gefährdet
n diesem Jahr öffneten Sachverständige in Gera die Gruft der Fürsten zu Reuß in der St. Salvator-Kirche. Neben dem Sarg von Heinrich Posthumus (1572-1635) waren noch zehn weitere Särge derer zu Reuß entdeckt. Auffällig an den Särgen war, dass sie aufwändig mit Bibeltexten verziert waren, was der Fürst einst in Auftrag gegeben hatte. Nun waren die Relikte von eindringendem Sickerwasser stark bedroht und mussten erst einmal ausgelagert werden. Verbracht wurden sie 1995 in die St. Johannis-Kirche.
1992 Der Aenne-Biermann-Preis in Gera
er Aenne-Biermann-Preis für deutsche Gegenwartsfotografie, nach der Geraer Fotografin Aenne Biermann, der Tochter von Kaufhausgründer Max Biermann, benannt und eine bedeutende deutschen Auszeichnung für Fotografie. Der Preis wird seit 1992 alle zwei Jahre von der Stadt Gera vergeben. Er soll einen umfassenden Überblick über die zeitgenössische junge Fotografie in Deutschland vermitteln und ist mit 2.000 Euro (1. Preis), 1500 Euro (2. Preis) und 1000 Euro (3. Preis) dotiert. Weiterhin gibt es Anerkennungen zu je 500 Euro. Den Preisträgern ist zusätzlich die Teilnahme an der entsprechenden Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst in Gera garantiert. Die Jury besteht aus einem Vertreter des Museums für Angewandte Kunst Gera, einem Vertreter von Art Regio, dem 1. Preisträger des vorangegangenen Wettbewerbs und zwei renommierten Fototheoretikern (z. B. Kunstwissenschaftler, Fotojournalist, Kustode).
1992 Der Biermann-Preis und das MAK
m bekannten Ferberschen Haus in der Greizer Straße 37 war schon seit der Sanierung von 1984 ein Kunsthandwerk-Museum untergebracht, welches nach der politischen Wende 1991 den Namen MAK (Museum für Angewandte Kunst) erhalten hatte. Seit dem Jahr 1992 wurde dort alle zwei Jahre veranstaltet, der renommierte "Aenne Biermann Preis" verliehen. das Museum fühlte sich seit jeher besonders mit dem Erbe der Geraer Fotografien Aenne Biermann verbunden und ehrte sie mit dem Preis der ihren Namen trägt als eine Vertreterin der "Neuen Fotografie". (Aenne Biermann war Jüdin und lebte von 1898-1933)
1992 Eine amerikanische Partnerstadt
ort Wayne ist mit 219.351 Einwohnern (2004) die zweitgrößte Stadt im US-Bundesstaat Indiana und Sitz der Countyverwaltung (County Seat) des Allen Countys. Fort Wayne ist ein Industriezentrum und ist Sitz des Bistums Fort Wayne-South Bend. Fort Wayne wurde 1794 an Stelle der Siedlung Kekionga erbaut, wo die Miami-Indianer ihren Hauptsitz hatten. Im Jahr 1832 wurde mit dem Bau eines Kanals, der Eriesee und Wabash River verbinden sollte, begonnen. Um deutsche und irische Immigranten als Arbeiter für dieses Projekt in die Gegend zu locken, wurden Landparzellen zu sehr niedrigen Preisen vergeben. Dieser Anreiz brachte nicht nur die nötigen Arbeitskräfte nach Fort Wayne, sondern auch Probleme, als sich die irischen Katholiken und deutschen Lutheraner stritten. Trotzdem konnte der Kanal 1843 eingeweiht werden. Wegen der Immigration der Bauarbeiter wuchs die Anzahl der Einwohner stark und viele Kirchen wurden gebaut. Heute gibt es über 200 Kirchen verschiedener Konfessionen in der Stadt. Viele der deutschen Einwanderer waren Lutheraner. Zu dieser Zeit gab es nur wenige lutherische Pfarrer in der USA und gerade einen in Indiana, Jesse Hoover. 1838 kam Pfarrer Friedrich Konrad Dietrich Wyneken in Fort Wayne an und entdeckte, dass Pfarrer Hoover einige Tage davor gestorben war. Entsetzt über die kirchliche Lage der Lutheraner in Fort Wayne reiste Wyneken nach Deutschland, um Hilfe zu suchen. Er schrieb The Distress of the German Lutherans in North America - die Notlage der deutschen Lutheraner in Nordamerika, in Deutschland als der Notruf bekannt. Wynekens Notruf und seinen Bemühungen folgend emigrierten viele deutsche Pfarrer nach Fort Wayne, sowie deutsche Lutheraner, besonders nach der Märzrevolution von 1848/49. Die Lutheran Church Missouri Synod, die Synode der lutherischen Kirche in Missouri, wurde 1847 in Chicago gegründet; das erste Predigerseminar dafür war in Fort Wayne. Das Concordia Theological Seminary existiert heute noch und ist als sehr konservativer Bildungsort bekannt. Der Begründer des Seminars, Wilhelm Sihler, war einer der Pfarrer, den Wyneker mit seinem Notruf nach Nordamerika gebracht hatte; heute wird er manchmal als Vater der Lutheraner in Nordamerika gefeiert.
