Rolle oben
20.06.1890 Meta Böhnert geboren
<<< zurück zur Chronik
Meta Böhnert ist mit nicht einmal 48 Jahren gestorben. Und das im Jahre 1934, wie der Naziverbrecher Ernst Röhm. Ich will beide nicht vergleichen, denn das geht nun wirklich nicht. Und es verbietet sich jedes "Aber".
Nur, eine Meta Böhnert zur Heldenfigur für die DDR zu machen war eine politische Frechheit. Der Kommunismus, von dem Menschen wie Thälmann, Böhnert, Seelenbinder, Panndorf, Liebknecht, Luxemburg und Marx träumten, wurde nur im Namen derer betrieben und nicht verwirklicht. Ein Machtaperat, Demagogie, Einparteienherrschaft und heruntergewirtschaftete Staatshaushalte hatten die Urväter nicht im Blick. Sie wollten erheblich bessere Lebensumstände für die einfachen Menschen erreichen und keine Gewaltherrschaft. Sie hatten ein ganz anderes Weltbild als man ihnen später andichtete. Für das, was die späteren Kommunisten aus den alten Idealen gemacht haben, hätten sie kein Verständnis gehabt und weder toleriert noch befürwortet.
Man muss nun einmal einsehen, dass sich auch nach den Bestrebungen der ersten Visionäre des Kommunismus noch keine Möglichkeit ergeben hat, dem Bürger diese Staatsform näher zu bringen. Das liegt natürlich auch daran, dass schon Lenin für die Durchsetzung seiner "Ziele" den Terrorismus für angebracht und notfalls einsetzbar hielt. Daher kann man von Gewaltherrschaft sprechen.
Die Machthaber haben ihre Macht bisher immer verbraucht und haben sie missbraucht. Jeder Widerstandskämpfer, welcher zu Zeiten der DDR verehrt wurde und diese nicht erleben konnte, hätte sich mit Abscheu von der tatsächlichen Verwirklichung der sozialistischen Ziel distanziert.
Wie Ernst Röhm vielleicht auch von den Nationalsozialisten, die ja bekanntlich streng gegen Homosexuelle, und so einer war Ernst Röhm nun mal, vorging und ihre Vernichtungsmethoden praktisierte. Das System ist immer so schlecht wie es die Gesetzeslage zulässt.
Vielleicht wäre aus Joseph Mengele ein guter Kinderarzt und aus Hitler ein bekannter Landschaftsmaler geworden, wenn die Lebensumstände es zugelassen hätten.
In der DDR, von 1971-1989, dachte ja auch ein ehemaliger Dachdecker er wäre zum Staatsmann geboren. Er und seine politischen Witzfiguren haben die Wende zum Glück nicht überstanden. Wer mit einem Mauerbau die Menschen gefügig machen will, ihnen ihre Würde nimmt, einsperrt und ihnen das Leben raubt ist auch ein Gewaltherrscher.
<<< zurück zur Chronik
Rolle unten
Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
77 neue Artikel