1992 Der ehemalige VEB Elektronik in Gera
ut drei Jahre nach der politischen Wende hatte der bekannte Betrieb immerhin noch 4300 Mitarbeiter. Der VEB Elektronik Gera war im Jahre 1947 aus der Firma "Siemens & Halske AG" hervorgegangen und firmierte unter der Bezeichnung "Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SAG) Isolator, Kondensatorenwerk" in Gera. Im Jahre 1948 war die Überführung der Firma ins Staatseigentum als "VEB RFT Kondensatorenwerk Gera" erfolgt. In der Zeit der DDR war der volkseigene Betrieb sehr erfolgreich, trotzdem konnten die Produkte mit den nun mehr auf den Markt strömenden westlichen Produkten nicht konkurrieren und im gleichen Jahr kam es zur Liquidation und Schließung des Betriebes "VEB Elektronik Gera". Die anschließende Neugründung brachte 238 Mitarbeitern einen Anstellung im als "Electronicon-Kondensatoren GmbH" geschaffenen Betrieb.
1992 Ein besonderer Schulfilm
as "Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608" ist eine traditionsreiche Schule in Gera und war auf Initiative von Heinrich Reuß jüngere Linie "Posthumus" (1572-1635) gegründet worden. In diesem Jahr erfolgte die Übereignung des Films "Im Banne der Penne", welcher bei einem Klassentreffen des Abiturjahrganges 1933 entstanden war. Ein wichtiges Zeitdokument aus einer schwierigen Zeit, als die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht an sich gerissen hatten.
1992 Wurstprodukte aus Kraftsdorf
m Jahr 1893 gründete Werner Kaiser, Sohn einer alteingesessenen Geraer Fleischerfamilie, die Wurstfabrik auf dem Postberg von Kraftsdorf. Es war die Geburtsstunde der später noch sehr bekannten "Kraftsdorfer Fleischwaren GmbH". Das Unternehmen hatte seinen Sitz in der Kraftsdorfer Bahnhofsstraße. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erging es dem Unternehmen wie vielen anderen privaten Kleinbetrieben, es wurde nach sowjetischem Vorbild verstaatlicht und nannte sich ab 1945 volkseigener Betrieb (VEB). Im Jahr 3 nach der politischen Wende und dem daraus resultierenden Ende der volkseigenen DDR-Wirtschaft hatte das Unternehmen seine Eigenständigkeit zurück erhalten und bekam im Jahr 1992 das Gütesiegel "Original Thüringer Qualität" verliehen.
1992 Schließung mit 4300 Mitarbeitern
u Zeiten der DDR kannte man die Elektronikprodukte aus Gera, sie waren in vielen DDR-Wohnungen anzutreffen, aber weltmarktfähig waren sie nur sehr selten. Im Zuge der Kombinatsbildung erfolgte im Jahr 1977 die Gründung des "VEB Elektronik Gera". Der Betrieb hatte schon zu Beginn der 1980er Jahre über 6000 Beschäftigte. Zwei Jahre nach der politischen Wende und der deutschen Wiedervereinigung hatte der nun ehemalige VEB Elektronik Gera 4.300 Mitarbeiter. Trotzdem erfolgte im gleichen Jahr die Liquidation und die Schließung des Betriebes "VEB Elektronik Gera". Anschließend kam es zur Neugründung des Unternehmens mit nur noch 238 Mitarbeitern als "Electronicon-Kondensatoren GmbH". Die Firma konnte sich danach auf dem Markt behaupten und existierte 2013 noch immer.
01.01.1992 Die BStU nahm ihre Arbeit auf
m 18.12.1991 wurde in der Bundesrepublik Deutschland das Stasiunterlagengestz verabschiedet. Und an diesem Tag nahm die Außenstelle Gera des Beauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienst der ehemaligen DDR (BStU) ihre Arbeit auf.
06.01.1992 Neues Gas
is zum 1.Oktober soll in Gera die Umstellung von Stadt- auf Erdgas abgeschlossen werden. Zunächst wurden 31.000 Stadtgaskunden vom neuen Gaslieferanten Wintershall Handelshaus GmbH Kassel versorgt.
02.1992 Eine neue Musikschule in Gera
m Februar 1992 wurde in Gera die NMS (New Music School) gegründet und siedelte sich in der Großen Kirchstraße an der Ecke zur Späthe Passage an. Die Musikschule wurde nicht nur zur ersten, sondern auch zur größten privaten Einrichtung dieser Art in Gera und seiner Umgebung. Ein Motto der Schule war immer "Erst probieren, dann studieren".
21.02.1992 Grundsteinlegung für ein Seniorenheim
ischof Joachim Reinelt legte im Neubaugebiet, in Gera Lusan, den Grundstein für das katholische Seniorenheim "Edith Stein".
21.02.1992 Wir aßen plötzlich amerikanisch
ie amerikanische Fast- Food- Kette MC Donalds eröffnete an der Siemensstraße, kurz vor der Auffahrt zur A 4 , eine Filiale. Es musste ja so kommen!
21.02.1992 Endlich amerikanisch essen
as amerikanische Fast-Food-Unternehmen Mc Donalds eröffnet an der Geraer Autobahn-Ausfahrt sein erstes Schnellimbiss-Restaurant der Stadt. Ein weiteres Restaurant dieser weltweit agierenden Kette sollte in der Schloßstraße folgen.
22.02.1992 Die Verkehrsbetriebe feierten
as "Einhundertjährige Jubiläum" der Straßenbahn in Gera konnte gefeiert werden. Nach Halle in Sachsen- Anhalt, war Gera die zweite Stadt in Deutschland, welche für den städtischen Nahverkehr eine Straßenbahn einsetzte.
01.03.1992 Überall alte Autos
es Deutschen liebstes Spielzeug, das Auto, stand im Fokus der Geraer Polizeiarbeit. Aber es waren nicht die fahrenden Autos die Gegenstand der Polizeiarbeit waren, sondern die Autos, die illegal entsorgt wurden und nun überall rum standen. Rückblickend muss erwähnt werden, dass es in der DDR bis zu 18 Jahre hat dauern können, bis man an ein Auto kommen konnte. Als sich die Grenze zur Bundesrepublik geöffnet hatte, waren "neue Westautos" kein Problem mehr, jedenfalls die Beschaffung. Viele ließen nun aber ihr altes Ost-Auto abgemeldet einfach irgendwo auf der Straße stehen, was zum Ärgernis für die Stadt wurde. Daher bildete die PI ZD (Polizeiinspektion Zentrale Dienste) eine Verfügungsgruppe zur Aufklärung von Umweltstraftaten und fand in Stadt und Natur ein umfangreiches Betätigungsfeld. An Hand der Fahrzeugidentifikationsnummer wurden die "alten" Halter meist schnell ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen. So manch ein Geraer Umweltsünder besann sich nun, so lange er noch nicht erwischt war, eines Besseren und entsorgte sein Altauto noch schnell legal und Gera war ein rostiges Problem los.
11.03.1992 Florian Trinks geboren
lorian Trinks, in Gera geboren, ist ein deutscher Fußballspieler. Er wird im Mittelfeld eingesetzt und wurde im Jahr 2009 U-17 Europameister. Trinks begann mit dem Fußballspielen bei den Geraer Dynamos bevor er als Neunjähriger zur Jugend des 1. SV Gera wechselte. Dort fiel sein Talent auf, so dass er 2004 in die Jugendmannschaft des höherklassig spielenden Lokalrivalen FC Carl Zeiss Jena wechselte. Im Jahr 2006 zog er weiter und wechselte zum SV Werder Bremen, bei dem er ins Fußballinternat einzog. Dort durchlief er die einzelnen Nachwuchsmannschaften und spielte sich parallel in die Jugendauswahlmannschaften des DFB. Im Sommer 2009 nahm er mit der deutschen U-17-Auswahl an der U-17-Europameisterschaft 2009 teil und gehörte zu den Stützen, die zum Finaleinzug beitrugen. Im Endspiel erzielte er in der Verlängerung den spielentscheidenden Treffer zum 2:1-Finalsieg über die Niederlande. Dieses Tor, ein direkt verwandelter Freistoß, wurde auch zum Tor des Monats Mai 2009 in der ARD-Sportschau gewählt. Im Frühjahr 2010 rückte Trinks erstmals in den Kader der U-23-Mannschaft von Werder Bremen auf und bestritt am 28. Spieltag der Drittligaspielzeit 2009/10 sein erstes Profispiel, als er beim 0:0-Unentschieden gegen den FC Ingolstadt 04 am 13. März 2010 für Tobias Kempe eingewechselt wurde. In der anschließenden Spielzeit wurde er fester Teil der U-23-Mannschaft unter Trainer Thomas Wolter und auch Mitglied der ersten Mannschaft unter Trainer Thomas Schaaf. Am 29. Januar 2011 gab er gegen den FC Bayern München sein Bundesliga-Debüt, als er in der 67. Minute für Marko Marin eingewechselt wurde. Am 27. Februar 2011 gab er im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen sein Startelfdebüt.
18.03.1992 Die Einführung der Regelschule
n der Aula der 11. Oberschule in der Richterstraße 2 (Lutherschule) fand das erste öffentliche Elternforum zur Einführung der Regelschule in Gera statt. Damit sollte das Schulsysthem auf westliche Verhältnisse umgestellt werden. 

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18.01.2015
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